Internet 2025: Cisco zeichnet ein düsteres Bild

04. September 2010 09:53

Überbordende Datenmengen und Cybercrime belasten das Zukunfts-Web

Im Jahr 2025 verschwinden Flatrates, der Datenverkehr im Web stockt und Cyber-Kriminalität bedroht die Welt. Dieses Szenario zeichnen Cisco und Monitor Group Business Network in einer Studie zur Zukunft des Internets bis zum Jahr 2025 veröffentlicht. "15 Jahre sind für das Internet eine sehr lange Zeit. Wer da Prognosen wagt, ist kühn", so der Zukunftsforscher Karlheinz Steinmüller. Der Report umreißt unter anderem Trends, die auf die Zukunft des Webs Einfluss nehmen.

Eine Mischung aus Spracherkennung und Touch-Screen in Verbindung mit anderen Technologien werden die Tastaturen als Eingabegräte ersetzen. "Internet und Augmented Reality werden verkoppelt. Aber neue virtuelle, räumliche Interfaces bedeuten nicht unbedingt den 'Tod' der doch recht schnellen und gut eingeübten Qwertz-Tastaturen", widerspricht Steinmüller. Zudem soll es laut Cisco gestaffelte Tarife anstelle von Flatrates geben.

Globale Vernetzung

Das Internet der Zukunft wird einen größeren Einfluss auf die Gesellschaft haben und das größte Wachstum, weil es sich in Schwellenländer, in Dörfer und in ländliche Gebiete zunehmend ausbreiten wird. Cisco präsentiert in der Studie nach einem Blick in die digitale Kristallkugel vier mögliche Szenarien, die den Weg des Internets zukünftig kennzeichnen.

Mit "Fluid Froniers" zeigen sich durchaus positive Aussichten. Ciso beschreibt eine Welt, in der das Internet allgegenwärtig ist und für alle Gruppen durchlässig. Wettbewerb und technologischer Fortschritt macht den Zugang billiger und weltweit verfügbar. User bekommen schneller die Information, die sie haben wollen.

Trübe Zukunftsaussichten

Mit "Insecure Growth" zeichnet der Netzwerkspezialist eine unsichere Zukunft: Privatpersonen und Unternehmen haben Angst vor der Abhängigkeit von der Technik und meiden das Internet. Vermehrte Cyber-Kriminaltität überfordert Organisationen und Regierungen. "Cybercrime und krimineller Spam sind schon heute Bedrohungen, die pro Jahr zig Milliarden kosten, insofern kann man sie schon heute als Weltbedrohung auffassen", erklärt der Zukunftsforscher gegenüber pressetext.

Noch trüber wird es für die Menschheit bei "Short of Promise". Dabei dreht es sich um eine Welt ohne Wirtschaftswachstum. Protektionistische Haltungen von Regierungen sind Antwort auf die Stagnation. Die Ausbreitung des Internets wäre gebremst und es gebe keine Innovationen mehr.

Am schlimmsten trifft es die Welt im vierten Szenario. Bei "Bursting at the seams" wächst die Nachfrage nach digitalen Diensten kontinuierlich. Wartezeiten werden zur Normalität und das globale Netz ein Opfer des eigenen Erfolgs. Cisco sieht zudem eine Gefahr von Animositäten gegen die Technologiedominanz der USA. Es kommt zu einer Lähmung der internationalen Standardisierungsbemühungen. (pte)

dub_selecta
06.09.2010 12:10
nix neues...

das web ist nunmal eine einmalige, unvergleichbare sache - aber leider auch böse...so richtig böse - also an alle 2.0er menschen die ihren stuhlgang auf facebook protokolieren - augen auf!
und an alle leute die wie ich, die das web lieben und schätzen und immer wieder neues geniales entdecken - don`t let it change you - CHANGE IT*

Countblue
06.09.2010 10:06
Das Internet

ist ein Konglomerat aus Diensten. Das kann also per se gar nicht sterben sondern höchstens sich anpassen.

CB

Stoppt den ZENSURWAHN der Politiker - JETZT
08.09.2010 11:24
wenn niemand mehr für netzknoten aufkommt

kanndas internet durchaus sterben...

maruh
04.09.2010 11:13

dank vds, indect, bundestrojaner & co wird es das internet in 15 jahren nicht mehr geben.

genauer gesagt wird es einfach unbrauchbar. diesen spießrutenlauf werden sich wohl nur noch hacker & die "ich-habe-nichts-zu-verbergen - generation" antun.

Stoppt den ZENSURWAHN der Politiker - JETZT
08.09.2010 11:23
selbst die "ich habe nix zu verbergen"-leute wirds nimmer geben

weil sie dann iregendwann total unschuldig verhört usw werden und dann draufkommen, dass sichs inet nimmer auszahlt.

und wenn die großen firmen weg sind, stirbt das internet, so wie es jetzt ist.

die zukunft: mashrouting und (kleine) netzcluster, keine globale vernetzung, nur jeweils interstaatlich.

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