Ritterspiele auf Tall-Bikes, Eigenbauten, BMX und Fixies gehören zum Rahmenprogramm des Rad-Film-Festes in der Urania
Wieder so eine Mode aus Amerika: Bike Kitchen. Die ersten Radlküchen entstanden an der Westküste der USA und verbreiteten sich von dort bis nach Wien 15. Eine Bike Kitchen ist ein Verein, der sich der Fahrradkultur widmet. Sie sind Non-Profit-Organisationen und arbeiten mit anderen Fahrrad-Organisationen zusammen. Die Bike Kitchen in der Goldschlagstraße im 15. Wiener Gemeindebezirk ist Selbsthilfe-Werkstatt und Wohnzimmer in einem. Und sie ist Bühne des Kurzfilmes "Bike Kitchen – A Filmic Approach", der seine Premiere beim Bike-Film-Festival im Juni in New York feierte.
Von 16. bis 19. September findet das Bike-Film-Festival zum vierten Mal in Wien statt. "Bike Kitchen – A Filmic Approach" ist einer von drei heimischen Filmen, die in der Urania gezeigt werden. Ebenfalls in New York ist zum ersten Mal "Where are the pyramides" gelaufen, in dem fünf Radboten aus Wien, Linz und Bremen mit Fixies durch die Motorhölle Kairo fahren, um zu den Pyramiden zu kommen.
Wiener Radrowdies
"Sauf Velo – The Radrowdies' Guido to Vienna" feiert hingegen in Wien Premiere und porträtiert die erste Wiener Fahrrad-Gang, deren Maskottchen ein Plüsch-Bär namens Bier ist.
Neben den heimischen Kurzfilmen laufen auch Streifen aus den Kategorien Experimentalfilm, Dokumentation und Animation über die Leinwand. Zusammengestellt wurde das Programm von einer New Yorker Jury, die auch zu "Bith of Big Air" griff, einem BMX-Movie, der auch als Anschauungsmaterial für angehende Anatomen gelten kann.
Die Renaissance des Querfeldein-Radsports ist das Thema der Doku "The Cyclocross Meeting".
Wie beim Bicycle Film Festival in Wien üblich, findet das Rahmenprogramm bei der Strandbar Herrmann statt und reicht von Bewerben zum Mitmachen bis zu Shows. Samstag sind die BMXler und Fixie-Fahrer dran, so wie junge Radlerinnen und Radfahrer. Am Sonntag kommen dann beim Bike-Beauty-Contest Eigenbauten und Tall-Bikes zum Schaulauf und Ritter-Turnier.
Der Festival-Pass kostet 20 Euro, das Einzelticket im E-Mail-Vorverkauf sechs Euro, ansonsten sieben Euro. Ermäßigungen gibt es für Studenten, Fahrradboten und Radlobby-Mitglieder.
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