Start der Nacht U-Bahn

Über 100.000 Fahrgäste am Start-Wochenende

05. September 2010 11:28
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    Foto: apa/neubauer

    In den ersten zwei Nächten ihres Bestehens benutzten knapp 101.000 Passagiere die Wiener Nacht-U-Bahn.

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    In jeder Garnitur sind Beamte der Wiener Linien und der Polizei dabei.

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    Tickets für den "Nightride" wurden noch während der Fahrt verteilt.

Reges Passagieraufkommen dank "Nightride" - Junge ÖVP erinnerte mit Flyern an ihre Beharrlichkeit

Wien - Knapp 101.000 Passagiere benutzten die Wiener Nacht-U-Bahn in den ersten zwei Nächten ihres Bestehens: 63.000 Personen in der Eröffnungsnacht auf Samstag, 38.000 in der Nacht auf Sonntag. Die Busse des adaptierten Netzes wurden in der Nacht auf Samstag von 7.000 Fahrgästen frequentiert, in der Nacht auf Sonntag von 6.000. Insgesamt zählten die Wiener Linien 114.000 Fahrgäste, hieß es am Sonntag in einer Aussendung. In beiden Nächten am stärksten frequentierte Linie war die U4. Beim Nachtbus war es der N43 zwischen Schottentor und Neuwaldegg. Es gab keine sicherheitsrelevanten Vorfälle.

Die Wiener Nacht-U-Bahn hatte in der Nacht von Freitag auf Samstag ihre Premiere gefeiert. Erstmals fuhren die Züge auch in jenen Stunden, in denen bisher auf den Anzeigetafeln "Betriebsschluss" zu lesen war und heruntergelassene Rollläden die Zugänge zu den Stationen versperrten. Die Garnituren waren zumindest im innerstädtischen Raum durchaus gut gefüllt. Trotz allgemeiner Partystimmung zeigten sich manche Fahrgäste wegen des verlängerten Betriebs verwundert. Die Junge ÖVP versuchte hingegen die Nachtschwärmer daran zu erinnern, dass die 24-Stunden-U-Bahn nur dank ihrer Beharrlichkeit umgesetzt wurde.

Viele Passagiere dank "Nightride"

Zu verdanken hatten die Wiener Linien das rege Passagieraufkommen sicherlich auch dem von ihnen ausgerufenen Partyreigen "Nightride". Dabei konnten sich feierfreudige Bundeshauptstädter ein Gratisticket im Internet ausdrucken, dass auch freien Eintritt in 35 Locations in der ganzen Stadt garantieren sollte.

Während Personengruppen immer wieder bereitwillig vor den Kameras anwesender Medienvertreter posierten, setzte die Junge ÖVP alles daran, die Umsetzung der Nacht-U-Bahn für sich zu reklamieren. Träger von T-Shirts mit dem Aufdruck "Junge ÖVP Wien hat 24h-Verkehr für Dich erreicht!" verteilten Flyer und Feuerzeuge in den Zügen und Stationen. "Wir wollen die Leute daran erinnern, wer's erfunden hat", sagte Angela, die als eine der rund 90 ausgeschwärmten Nachwuchs-Stadtschwarzen am Schwedenplatz postiert war.

Jedem Zug seine Polizisten

Begleitet wurde jeder Zug - wie auch in Zukunft - von einem Polizisten-Duo, wobei die Sitzplätze rund um den Standplatz der Exekutivbeamten tendenziell gemieden wurden. Die Passagiere, viele davon mit Bier oder anderen Alkoholika ausgerüstet, drängten sich eher in den übrigen Bereichen der durchgängigen Garnituren.

