Schmutzige Methoden

Bollywood: Mit Denial-of-Service-Attacken gegen Filmpiraten

06. September 2010 10:57
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    Foto: archiv

Anti-Piraterie-Gruppen greifen teilweise zu direkten Angriffen - Firma bietet "Schutz" vor Filmdownloads an

In der Auseinandersetzung zwischen Musik- und Filmpiraten einerseits und der Content-Industrie andererseits, haben sich in den letzten Jahren zunehmend auch eigene "Anti-Piraterie-Agenturen" eingeschalten, Unternehmen die sich auf den Kampf gegen den illegitimen Tausch von entsprechenden Inhalten spezialisiert haben. Dass man dabei teilweise auch gewillt ist, zu rechtlich äußerst fragwürdigen Methoden zu greifen, demonstriert nun ein aktuelles Beispiel.

Direkt

Wie die indische "Daily News & Analysis" berichtet, sollen sich Bollywood-Firmen zunehmend mit Agenturen verbünden, die keinerlei Hehl aus ihren Methoden machen. So rühmt sich etwa "AiPlex Software" damit auch recht direkt gegen entsprechende Seiten vorzugehen. Entdecke man einen Link zu einem Film für dessen Schutz man beauftragt wurde, kontaktiert man zunächst mal den Seitenbetreiber und fordere ihn zum Entfernen des Verweises auf. Kommt dieser der Aufforderung nicht nach, werde diese "abgedreht".

Angriff

Was man damit konkret meint, führt der Chef des Unternehmens, Girish Kumar, folgendermaßen aus: "In solchen Fällen überfluten wir die Webseite mit Anfragen", ein Vorgang der die dahinter stehenden Webserver in die Knie zwingen soll und gemeinhin als "Denial-of-Service"-Attacke bekannt ist. Teilweise müsse man aber noch weiter gehen und eine Seite direkt "angreifen" und den darauf enthaltenen Inhalt zerstören, wie Kumar ausführt.

Laut dem Bericht wurde AiPlex in den letzten Monaten für den Schutz zahlreicher größerer Bollywood-Streifen angeheuert. (red, derStandard.at, 06.09.10)

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24 Postings
Faun
14.09.2010 05:49

Ach, als Faun kann man sich auch Nekromantentum leisten, ist das schön

K.ing Leissner
12.09.2010 20:18

Was fuer ein Lumpenpack.

Damit foerdert man ja die ganzen Viren etc umso mehr, wenn DDoS Attacken dann schon legal gekauft werden..

Der sich den Wolf tanzt
07.09.2010 00:08
und zum schluss...

nach einer erfolgreichen dos-attacke laufen die im büro herum und verstecken sich hinter einem plötzlich dastehenden baum und schauen immer nur kurz abwechseld hervor und kichern dabei (18 minuten lang).
dann geht die sonne im plötzlich erscheinenden meer unter.

Mohl
 
07.09.2010 06:03
Und was ist

mit den Gesangs- und Tanzeinlagen?

michikklas
06.09.2010 20:44

Wer sich Bollywoodfilme anschaut der ist eh schon genug gestrafft. :-)

Guybrush Threepwood
06.09.2010 15:48

"Was man damit konkret meint, führt der Chef des Unternehmens, Girish Kumar, folgendermaßen aus: "In solchen Fällen überfluten wir die Webseite mit Anfragen", ein Vorgang der die dahinter stehenden Webserver in die Knie zwingen soll und gemeinhin als "Denial-of-Service"-Attacke bekannt ist. Teilweise müsse man aber noch weiter gehen und eine Seite direkt "angreifen" und den darauf enthaltenen Inhalt zerstören, wie Kumar ausführt."
...

Klingt für mich sehr nach Computer-Terrorismus.

In den USA geht man dafür in den Häfen. Aber auch bei uns ist es kein Kavaliersdelikt.

Aber es ist schon möglich, dass die Gesetze in Indien ein wenig anders sind.

Don schlau on
06.09.2010 18:16
Lustig wird erst wenn

das Internet zurückgeschlagen wird.

Alle gegen einen!

prorogat
06.09.2010 15:44
hauptsache

sie singen nicht dabei

H. Tchi
06.09.2010 14:03
Welcome to Cyber-War!

Auge um Auge - File um File!

gg17
06.09.2010 13:34

Bitte um Aufklärung.
Eine "normale" will sagen nicht "distributed" DOS ist doch wohl heute für keinen Server mehr ein Problem.
Wenn es allerdings eine DDOS ist, fragt man sich doch woher sie die vielen Clients nehmen (ich dachte sowas geht nur wenn man ein BOT-Netz hat).

P.S. ich wäre vorsichtig mich bezüglich der Wahl der Waffen mit gewissen Gruppen auf gleiches Niveau zu begeben, das könnte gefährlich werden.

mein-name-ist-hase
06.09.2010 19:05

DDOS sollten doch auch kein problem mehr sein?
und das ganze bringt doch gute jobs für it'ler ;)

Bastian Balthasar Bux
06.09.2010 11:34

hihi, link ist auch dabei. auf zum fröhlichen DDOSen.

