Fischer sieht "Handlungsbedarf" bei Justiz

05. September 2010 18:40

Personen in Funktionen, "denen sie nicht gewachsen waren"

Bundespräsident Heinz Fischer sieht "Handlungsbedarf" in der Justiz und fordert raschere Entscheidungen ein. Gerade weil er ein Anhänger des Rechtsstaates und ihm dieser so wichtig sei, wolle er darauf hinweisen, sagte Fischer im APA-Interview. Die lange Dauer mancher Verfahren habe zu Unbehagen und einer steigenden Unsicherheit geführt. Die Richter und Staatsanwälte seien sich aber des Problems bewusst und hätten schon Vorschläge gemacht und auch die Bundesregierung habe "ein wichtiges Signal" gesetzt, verwies Fischer auf die beschlossenen zusätzlichen 28 Millionen Euro, mit denen der Abbau von 189 Planstellen verhindert werden soll.

Ein allgemeines Problem sieht der Bundespräsident unter anderen darin, dass in den letzten Jahren Personen in Funktionen gelangt sind, "denen sie nicht gewachsen waren - weder in fachlicher noch in moralischer Hinsicht". Wenn für Berater Provisionen in Millionen-Höhe ohne entsprechende Gegenleistungen bezahlt wurden, dann ist für Fischer "das finanzielle und moralische Augenmaß verloren gegangen." Die Justiz sei damit in eine Situation gelangt, in der sehr viel von ihr verlangt werde. Fischer zeigte sich aber überzeugt davon, dass sich die Justiz dieser "außerordentlich schwierigen Aufgabe", stelle, nämlich alles aufzuarbeiten, rasch zu entscheiden und dabei mit größter rechtsstaatlicher Qualität vorzugehen.

"Realistischen Optimismus" zeigte das Staatsoberhaupt hinsichtlich des Zieles, eine verfassungskonforme Lösung in der Kärntner Ortstafelfrage zu erreichen. Es gebe zwar noch keinen entscheidenden Durchbruch, aber die Gesprächsbereitschaft sei auf allen Seiten vorhanden, sagte Fischer, der erst in der vergangenen Woche den Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (F-K) empfangen hat. Er verwies darauf, dass Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Dörfler übereinstimmten, wonach die Frage bis spätestens 2012 geklärt sein sollte. Ein Beschluss könnte aber auch im nächsten Jahr möglich sein. Fischer ist auch weiterhin gerne bereit, seinen Beitrag für einen vernünftige Lösung im Interesse aller Beteiligten zu leisten und wird im Oktober zur 90-Jahr-Feier der Volksabstimmung nach Kärnten kommen. (APA)

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Beobachter76
06.12.2010 11:36
Keine will Fischer, aber er ist Bundespräsident.

Ghostrider63
20.10.2010 07:21
Werter Herr Fischer, ich sehe Handlungsbedarf

den SIE als Bundespräsident ausüben sollten.
Setzen Sie diese unfähige Regierung ab!

Minister die unfähige unkompetente Entscheidungen treffen, ihre Ministerrolle missbrauchen um ihr Machtgehabe auszuleben und sich gegenseitig Rückendeckung geben braucht das Land und seine Bürger nicht!

Forden Sie Bandion Ortner, Fekter, Marek und die Beiden Prölls auf, die Regierung zu verlassen!

Thomas Kranz
 
09.09.2010 12:40
Fischer sieht "Handlungsbedarf" bei Justiz

Ich lade Sie zu meiner Lesung aus meinem Buch Tatort:Justiz, am 12.Sept. 2010 Schloss Potzneusiedel, ca 13h, samt Gattin, ein. In erster Linie geht es um die Machenschaften von SPÖ Politikern und Staatsanwälten, die sich während der gesamten, 1995 beginnenden Affäre rund um die BAWAG bemühten, diese zu verschleiern und selbst zu massiven Maßnahmen griffen, um die Bevölkerung über den wahren Sachverhalt zu täuschen. Schließlich war es Rudas/Schicker, der mir gegenüber und in meiner Wohnung 1998/99 zugab, dass SPÖ Parteifinanzierung stattfand, ich diese jedoch nie werde beweisen können. Faymann hat diese Wohnung per fingierten Gerichtsbeschluss räumen lassen, um Beweise dafür so vernichten zu können. Beweis: STA Wien, BG, ZRS, LG Strfs

