Neue Maklerverordnung

Mietverträge unter drei Jahren künftig rar

03. September 2010 19:28

Makler: "Vermieter sollen bei kürzeren Laufzeiten Mieter selbst suchen" - Mietervereinigung weiterhin für stärkere Belastung der Vermieter

Wien - Mietverträge unter drei Jahren Laufzeit könnten künftig rar sein: Die seit 1. September gültige Provisionsverordnung für Immobilienmakler sieht zwar bei einer Laufzeit von Mietverträgen bis zu drei Jahren eine Monatsmiete Provision vor. Makler wollen ihr Angebot in Zukunft jedoch auf Mietverträge mit einer Laufzeit über drei Jahren, die nur noch zwei statt drei Monatsmieten Provision bringen, beschränken.

"Nicht mehr interessant"

"Wir werden künftig nur noch Immobilien mit Mietverträgen über drei Jahren Laufzeit anbieten", kündigt Nikolaj Puschek, Inhaber der Wiener Neustädter Firma "Realist Immobilien - Puschek", an. Bei kürzeren Laufzeiten müssten Vermieter nun "selbst Mieter suchen", diese seien für sein Unternehmen "nicht mehr interessant". Das Angebot seines Unternehmens bestehe "zu rund 20 Prozent" aus Mietimmobilien in und um Wien. Ärgerlich findet er, dass der Staat die Makler zwar zum Sparen zwinge, die staatliche Vergebührung der Mietverträge allerdings nicht reduziert wurde. Eine Umwälzung der Provisionen von Mieter auf Vermieter müsse der Staat verordnen, "diese Streiterei" den Maklern zu überlassen, sei untragbar.

Die neue Verordnung koste seinen Betrieb jährlich zwischen 15.000 und 20.000 Euro, "also eine Mitarbeiterin". Beim Personal plant Puschek, dessen Firma vier Beschäftigte hat, jedoch weder Einsparungen noch Kürzungen, denn "warum sollten die jetzt dafür büßen?" Auch Massenbesichtigungen würden bei ihm infolge der Einbußen wegen der Verordnung nicht anstehen, die Qualität der Dienstleistung werde nicht leiden. Print-Annoncen seien für ihn auch ohne die neue Verordnung "kaum noch rentabel", es werde bereits zu 70 Prozent online inseriert. Jedoch verliere man durch die höhere Auskunftspflicht in Anzeigen wichtigen persönlichen Kundenkontakt, bemängelt er.

Mietervereinigung erfreut

Georg Niedermühlbichler, Präsident der Mietervereinigung, sieht in der Regelung für befristete Laufzeiten bis zu drei Jahren"eine Augenauswischerei". Der ursprüngliche Entwurf der Verordnung habe einen Anstieg auf zwei Monatsmieten Provision ab mehr als vier Jahren Laufzeit vorgesehen. Hier hätten sich jedoch die Makler durchgesetzt. Bisher seien dreijährige Laufzeiten am beliebtesten gewesen, darunter sei die Nachfrage gering gewesen.

Die Verordnung sei dennoch "erfreulich", da es praktisch zumindest zu einer Kürzung von drei auf zwei Monatsmieten Provision komme. Die Mietervereinigung sei jedoch nach wie vor für ein Umwälzen der Provision auf die Vermieter, so Niedermühlbichler.

Aus dem Wirtschaftsministerium heißt es dazu, es handle sich "immer noch um einen freien Markt". Makler, die kurzfristige Verträge anbieten, würden auch Wettbewerbsvorteile haben. Die konkrete Ausgestaltung der Verordnung obliege aber den Marktgesetzen.

RfW startet Petition

Fritz Amann, Vorsitzender des Rings freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW), kündigt eine Petition zur Maklerverordnung an. Diese sei "gleichheitswidrig und damit verfassungswidrig", zudem widerspreche sie auch dem Vertrauensschutz. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) werde sich "einige Fragen in einer parlamentarischen Anfrage gefallen lassen müssen", heißt es in einer Aussendung. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 145
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dieDritteGeneration
16.11.2010 19:32

Wozu braucht es überhaupt Makler? Ein Mieter zu finden ist nun wirklich überhaupt kein Problem, außer der Mietpreis ist zu hoch. Ein Inserat reinstellen und ein Termin für eine Massenbesichtigung ausmachen und sich dann einen aussuchen. Gesamter Aufwand: Ein paar Stunden.

montagsnie
19.11.2010 09:56
Makler bringen Vorteile

warum man Makler braucht? weil es Vorteile bringt. (die Makler gibt es seit tausenden Jahren und heute noch weltweit).

