Aserbaidschan und Armenien beschuldigen sich gegenseitig
Eriwan - Bei einem Gefecht in der zwischen Armenien
und Aserbaidschan umstrittenen Region
Berg-Karabach sind am Samstag
zwei aserbaidschanische Soldaten ums Leben gekommen. Beide Länder
warfen sich gegenseitig vor, den Zusammenstoß provoziert zu haben.
Aserbaidschans Außenministerium teilte
mit, die Soldaten seien
getötet worden, als sie auf einen armenischen Angriff reagiert
hätten. Das Militär des überwiegend von christlichen Armeniern
bewohnten Berg-Karabach erklärte wiederum, es habe nach einem Angriff
der Aserbaidschaner
zurückgeschlagen.
An der Grenze zwischen
Berg-Karabach und Aserbaidschan kommt es
immer wieder zu bewaffneten Zusammenstößen. Nach Angaben aus Baku
waren erst am Dienstag zwei Aseris und drei Armenier getötet worden.
Der ungelöste Konflikt stellt
eine Gefahr für die politische
Stabilität in der südlichen
Kaukasusregion dar, die an Russland, den
Iran und die Türkei grenzt und durch die zahlreiche wichtige Öl- und
Gaspipelines führen. Berg-Karabach hatte sich beim Zusammenbruch der
Sowjetunion Anfang der 90er Jahre von Aserbaidschan losgesagt. Dieses
führte mit Armenien einen Krieg um die
Region, der 1993 mit einem
Waffenstillstand endete. Ein Friedensabkommen gibt es bis heute
nicht. (APA/Reuters)