Thomas Kranz
 
09.09.2010 12:27
Fischer sieht "Handlungsbedarf" bei Justiz

Da stimme ich einmal dem HBP zu, voraussichtlich er meint seine ehemaligen Parteigenossen, Häupl, Faymann, Schicker, Sima, Rudas, usw. die sich in der BAWAG Affäre der strafrechtlich relevanten Tatbestände schuldig machten und bis heute von der Justiz nicht nur verschont blieben, sondern einer Strafverfolgung entzogen wurden. Oder Herr Bundespräsident, sind Sie als gelernter Jurist ebenso der Auffassung, dass das Fingieren von Beweisen; Beweisunterdrückung.., betraf Faymann, Verleitung zum Amtsmissbrauch, Nötigung, schwere Nötigung, Amtsmissbrauch Verleitung zum Amtsmissbrauch, Schicker und Sima, Beweisunterdrückung unter Ausnützung ihrer Stellung als verantw. Stadträte, straffrei bleiben sollte, nur weil es SPÖ Politiker sind!?

Fritz Wintersberger
08.09.2010 21:21
Zum BP

Gott sei Dank , er ist von der Toilette zurück.

frank_the_tank
06.09.2010 17:41
Personen in Funktionen, "denen sie nicht gewachsen waren"

Aber warum spricht der Gute denn nur in der Vergangenheitsform? Das Präsens ist hier durchaus auch angebracht: Personen bekleiden Funktionen denen sie nicht gewachsen WAREN und SIND. Beispiel gefällig? Bandion-Ortner, Karl, Faymann, Dörfler, Pröll, usw. usf.

manninderwueste
06.09.2010 16:18

Gerade hat ihn Nordkorea freigegeben und nun schon wieder so voll " aktiv". Gratulation!

lachen tut der Seele gut
06.09.2010 20:48
:)

Cayenne69
06.09.2010 15:50
"Fischer zeigte sich aber überzeugt davon, dass sich die Justiz dieser "außerordentlich schwierigen Aufgabe", stelle, nämlich alles aufzuarbeiten, rasch zu entscheiden und dabei mit größter rechtsstaatlicher Qualität vorzugehen."

In welcher Welt lebt er ?

Fritz Wintersberger
09.09.2010 11:49
fremde Welt

Mit diesem Einkommen, in einer Scheinwelt.

jacques05
06.09.2010 15:48
schon recht, herr bundespräsident...

aber wer gelobte diese stritzis an?
wer lehnte eine sp minderheitsregierung aus gründen der stabilität ab?
wer stellte sich hinter eine prügelnde und mordende polizei?
mein lieber herr bundespräsident, die regierung sind letztendlich sie und sie deligieren die amtsgeschäfte lediglich an jene, die sie für richtig halten.
also reden sie nicht nur sondern tun sie ihre arbeit.
und vor allem, erklären sie es zu erst dem volk, im hauptabendprogramm.

Winter20
06.09.2010 14:10
Handlungsbedarf für einen Anhänger des Rechtsstaats

Heinz F. sollte Prioritäten bei seinen Aufgaben als Staatsoberhaupt setzen und sich klar dafür einsetzen, dass das Budget 2011 unter Beachtung der verfassungsgemäß vorgesehenen Fristen zustande kommt. Die Prüfung auf verfassungsmäßiges Zustandekommen von Gesetzen zählt zu den Kernkompetenzen des BP und ist durch die Unterschrift des Bundespräsidenten, unter Gegenzeichnung des Bundeskanzlers, zu beurkunden.

Was wird der "Staatsnotar" Heinz F. sagen bzw. tun? Wird er diese Beurkundung vornehmen, auch wenn die Budgetgesetze unter Verletzung der verfassungsrechtlich definierten Fristen beschlossen werden? Da SPÖVP offensichtlich seine mahnenden Worte nicht einmal ignorierieren, besteht Handlungsbedarf für den BP!