es ist in Ö keiner gezwungen Maklerdienste in Anspruch zu nehmen; und soll nun dem Wohnungseigentümer verboten werden, Makler, Rechtsanwälte, Hausverwalter zu beschäftigen (die kosten alle Geld) ??

wenn es nach den marxistischen Funktionären geht (die auch ohne Erfolge volle Gage haben, ja auch besser bezahlt sind als Makler -- ein Unterschied zu Maklern, die nur bei Erfolg kassieren dürfen)

bei fehlerhafter, falscher Mieterberatung verliert der Makler seine Gage, die Falschmelder aus AK und Mietervereinigung kassieren auch volle, wenn ihre Beratungen falsch sind.

Oeki oek
20.11.2010 02:04
Makler bringen vorteile

Gott sei Dank gibt es hier auch vernünftig denkende Menschen. Keiner zwingt einen einen Makler zu nehmen. Aber Österreichische Mentalität hauptsache raunzen. Wird die Wohnung über einen Makler genommen wird über den Makler geschimpft, nehmen sie die Wohnung privat schimpfen sie über den Vermieter oder Verkäufer! Glücklich sind die Leut nie!!!

Dein schönster Traum
17.11.2010 08:37
Naja!

Solange der Vermieter die sogenannten "Leistungen" des Maklers kostenlos in Anspruch nehmen kann (das Geldbörsel des Mieters schert ihn ja nicht), solange ists dem ja egal, was er bekommt.

Alleine deshalb schon soll der Auftraggeber zahlen. Nur so wird es Kostenwahrheit geben.

Und daß das Wohnen teurer wird, das ist Unsinn. Es gibt weiterhin Höchstmieten und die meisten Vermieter werden dann eben auf den ohnehin nutzlosen Mitnascher "Makler" verzichten.

Win - Win für alle ehrlichen Beteiligten.

dieDritteGeneration
17.11.2010 10:35

Ja, klingt vernünftig. Ich würd selber nie eine Maklerwohnung mieten, bislang hats auch immer über privat funktioniert. Dazu noch ohne Kaution und die Vermieterin hat auch die Vertragsgebühren übernommen. Das find ich fair, dafür bin ich auch ein braver Mieter der immer pünktlich zahlt, kein Lärm macht und die Wohnung generell sehr in Ordnung hält.

Oeki oek
11.09.2010 01:15
Maklerprobleme

Wie oft nimmt man einen Makler in Anspruch? Warum wird hier ständig über Makler geschimpft noch dazu von Leuten die keine Ahnung haben. Es zwingt niemand die Dienstleistung eines Maklers in Anspruch zu nehmen. Es gibt andere Plattformen oder Zeitschriften wo man sich den Makler erspart.

Dein schönster Traum
21.10.2010 10:44
Alle 2 Jahre!

Alle 2 Jahre sind also 2 extra Monatsmieten weg, für eine nie verlangte "Leistung" (die der Makler ohnehin für jemand anderen erbringt).

Nein danke!

ARO5
13.10.2010 19:33

Bitte um Auflistung erwähnter Plattformen und Zeitschriften.

Oeki oek
20.11.2010 02:05
Traum

Ziehen Sie alle 2 Jahre um????

Oeki oek
14.10.2010 00:19
Plattformen

Ich habe selbst auch lange im Internet gesucht und gefunden. Die Plattformen werde ich hier sicher net Posten. Machen sie sich die Arbeit selber und sie werden sehen es gibt tolle Wohnungen auch ohne Makler.

Noxventa
12.10.2010 07:27

Ich bin in drei Jahren aus beruflichen Gründen dreimal umgezogen. Und auch wenn ich nur 1x alle 6 Jahre umziehe, 2 Bruttomieten sind für die LEISTUNG zu viel. Denn es gibt defakto für MICH kaum Leistung. Der Vermieter ist der Nutznießer.

Das Problem ist dass die meisten Wohnungen aus bequemlichkeit von Makler vermietet werden, der klägliche Rest ist entweder ein Witz oder schon vergeben.

Warum sollte der Vermieter die Wohnung auch nicht per Makler anbieten? Zahlt eh der Mieter...

immofuchs
08.09.2010 08:43
Als Verkäufer

soll man der Kundschaft nicht sagen, was man in Zukunft nicht mehr macht.
Die Masse der Makler bietet so schwache Performance, dass die Vermieter (nicht nur bis ein Jahres Mieten) alleine besser dran sind. Und die guten haben für Ihre Leistung schon bisher mehr bekommen.

