Predigten und Alltag sollen in deutscher Sprache abgehalten werden - JVP-Obmann Kurz greift Anas Schakfeh an: "Treibt Konflikte zwischen Kulturen an"
Wien - Der Chef der Jungen ÖVP, Sebastian
Kurz forderte am Samstag den
Präsidenten der Islamischen
Glaubensgemeinschaft, Anas Schakfeh auf,
nicht "von Moscheen und Minaretten in jeder Landeshauptstadt zu
träumen und Konflikte zwischen den Kulturen anzutreiben". Die Junge
ÖVP schlage dagegen vor, dass Predigten und der
Alltag in Moscheen
auf Deutsch stattfinden sollten. Damit sollten die
Chancen zur
Integration der Glaubensgemeinschaft
erhöht werden, so Kurz in einer
Aussendung.
Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft,
SPÖ Wien-Mandatar Omar Al-Rawi, fand es im Gegenzug bedauerlich, dass
nun auch die Junge ÖVP versuchte, "durch
das Schüren von
antimuslimischen Ressentiments auf Stimmenfang im rechten Lager zu
gehen". Bezüglich des Wunsches, dass in Moscheen nur noch Deutsch
gesprochen werden sollte, meinte Al-Rawi, es werde schließlich auch
in polnischen oder russischen Kirchen nicht auf Deutsch gepredigt.
Die Mehrheit der
Österreicher lehnt weitere Moscheen
mit Minarett ab. 52 Prozent machten entsprechende Angaben bei einer
Umfrage der Karmasin Motivforschung für
das "profil". 35 Prozent der
Befragten haben hingegen keine Einwände gegen Minarette, der Rest
wollte sich nicht äußern.(APA)