Buffy die Vampirjägerin
06.09.2010 15:41

Gerade dazu hat er sich vor wenigen Tagen für seine Verhältnisse überdeutlich geäußert.

will-alles.at
06.09.2010 13:55

Heinzi, guten Morgen!

Dachte wir urlauben, aber nein...
Apropos Wortmeldung: Fallt uns vielleicht was ein zum vorsätzlich und verfassungswidrig verschobenen Budget ein? Nein?

Na, dann geh' besser wieder ins Betti. Verkühlst dich noch... Eh' so kalt draußen ;(

T-Nager
06.09.2010 13:02
Wau!

Der Herr BP traut sich was.
Jetzt kurz vor der Pension den Mund ganz wenig aufzumachen.
Das ist schon was.

Was nimmt denn der Heinzi, dass er jetzt gar so mutig ist ?

Walther von der Vogelweide, der 1.
06.09.2010 12:58
Bundespräsident Heinz Fischer sieht "Handlungsbedarf" in der Justiz

der ist aber wirklich ein Langschläfer par excellence.

Anzerry
06.09.2010 12:52
Ja eh!

Fischer kann gleich bei sich anfangen, und bei
Franz Vranitzky weitermachen. Der hat ja auch eine Million für die "Euro-Beratung" und somit ohne Gegenleistung kassiert.

pox vobiscum
06.09.2010 11:15

So viele Wortmeldungen unseres Herrn Bundespräsidenten! Es ist wieder irgendwo Wahlkampf, habe ich recht?

Maria Gugging
06.09.2010 12:33

Es ist wirklich schon langweilig, immer diese blöden Kommentare lesen zu müssen.

Entweder er meldet sich zu selten, oder er meldet sich zu oft. Sind manche Poster hier wirklich zu blöd um endlich mal zu wissen, was sie eigentlich wollen?! Oder ist man nur frustiert, dass der liebe Herr Pröll nicht BP geworden ist?

Boring
06.09.2010 14:00

...oder sie wollten die Babsi...
Ich gebe Ihnen jedenfalls absolut recht.

Pol e Mike
06.09.2010 10:29
Fischer Wahlkampf...der "unabhängige" Präsident *lach*

Seine Beiträge kommen direkt aus der Löwelstrasse Agitprop-Abteilung!

Kritiker1A
06.09.2010 10:12
" Die Richter und Staatsanwälte seien sich aber des Problems bewusst ", natürlich den die sind ja selbst das wahre Problem.

Würde man Straftäter länger einsperren und nicht frühzeitig entlassen, dann müßte sich die Justiz nicht immer, in sher kurzen Zeiabständen, mit dem gleichen Verbrechern beschäftigen, sondern könnten auch die anderen Straftaten aufarbeiten und verfolgen.

Kritiker1A
06.09.2010 10:09
Der Rechtsstaat geht den Bach runter, und trotzdem werden wieder diese sinnlosen Ortstafel in den Vordergrund geschoben.

mulligan1
06.09.2010 09:57
schau schau .....

unser HBP "sieht handlungsbedarf" und "zeigt "realistischen optimismus".

ist das nicht ein wenig dürftig, für eine politische reaktion eines so hohen amtsträgers ?

den handlungsbedarf der justiz fordern tausende österreicher nämlich schon seit langem !!!!!

pehl
 
06.09.2010 12:47
ich weiss nicht, was sie und ihre Kuz-Denker...

vom Bundespräsidenten wollen: Auf den Tisch hauen, Führer-Gehabe, Drüberfahren, verbales Rabkufentum: Fischer kennt die Grenzn seines Amtes, sein Pfund ist die dem Amt origene Autorität; um sie zu bewahren, bedarf es einer sorgsamen Sprache, die die Bevökerung aufklärt...: Die, die hören können, hören; die - sowie sie -, die das Derbe und Laute lieben, müssen sich an ihre Vordenker - ÖVP Kaltenegger und Lopatka, Strache, BZÖ-Grosz - halten: Und bei denen oder bei vielen derer Anhänger stehen autoritäre Führer (Dolfuß bei den einen, Adi H. bei den anderen) noch immer hoch im Kurs...Mir ist ein demokratisch gewählter Bundespräsident in einem seriösen System der Gewaltentrennung lieber!

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