Eckhausbesitzer
07.09.2010 12:09

Leider liegt der Mindeststandard für Makler recht tief. Es gibt gut, die muss man aber erst suchen. Aber die Kritik stimmt schon: warum wird nicht die Mietvertragsvergebührung neu geregelt. Das nämlich Mieter bei Auslaufen und Abschluß eines Folgemietvertrages wieder die volle Gebühr an den Fiskus zahlen müssen (obwohl der hier überhaupt nichts macht) ist schon bedenklich. Bei einer Wohnung mit 500,- EUR Miete immerhin 180 EUR!

Chocoholic
07.09.2010 13:24
Wieso noch einmal abkassieren?

Bei Kauf alle moeglichen Nebensteuern, bei Vermietung noch einmal alle moeglichen Nebensteuern, die Einkommenssteuer auf die Miete, die 10%ige Mehrwertsteuer auf Vermietung, dann sollen doch die Behoerden weniger Steuern und Kleinsteuern einheben.

adjua
06.09.2010 11:34
Wenn die Maklerei nicht rentabel ist

gibt es wieder maklerfreie Wohnungen - sehr gut.

Und die im Maklerbüro eingesparte Arbeitskraft kann ein großer Abgeber dann für die befristeten Wohnungen anstellen ... Wohnungen herzeigen ist nicht so schwer ...

Oeki oek
20.11.2010 02:11
Makeln

Warum zeigen Sie nicht Wohnungen her wenns nicht so schwer ist? Haben Sie einen Ahnung Ahnung von Mietrecht? Bauträgerrecht, usw... Der Makler haftet für allles und muss sich in sämtlichen Bereichen auskennnen. Heute braucht mann fast einen juristische Grundausbildung um im Maklerbereich zu arbeiten.

nasowas2008
12.10.2010 14:52
Keine Ahnung..........

b....d posten, typisch!!!

Chocoholic
06.09.2010 21:18
Viele werden sich fuer das Einkommen von 200 oder 300 Euro pro Monat die Arbeit nicht mehr antun.

Ich meine jetzt Eigentumswohnungsbesitzer...

Chocoholic
07.09.2010 13:26
oh, fuer die sie natuerlich dann auch noch Einkommenssteuer zu zahlen haben.

Kostet oft mehr als die 200 oder 300 Euro, wenn man nebenbei arbeiten geht, was man ja muss, sonst kann man sich das Vermieten mit einzelnen Wohnungen ja ueberhaupt nicht leisten.

natoll
06.09.2010 10:06

das grundproblem ist, das die meisten markler keine ahnung von ihrem job haben. angelernte mit minimum-grundschulung.

und das in der überwiegenden mehrheit. die ganze branche ist an ihrem ruf selbst schuld.

gregor59
06.09.2010 10:50
bevor man über

die Bildung anderer schreibt, bitte auf die eigene Rechtschreibung achten. Sie machen die berufsgruppe schlecht und wissen nicht einmal wie man das Wort Makler schreibt.

Noxventa
12.10.2010 07:30

gregor59... wer im Glashaus sitzt.... und so ;-)

froilein froilein
06.09.2010 10:49
Nein.

Das Grundproblem ist, dass nicht der Auftraggeber den Makler bezahlt, sondern ein Dritter dazu gezwungen! wird. Obwohl dieser Dritter den Makler weder beauftragt, noch ausgesucht hat.
Würde der Auftraggeber ihn bezahlen, dann würde er sich die Frage stellen, für welche Leistung er überhaupt zahlt.
Es ist vollkommen normal, dass man als Auftraggeber die Dienstleistung bezahlt. Wieso soll das in dem Fall anders sein?

Daniela M
11.09.2010 09:35

Ind diesen fall muss ich dir voll kommen recht geben. Ich hatte jetzt oft das verknügen mit Makler und auch schon einiges mit gemacht (gemeint rufen sie mich morgen an da ist das büro wieder offen, über 15 min gewartet bis der makler kommt obwohl er schon im objekt war, kein zurück melden) und da habe ich mir oft gedacht für so ein behandeln soll ICH auch was bezahlen. Ich brauche keinen makler, die wohnung suche ich mir selbst, der vermieter ist zu faul sich um die besichtigungen zu kümmern.

Chocoholic
12.09.2010 16:10
Der Vermieter ist nicht zu faul, sondern einfach damit beschaeftigt, um das notwendige Kleingeld zu verdienen,

damit er sich das Vermieten ueberhaupt leisten kann.

Ist ein Baecker zu FAUL, wenn er eine Werbeagentur beauftragt?

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