Mathias
 
06.09.2010 11:33
Teilweise müsse man aber noch weiter gehen und eine Seite direkt "angreifen" und den darauf enthaltenen Inhalt zerstören, wie Kumar ausführt.

Und schon wieder steht ein Betriebe über dem Gesetz. Bedenklich, dass Selbstjustiz in diesen Kreisen legitimiert scheint!

Freakus T. He
06.09.2010 22:27

Wenn sich wer aufregt, sagens dann halt, sie machen auch Kinderpornoseiten dicht und gut is

Roland Schweiger
06.09.2010 11:23
ach ja ... die Freiheit mit der man nicht umgehen kann

... läuft eben alles darauf hinaus dass die Freiheit des Internets ach so vielen ein Dorn im Auge ist, wird dann immer mit der Piraterie bemäntelt, als ob es "Raubkopien" nicht schon lange vor 'Internet für alle' gegeben hätte. DOS Attacken sind im Übrigen ein alter Hut, ähnlich ie "flame wars" und ich halte von all diesen Dingen reichlich wenig aber davon ändert sich ja nix. Schade nur dass in der Öffentlichkeit das Internet gerne auf ein paar Schlagworte reduziert wird...

Bastian Balthasar Bux
06.09.2010 11:36

was haben DOS mit flame wars zu tun?

das eine ist ein technischer vorgang, das andere hat mit dem internet nur insoweit etwas zu tun, als dass dieser begriff dort geprägt wurde.

schauen sie sich mal eine nationalratsdebatte an, eine flame-war par excellence!

Roland Schweiger
06.09.2010 12:52
nun es gibt schon auch 'technische' Varianten des flame wars

... wo eben eine oder viele eMail Adressen einer domain 'automatisch geflutet' werden oder wo binnen weniger Sekunden ganz viele eMails an nicht existente eMail Adressen einer Domain geschickt werden (wobei das dann eher DOS und nicht flame ist). Was übrigens den Vergleich mit der Nationalratsdebatte betrifft, gilt ja insofern Ähnliches: das Parlament ist eine wunderbare Einrichtung, wenn mit dieser schlecht umgegangen wird, ist deshalb die Einrichtung nicht schlecht. Ergo wenn mit dem Internet (vielleicht) teilweise schlecht umgegangen wird (SPAM stört mich etwa mehr als alles andere) so ist das Internet nicht daran schuld ...

Faun
14.09.2010 05:43

Einfach nur kurz mal das "Internet-Expertenhandbuch" vom Quelle aufgeschlagen und ein beliebiges Stichwort ins Standardforum gespamt? So ein Schlingel, aber!

Roland Schweiger
14.09.2010 13:39
komische Antwort ...

also ich habe es selbst vor kurzem erlebt dass an eine meiner GMX Adressen eine größere Menge "junk mails" geschickt wurde und eine Bekannte von mir die eine ähnliche gmx Adresse hat, bekam fast die gleichen mails, klarerweise konnte man aus den headers nix sinnvolles raus lesen (delivered to: clusterHost) Mir sah das schon so aus als ginge es dem Betreiber dieser Mailbomben um das bewusste Stören oder "Zurümpeln" der eMail Accounts, und nicht etwa um Werbung. Für mich ist das schon eher flame als SPAM, ist ja auch wurst, aber was hat das mit Quellehandbuch zu tun? Persönliche Diffamierung != Sachlichkeit

kernel_panic
06.09.2010 19:06
Hirostandard
06.09.2010 13:23

wäre mir neu wenn man das flooten von email adresse mit "emails" als flame bezeichnen würde, sowas nennt sich dann wohl eher spam ;) klingt so ähnlich is es aber nicht

jgpd
06.09.2010 13:20

Das hat mit dem Begriff 'flame war' genau nichts zu tun.
Ein 'flame war' ist eine Diskussion, meistens in einem Forum, in der es nicht mehr sachlich zugeht und die Diskussionsteilnehmer untergriffig und beleidigend werden.

Strongbow real Ale
06.09.2010 11:15
Hmm

Die steirische FPÖ könnte doch AiPlex dazu anheuern damit das gestohlene "Spiel" nicht mehr unerlaubt im Internet verbreitet wird.

Faun
14.09.2010 05:48

ui, da gäbs noch ein paar komische Seiten, die sich mit ortographisch unkorrekten Begriffen aus dem Zensurumfeld schmücken, oder die in Anlehnung an karitative Organisationen "s.o.s." im Namen tragen =) zur Not könnten auch ein paar auf dieser Seite http://www.stopptdierechten.at/ genannte einen technischen Flamewar (weiter oben beschrieben xD) vertragen

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