Neben der Polizei waren auch 44 sogenannte Nightliner der Wiener Linien im U-Bahnnetz unterwegs, um gegebenenfalls schlichtend einzugreifen. "Wir schauen, ob alles in Ordnung ist", so Nightliner Safak Yilmaz. Nervös vor seinem ersten Einsatz sei er nicht, versicherte Yilmaz. Er rechne eher mit einem entspannten Nachteinsatz, wobei Alkohol sicherlich ein Problem sein könne. Was die Dienstpläne betrifft, komme ein Zweierteam innerhalb von zehn Wochen fünf- bis sechsmal zum Einsatz. Die Nightliner-Truppe ist nicht nur zwecks Deeskalation unterwegs, sondern soll auch über geänderten Routen der Nachtbusse informieren und allfällige Fragen der Fahrgäste beantworten.

"Danke, Michael Häupl"

Aufklärungsbedarf schien es in der Auftaktnacht jedenfalls noch vereinzelt zu geben. "Manche glauben, wir fahren jetzt jeden Tag rund um die Uhr", wunderte sich eine andere Nightlinerin im APA-Gespräch. Andere Fahrgäste wiederum glaubten an eine einmalige Aktion. Ein junger, sichtlich illuminierter Mann schien sich jedenfalls in der Premierennacht der 24-Stunden-U-Bahn noch an die Volksbefragung im Februar zu erinnern, als deren Folge die Nacht-U-Bahn umgesetzt wurde. Er blieb mit gefalteten Händen und gesenktem Kopf vor einer Rolltreppe am Stephansplatz stehen, schrie zweimal "Danke, Michael Häupl" in die gerade unbevölkerte Station und verschwand dann im Untergrund. (APA)

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Stephan Weinberger
30.09.2010 11:36
Entwiklung der Fahrgastzahlen

Nun wäre es noch interessant zu erfahren, wie sich die Fahrgastzahlen weiterentwickeln. 63000 in der ersten Nacht, 38000 in der zweiten (hmm, sollte Samstag Nacht nicht eigentlich noch ein bisschen mehr los sein als Freitag Nacht?).

So nach einem Monat könnte man mal eine Zwischenbilanz ziehen. Meine Schätzung wäre dass es sich bei etwa 20-25000 einpendeln wird (und dann würde sich schon die Frage stellen, ob man das mit einem verdichteten Nachtbusnetz nicht auch hingekriegt hätte); aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.

graviton
02.10.2010 18:56

Das wäre in der Tat äußerst interessant zu erfahren.

Intern überlegt man sich wegen der enormen Kosten, die bald von den Wiener Linien selbst getragen werden müssen, eh schon wieder den sanften Ausstieg (z.B. Einschränkung auf Teilbetrieb etc.).

Hosch mi?
05.09.2010 20:32
Wären die Wiener net so Säufer

bräuchts net in jeder UBahn so viel Polizisten.

Alkohol verbieten!

nuts1
06.09.2010 00:40

den arkamsus versteh ich in ihrem posting nicht

deadsoil
05.09.2010 19:50

ganz toll -verlängertes saufen - bis in die frühen morgenstunden. das ganze ist doch nur ein dummer wahlkampfschmäh, den jetzt rot und schwarz für sich beanspruchen.

vheissu
05.09.2010 17:41

24-Stunden-Verkehr mit kessen Politessen! Danke JVP!

damienduff
05.09.2010 17:31
die junge vp ist einfach nur lächerlich.

mimimimi, wir waren aber die ersten, mimimimi...

Hosch mi?
05.09.2010 20:38
Eigentlich war ICH der erste,

der diese Idee hatte. Vor Jahren schon. Noch bevor die JVP darauf gekommen ist. Und mach ich so ein tamtam? Nein!

gspu
05.09.2010 15:14
"In beiden Nächten am stärksten frequentierte Linie war [...] der N43 zwischen Schottentor und Neuwaldegg."

einmal mehr der beweis, dass die U5 einfach superdupertoll wäre!

keine Sorge, ich jammere nicht, aber ein bisschen wehmütig bin ich schon, dass mein lieber Freund der N43 jetzt nicht wenigstens im 15-Minuten-Takt fährt, wenn der linie schon das ubahn-dasein verwehrt bleibt...

graviton
05.09.2010 23:11

Eine U-Bahn wird hier nie kommen, weil kaum mehr Baugrundstücke entlang der Strecke verwertbar sind und auch ansonsten wenig für die diversen Lobbies sowie "Wahlkampfkostenersatz" herausschaut. Außerdem wäre eine Strecke hier wegen technisch-geologischer Probleme noch einmal teurer als die bisherigen Bauten.

