RH-Sonderprüfung

Haflingerzucht als Tiroler Sittenbild

05. September 2010 18:40

Rechnungshof kritisiert Geldverschwendung und fordert personelle Änderungen

Innsbruck - Als "Tiroler Sittenbild" sei das Ergebnis der Prüfung des Haflingerzuchtverbandes durch den Landesrechnungshof zu werten, sagt Grünen-Klubobmann Georg Willi: "Haflinger-Zuchtchef Johannes Schweisgut (ehemaliger VP-Nationalrat) konnte es sich mithilfe der VP richten." Im Jahr 2000 bekam der hochverschuldete Verband vom Land einen Zuschuss von knapp 800.000 Euro.

Dazu kommen Sonderförderungen von insgesamt 860.000 Euro. 2008 und 2009 pumpte das Land wieder rund 667.000 Euro in die Zucht des Tiroler Traditionspferdes. Trotzdem konnte der Verband seine Schulden über die Jahre nicht abbauen.

Opposition setzte Sonderprüfung durch

Im Frühsommer hatten die Oppositionsparteien Liste Fritz, Grüne und FP gemeinsam die Sonderprüfung des Haflingerzuchtverbandes durchgesetzt. Im Rechnungshofbericht werden jetzt "personelle Entflechtungen" und "Einsparungen" empfohlen. So vertrete Geschäftsführer Schweisgut einerseits die Interessen der Haflingerzüchter, andererseits als Förderungsempfänger und Angestellter der Landwirtschaftskammer die Interessen seines Arbeitgebers. Er entscheide somit selbst über die Förderung seines Verbandes.

Und die sei eindeutig zu hoch, sagt der Rechnungshof. Er legt auch dar, dass Schweisguts private Firma Imex ohne Kontrolle der Leistung gefördert worden sei. Fritz Dinkhauser von der Liste Fritz will, dass Schweisgut sein Amt bei der Kammer niederlegt. Kammerpräsident Josef Hechenberger (VP) sieht keinen Handlungsbedarf: er will die Haflingerzucht wie bisher fördern. Auch Bauernbundchef Anton Steixner (VP) steht hinter dem Geld für die Pferdezucht. Im Haflingerzuchtverband passiere im Kleinen dasselbe wie in der Landwirtschaftskammer im Großen, kritisiert Elisabeth Blanik (SP). (ver, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4./5.9.2010)

Sarah L.
 
04.09.2010 14:20
ach, das sind doch nur die üblichen kleinigkeiten.

RH hin oder her, in tirol kann sich auch der OGH auf den kopf stellen (agrargemeinschaften). - es wird auch gar kein hehl daraus gemacht. wenn die ÖVP "unser land" sagt, dann ist das wörtlich zu nehmen. posten, subventionen, grund und boden, - es gibt nur eine qualifikation: ÖVP.

Karl Heiden1
04.09.2010 18:23
Und die Top-Quali in der Qualifikation: "Bauernbund"!

?und
04.09.2010 13:30
opposition setzte prüfung durch, super, das war es dann

und die haflinger werden weiterhin für die schwarzen ihre goldäpfel scheißen, wetten.

Karl Heiden1
03.09.2010 22:29
"Tirol ist anders!"

zigan
04.09.2010 17:59

wie sagens in deutsches land
---schluchtensch$%&§$%er

siliconvalley
04.09.2010 03:40

mir sein mir!

Karl Heiden1
04.09.2010 11:54
Das behaupten aber die "anderen Wiener"!

SiSe
04.09.2010 00:38

Tirol is lei oans, a Landl a kloanes....

Karl Heiden1
04.09.2010 11:46

isch a Landl a feins - und des Landl isch meins.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.