Frankfurt-Legionär mit Fieber im Krankenhaus, angeschlagener Fuchs weiter fraglich - Pogatetz: "Belgier zeigen, dass man Deutschland zusetzen kann"
Flachau - Österreich muss zum Auftakt
der EM-Qualifikation am Dienstag (20.30 Uhr/live ORF1) gegen
Kasachstan auf Ümit Korkmaz verzichten. Der
Frankfurt-Legionär wurde in der Nacht auf Samstag mit einer
Viruserkrankung und hohem Fieber ins Spital gebracht. Dort bleibt
der 24-Jährige zur Beobachtung, während sich das Team in Flachau
auf das Länderspiel vorbereitet.
Korkmaz war
in der Nacht im Teamcamp im Hotel Lacknerhof mit Schmerzen, starker
Übelkeit und sehr hohem Fieber aufgewacht. Der Offensivspieler hatte
schon in den vergangenen Tagen über Probleme mit der Wirbelsäule
geklagt und daher ein Spezialprogramm absolviert.
Das Training am Samstagvormittag ließen auch Außenverteidiger
Christian Fuchs und Keeper Christian Gratzei aus - Letzterer nach
Rücksprache mit dem Trainerteam aber nur zur Schonung. Fuchs dagegen
bangt wegen anhaltender Rückenbeschwerden weiter um seinen Einsatz. Der 24-Jährige, der zuletzt im Test gegen die
Schweiz (0:1) als Interimskapitän einen Elfmeter vergeben hatte,
dürfte sich einen Nerv beleidigt haben.
Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger ist nach überstandener
Verkühlung wieder mit dabei. Sollte Fuchs nicht spielen können,
wären Debütant Thomas Schrammel und David Alaba
Alternativen als Linksverteidiger. Korkmaz war zuletzt gegen die
Schweiz zur Pause eingewechselt worden. Gegen Kasachstan dürften nun
Alaba, Veli Kavlak oder Jakob Jantscher am linken Flügel beginnen
Am Freitagabend verfolgten die Spieler den Auftakt in EM-Qualifikationsgruppe A vor dem Fernseher. "Die Belgier haben unglücklich verloren. Sie waren sehr stark
und
haben gezeigt, dass man den Deutschen zusetzen kann", resümierte Emanuel Pogatetz das 0:1 in Brüssel. "Ich hoffe, dass wir auch auf diesem
Level spielen können." Die Belgier sind am 12. Oktober auswärts
dritter Gegner der Österreicher.
"Auch die Türken haben vorgelegt, jetzt müssen wir nachlegen",
meinte der Hannover-Legionär. "Natürlich sind wir gegen
Kasachstan klarer Favorit." Mit Ausnahme des jungen Verteidigers
Sergej Karimow vom VfL Wolfsburg, der bisher hauptsächlich bei den
Amateuren zum Einsatz gekommen ist, verdienen alle kasachischen
Teamspieler ihr Geld in der heimischen Liga. Das Team wurde bereits
am Samstagnachmittag in Salzburg erwartet. (APA/red)