Sei froh, dass es den 43er/N43 gibt, sonst gäb's vom Schottentor bis Hernals Schnellbahn noch vielleicht 5 Haltestellen mit langen Fußwegen - so wie sonst halt in Wien.

Ein 15-Minuten-Intervall auf den Nachtbussen geht sich nicht aus, weil die U-Bahn so extrem teuer ist. Man hätte um dasselbe Geld auf sämtlichen Ns 10-Minuten-Intervalle machen können.

Massimo Montanari
07.09.2010 08:01
Marek fordert Sicherheits-Schleusen

auch für die U5. Wenn sie jemals in Betrieb geht.

gspu
06.09.2010 10:23

mag meinen (n)43er eh sehr, beste nicht-u-bahn-linie die's gibt (natürlich aus völlig subjektiver, weil von der linie abhängiger sicht). <3

multi utility worker
05.09.2010 14:05
Wenn ein _das_

durch _welches_ ersetzt werden kann, dann schreibt sichs nur mit einem s.

Peinlich, solche Fehler.

SeitenblickDerVonObenKam
05.09.2010 15:22
...

ja ja. Tie Weld stäht nimmamähr lahnge :o(

meinrad
05.09.2010 13:56
"Es gab keine sicherheitsrelevanten Vorfälle."

das kann ich nicht glauben, so gscheide leute hier haben doch bereits mord und totschlag durch horden von aggressiven betrunkenen prophezeit!

Ihr Beitrag wird in Kürze veröffentlicht
05.09.2010 20:02

mit mareks sicherheitsschleusen wär das nicht passiert!

deadsoil
05.09.2010 19:55

selbstverständlich kann es keine relevanten sicherheitsvorfälle gegeben haben. wie würden mahrer, pürstl, häupl, marek dastehen als glühende befürworter dieser geldverschwendung ?

multivitamin saft
 
05.09.2010 14:17

abwarten

faulentssa
05.09.2010 13:20
kein gratis eintritt im planetarium

freier eintritt war's ja nur bedingt. zum beispiel im planetarium musste man auch mit dem nightride-ticket 1 euro eintritt bezahlen. argumentiert wurde damit, dass das die vergnügungssteuer ist, die das lokal pro gast bezahlen muss. uns kam es eher wie eine deppensteuer für leute wie uns vor.

the JJ
05.09.2010 13:36

1€ Eintritt ist schon ein bisschen lächerlich...entweder ganz oder gar nicht...

Extremsuderer
05.09.2010 13:17

Sollten's nicht nur zwei Polizisten je Garnitur sein? Am Bild zähle ich mindestens drei.

Ihr Beitrag wird in Kürze veröffentlicht
05.09.2010 20:03

ja, genau: polizeistaat!

mawi89
05.09.2010 12:57
100.000

Das sind sehr viele Leute. Wo bleiben jetzt die Taxler, deren Innung? Jetzt könnte wieder das Gewammer losgehen! Wird eh Zeit, daß der Dieselkrach in der Nacht aus der Stadt verschwindet. Entweder schleichen sie dahin und suchen Fahrgäste, oder sie rasen wie verrückt durchs Wohngebiet.

askalex
06.09.2010 21:27
Taxiphobie?

Ist da bereits eine anerkannte Persönlichkeitsstörung?

Def. Izit
05.09.2010 12:53
"Mein" N46 hat mich heimgefahren

Jetzt muß ich von "U3-St. Ottakrügel" noch ein Stückchen gehen. Denke abseits meiner Befindlichkeiten, dass der U-Nachtbetrieb teurer ist, verglichen mit Busbetrieb, aber

ich bin trotzdem dafür, dass technische Möglichkeiten genutzt werden, wenns geht und obwohls was kostet.

Last but not least - des kost wenige ois a anzige keantna Bonk.

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