Branche hofft für heuer auf 5 Prozent mehr Umsatz in Deutschland
Die Elektronikmesse IFA in Berlin hat bei ihrer
50. Ausgabe etwas mehr Publikum angelockt und bis zum Sonntag 126.000
Besucher gezählt. "Wir haben eine wundervolle Geburtstagsparty",
sagte Messesprecher Michael Hofer nach drei Messetagen. Die Hallen
seien ausgesprochen voll.
Steigender Branchenumsatz erwartet
Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik
(gfu) als Veranstalter sieht ihre Prognose bestätigt, dass der
Branchenumsatz in Deutschland in diesem Jahr um bis zu fünf Prozent
auf mehr als 25 Milliarden Euro steigt. "Die Messe lässt uns für die
Jahreszahlen hoffen", sagte Sprecher Roland Stehle. Die Aussteller
berichteten von größeren Auftragssummen als im Vorjahr.
Bei der gemessen an der Fläche weltgrößten Messe für
Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik zeigen am Berliner
Funkturm noch bis Mittwoch mehr als 1.400 Aussteller ihre Produkte,
darunter auch zahlreiche Hausgerätehersteller. Zu den
Publikumsmagneten zählen Fernseher mit dreidimensionaler
Bildwiedergabe und Geräte mit Internetzugang. Insgesamt werden
230.000 Besucher erwartet.
Komfort im Vordergrund
Die Branche präsentiert auch neue Möglichkeiten der
Heimvernetzung. Musik drahtlos vom Rechner auf die HiFi-Anlage
überspielen, mit unterschiedlichen Geräten auf die Festplatte
zugreifen, Videos von einem Bildschirm zum anderen übertragen - davon
erhoffen sich die Kunden vor allem mehr Bequemlichkeit und Komfort.
Das ergab eine Umfrage der gfu und des Bundesverbands Technik des
Einzelhandels. Bei vielen sei das Thema aber noch nicht richtig
angekommen.
Der von Hausgeräten bekannte Trend zu stromsparenden Geräten setzt
nun auch bei der Unterhaltungselektronik ein. Nach Zahlen der
Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist der Verbrauch von
Fernsehern in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Die
geplante EU-Öko-Kennzeichnung für Fernseher dürfte die Entwicklung
fördern. Die Branche rechnet damit nicht vor Dezember. Ähnlich wie
Waschmaschinen werden Fernseher im Handel dann in Energieeffizienz-
Klassen von A bis G eingeteilt.(APA)