"Seit vier Wochen Probleme mit meinen Schultern" - Dennoch gute Chancen auf Viertelfinale
New York - Im Schatten von Jürgen Melzer hat auch Oliver
Marach am Samstag an der Seite von seinem Standardpartner Lukasz
Kubot den Einzug ins Achtelfinale des Doppelbewerbs geschafft. Das
als Nummer 5 gesetzte Duo ist das letzte mit Österreich-Beteiligung,
weil sich die anderen beiden starken ÖTV-Doppelspieler, Melzer mit
Philipp Petzschner (GER) und Julian Knowle mit Andy Ram (ISR),
überraschend jeweils schon in Runde eins hatten verabschieden müssen.
Marach/Kubot setzten sich gegen die deutsch-argentinische Paarung
Benjamin Becker/Leonardo Mayer in der zweiten Runde sicher mit
6:2,6:4 durch und treffen im Kampf um das zweite Major-Viertelfinale
heuer nach den French Open auf Federico Gil/Daniel Gimeno-Traver
(POR/ESP).
"Ich bin sehr zufrieden mit jedem Match, das wir gewinnen, weil
ich habe große Probleme seit vier Wochen mit meinen Schultern",
berichtete Marach im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.
Seit vier Wochen habe er mit der linken Schulter extreme Probleme,
mit der rechten seit einer Woche. Zum Mixed am Freitag habe er
deshalb gar nicht antreten können. Fitgespritzt mit dem stärksten,
noch erlaubten, entzündungshemmenden Mittel, trat er zum
Herren-Doppel an.
Der Grund der Verletzung: "Ich habe links eine Überbelastung, weil
ich sehr viel Fitness gemacht habe." Und zwar in jener Zeit, als sein
wegen eines Bänderrisses für sechs Wochen ausgefallener Doppelpartner
außer Gefecht war. Training gibt es derzeit gar keines, stattdessen
täglich eine mehrstündige Behandlung mit Eis und Ultraschall sowie
eine Spritze. Erst nach dem Turnier darf er sich eine
Cortisoninjektion verabreichen lassen. "Darum muss man extra
ansuchen."
Dennoch sind die Chancen auf die Runde der letzten acht
Doppelpaare gut. "Am Papier schaut es gut aus, ein schlagbares Team.
Das Viertelfinale ist sicher wieder drinnen", glaubt Marach, der bei
seinen zwei vorangegangenen US Open im Doppel jeweils gleich zum
Auftakt gescheitert war. Für das Masters wäre zumindest ein weiterer
Sieg wichtig, denn derzeit ist ein neuerliches Antreten wie im
Vorjahr beim ATP-World-Tour-Finale der besten Doppel-Paare in London
noch nicht fix, weil die Zeit, in der Kubot verletzt war, dem Team
abgeht.
(APA)