Fahrradkultur

Bicycle Film Festival in Wien

Guido Gluschitsch, 5. September 2010, 19:04
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    foto: ig-fahrrad

    The Cyclecross Meeting zeigt den Querfeldein-Radsport auf Rennrädern, der schon fast von der Mountainbikes verdrängt wurde.

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    Im halbstündige Film "Line of Sight" verfolgt Lucas Brunelle mit einer Helmkamera ein Alleycat-Rennen.

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    Der Regisseur von "Beeing John Malkovich", Spike Jonze, produzierte den Film über den Versuch den höchsten Sprung mit einem BMX-Rad zu schaffen.

Ritterspiele auf Tall-Bikes, Eigenbauten, BMX und Fixies gehören zum Rahmenprogramm des Rad-Film-Festes in der Urania

Wieder so eine Mode aus Amerika: Bike Kitchen. Die ersten Radlküchen entstanden an der Westküste der USA und verbreiteten sich von dort bis nach Wien 15. Eine Bike Kitchen ist ein Verein, der sich der Fahrradkultur widmet. Sie sind Non-Profit-Organisationen und arbeiten mit anderen Fahrrad-Organisationen zusammen. Die Bike Kitchen in der Goldschlagstraße im 15. Wiener Gemeindebezirk ist Selbsthilfe-Werkstatt und Wohnzimmer in einem. Und sie ist Bühne des Kurzfilmes "Bike Kitchen – A Filmic Approach", der seine Premiere beim Bike-Film-Festival im Juni in New York feierte.

Von 16. bis 19. September findet das Bike-Film-Festival zum vierten Mal in Wien statt. "Bike Kitchen – A Filmic Approach" ist einer von drei heimischen Filmen, die in der Urania gezeigt werden. Ebenfalls in New York ist zum ersten Mal "Where are the pyramides" gelaufen, in dem fünf Radboten aus Wien, Linz und Bremen mit Fixies durch die Motorhölle Kairo fahren, um zu den Pyramiden zu kommen.

Wiener Radrowdies

"Sauf Velo – The Radrowdies' Guido to Vienna" feiert hingegen in Wien Premiere und porträtiert die erste Wiener Fahrrad-Gang, deren Maskottchen ein Plüsch-Bär namens Bier ist.

Neben den heimischen Kurzfilmen laufen auch Streifen aus den Kategorien Experimentalfilm, Dokumentation und Animation über die Leinwand. Zusammengestellt wurde das Programm von einer New Yorker Jury, die auch zu "Bith of Big Air" griff, einem BMX-Movie, der auch als Anschauungsmaterial für angehende Anatomen gelten kann.

Die Renaissance des Querfeldein-Radsports ist das Thema der Doku "The Cyclocross Meeting".

Wie beim Bicycle Film Festival in Wien üblich, findet das Rahmenprogramm bei der Strandbar Herrmann statt und reicht von Bewerben zum Mitmachen bis zu Shows. Samstag sind die BMXler und Fixie-Fahrer dran, so wie junge Radlerinnen und Radfahrer. Am Sonntag kommen dann beim Bike-Beauty-Contest Eigenbauten und Tall-Bikes zum Schaulauf und Ritter-Turnier.

Der Festival-Pass kostet 20 Euro, das Einzelticket im E-Mail-Vorverkauf sechs Euro, ansonsten sieben Euro. Ermäßigungen gibt es für Studenten, Fahrradboten und Radlobby-Mitglieder.

derStandard.at/Kultur verlost insgesamt 10x2 Karten für das Film Festival im Urania Kino

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Graue Eminenz
00
17.9.2010, 16:52
Detlef di Sauce
01

Es tut mir leid, ich kapier das alles nicht. Wie sieht "Radkultur" aus? Ich kann mir darunter echt nichts sinnvolles vorstellen.

Ich hab da so Bilder von Auto- bzw. Motorradkultur vor meinem inneren Auge, das sind gelinde gesprochen ziemlich grenzwertige, platitüdenhafte Angelegenheiten.

chilli p.
02
man könnte auch noch ergänzen,

dass die critical mass am 17.9.2010 (treffpunkt 16:30, abfahrt 17:00) zur eröffnung des festivals fährt und dass es freikarten zu erradeln gibt (http://www.criticalmass.at/).

wenn man vertiefendes interesse an urbaner radkultur hätte. und nicht nur eine kolumne mit presseaussendungen befüllen muss.

Guido Gluschitsch
 
00
Danke für den Hinweis,

das Rennen hab ich in der Tat übersehen!

glu

chilli p.
01
14.9.2010, 13:07

werter herr g., off topic hier, aber als reaktion auf ihr bernleithner-interview: haben sie eigentlich wirkliches interesse am radfahren als urbaner fortbewegung? oder ist ihnen das rad als alltagsgegenstand eigentlich wurscht? weil ihnen und ihrem herzen die motorisierten zweiräder grundsätzlich viel näher sind?

Guido Gluschitsch
 
10
14.9.2010, 13:43
Ich benutze das Rad

viel öfter am Land als in der Stadt. Und ich bin beim Fahrradfahren genauso verspielt wie beim Motorrad- oder Autofahren. Mir geht es oft weniger darum, möglichst umweltbewusst, schnell oder trocken von A nach B zu kommen, sondern für mich zählt das Erlebnis.

In der Stadt erledige ich die meisten A-nach-B-Wege mit der U-Bahn. Da brauch ich kein Leder, komm nicht verschwitzt an, und erspar mir die Parkplatzsuche.

Was die von Ihnen angesprochene "urbane Fortbewegung" angeht bin ich persönlich also recht bescheiden.

Beantwortet das Ihre Frage?

glu

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