"Primär ist es wichtig, dass wir gewinnen" - T-Frage vorerst weiter ungeklärt - Fuchs mit Rückenproblemen weiter fraglich
Flachau- Auf einen sportlichen Leckerbissen dürfen sich die
österreichischen Fußball-Fans am Dienstag (20.30 Uhr/live ORF1) nicht
einstellen. Für das österreichische Nationalteam zählt zum Auftakt
der EM-Qualifikation in Salzburg gegen Kasachstan primär das
Ergebnis. "Wie wir das fabrizieren, werden wir sehen", erklärte
Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger, der einzige gebürtige
Salzburger im ÖFB-Kader, am Sonntag in Flachau.
Schön zu spielen stehe gegen den erwarteten Defensivwall der
Kasachen, die sich am Freitag der Türkei zu Hause 0:3 hatten
geschlagen geben müssen, nicht im Mittelpunkt. "Primär ist es
wichtig, dass wir gewinnen. In so einem Spiel steht immer das
Ergebnis im Vordergrund", meinte Baumgartlinger, der eine Verkühlung
überwunden hat und damit für Teamchef Dietmar Constantini eine
zusätzliche Option im defensiven Mittelfeld darstellt.
Dagegen bangt Constantini weiter um den Einsatz von
Linksverteidiger Christian Fuchs. Der Mainz-Legionär, der im Test
gegen die Schweiz (0:1) interimistisch als Kapitän fungiert hatte,
trainierte auch am Sonntagnachmittag in der abschließenden Einheit in
Flachau wegen Rückenproblemen nicht mit. Am Vormittag hatte der
Teamchef seinen Spielern kurzfristig frei gegeben.
Torhüterfrage vertagt
Auf einen Stammtorhüter haben sich Constantini und Tormanntrainer
Franz Wohlfahrt noch nicht festgelegt. Die Entscheidung dürfte
zwischen Griechenland-Legionär Jürgen Macho und Sturms Christian
Gratzei fallen. Ümit Korkmaz fällt definitiv aus. Der Flügelspieler
von Eintracht Frankfurt befand sich auch am Sonntag noch zur
Beobachtung im Spital, ist laut Teamarzt Ernst Schopp aber nach
seiner Viruserkrankung auf dem Weg der Besserung.
Gesetzt dürfte in der Offensive - entweder rechts oder links am
Flügel - Jakob Jantscher sein. Der Neo-Salzburger brennt nach der
einwöchigen Vorbereitung auf sein achtes Länderspiel. "Wir sind
extrem heiß auf die Partie", versicherte Jantscher. Jeder einzelne
Spieler sei sich der Relevanz eines guten Starts in die Qualifikation
bewusst. "Dieses Spiel ist sehr wichtig für den weiteren Verlauf der
EM-Quali", betonte Jantscher.
Drei Punkte gegen Außenseiter Kasachstan sind Pflicht, will man in
Gruppe A nicht früh den Anschluss verlieren. Dementsprechend sei das
Ergebnis wichtiger als eine Galavorstellung. "Wichtig ist, dass wir
gewinnen. Das wird sicher nicht so einfach, wie es dargestellt wird",
meinte Jantscher. Ein frühes Tor würde die Spielanlage gegen die tief
stehenden Kasachen vermutlich erheblich erleichtern. Dafür soll das
erwartete Sturmduo Marc Janko/Erwin Hoffer sorgen.
Für Austria-Stürmer Roland Linz dürfte wie zuletzt bei seinem
Comeback nach fast zweijähriger Teamabsenz gegen die Schweiz maximal
die Rolle des Jokers bleiben. Zu viele Angreifer - sechs an der Zahl
- drängen auf einen der beiden Startplätze. "Es sind viele junge
Spieler mit Potenzial in der Mannschaft", sagte Linz. "Es ist etwas
im Entstehen." Die erste Hürde für die jungen Wilden heißt
Kasachstan. "Wir dürfen aber nicht erwarten, dass wir über die
drüberfahren", erinnerte Linz' Clubkollege Florian Klein. (APA)