LCD-Fernseher immer günstiger

06. September 2010 11:49

Hersteller können Umsätze trotz Marktwachstum nicht steigern

TV-Geräte werden für die Verbraucher immer günstiger. Ihre Kostenvorteile wachsen angesichts eines heftigen Preiskampfs, den sich die Hersteller untereinander liefern. Damit steigt jedoch das wirtschaftliche Risiko innerhalb der Industrie. Zwar kurbeln die sinkenden Preise für LED-LCD-TVs den Absatz an, wie die NPD-Marktforscher von DisplaySearch prognostizieren. Gleichzeitig schrumpfen aber die Umsätze.

Die LCD-TV-Hersteller visieren ein "aggressives Wachstum" an. Schon in den vergangenen Monaten verschärfte sich das Absatztempo auf dem Markt - besonders von 40- und 32-Zoll-Geräten. Die Verkäufe von Modellen mit LED-Hintergrundbeleuchtung legten im zweiten Quartal um 110 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 9,5 Mio. Stück zu, teilen die Branchenexperten mit. Im vierten Quartal kann die Penetration 40 Prozent erreichen. Bis Jahresmitte 2011 wollen die Hersteller die 50-Prozent-Marke übertreffen.

"An fallende Preise gewöhnt"

Allerdings schaffen es die Erzeuger offenbar nicht, die hohe Nachfrage in bare Münze zu verwandeln und die Profite zu steigern. So wird diese von der eigenen Preisschlacht getrieben. "Die Industrie hat die Konsumenten in den vergangenen Jahren an fallende Preise gewöhnt", wird DisplaySearch-Analyst Paul Gray von der Financial Times Deutschland zitiert. Insgesamt gehen die Marktforscher 2010 von einem Absatzanstieg um 15 Prozent auf rund 242 Mio. Geräte aus. Bis 2014 klettern die Verkäufe laut Prognose auf 282 Mio. Einheiten. Die Umsätze der Branche schrumpfen im gleichen Zeitraum hingegen von knapp 117 auf 102,6 Mrd. Dollar.

Samsung ist nach DisplaySearch-Angaben weiterhin unangefochtener Weltmarktführer bei Flachbildschirmen. Zuletzt hat der Hersteller den Anteil auf 24,4 Prozent sogar ausgebaut. Sowohl bei LCD-TVs wie auch mit dem zweiten Rang bei Plasma-Fernsehern ist Samsung laut den Experten in allen Segmenten gut für den Wettbewerb positioniert. Dahinter folgen Elektronikkonzerne wie LGE, Sony und Panasonic, die ihren Marktanteil auf Kosten kleinerer Hersteller ebenso ausbauen konnten. (pte)

 

Franz Josef Lolinger
06.09.2010 16:12
Seltsam

NPD-Marktforscher? Ich dachte die wären verboten...

IcyBox
06.09.2010 16:12
Also

mir reicht noch immer meine ~10 Jahr alte Flatron-Röhre.

PostingnameemangnitsoP
06.09.2010 13:23
ansichten eines fossils

auch wenn ich wahrscheinlich einer aussterbenden art angehöre: hab mir der kinder wegen vor jahren einen 15 zoll tft gekauft und solange der noch rennt, gibt's keinen neuen.

die ewige g'schicht' mit den wachstumsraten ist eh die nächste blase, die platzt

keinname
06.09.2010 14:01

Sie haben einen 15 Zoll tft Fernseher?

PostingnameemangnitsoP
06.09.2010 14:41
unglaublich

aber wahr. ja, größer brauch ich's nicht, und die kinder picken eh immer mit der nase drauf (auch bei größeren exemplaren, alles schon getestet bei freunden).

tom2312
27.09.2010 11:00

Kinder sollen eh nicht viel fernsehen, aber 15 Zoll TFT ist schon hart.

Und ich gehöre auch einer aussterben Art an, habe mir vor zwei Jahren eine Röhre gekauft und warte jetzt, bis die Flachfernseher richtig gut und günstig werden. M.E. ist da noch was drin.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.