Frankreich

"Roma-Familien als Sklaven der Mafia"

03. September 2010 18:46

Französischer Justizstaatssekretär Bockel forderte in Wien EU-Kooperation

Als Justizstaatssekretär von Frankreich ist Jean-Marie Bockel viel in Europa unterwegs, um sich einen Überblick zu verschaffen, wie andere Länder mit Justizproblemen umgehen. Auch in Österreich holt er sich immer wieder Anregungen: Am Freitag ließ sich der Elsässer vom Verein Neustart in Wien über Strafvorbeugung bei Jugendlichen beraten. Bereits vergangenen Jänner hatte sich Bockel über Möglichkeiten des gelockerten Strafvollzugs informiert.

Der frühere Sozialist und Ex-Bürgermeister der Stadt Mulhouse ist im Auftrag von Staatspräsident Nicolas Sarkozy unterwegs, der seinerseits momentan europaweit wegen der rigorosen Ausweisung von illegal aufhältigen Roma-Angehörigen aus Frankreich kritisiert wird.

Bockel zählt sich zum linken Flügel

Bockel, der sich selbst zum linken Flügel der konservativen Regierung von Premierminister François Fillon zählt, hat dazu eine differenzierte Meinung. Es sei generell inakzeptabel, dass die Politik bei gesellschaftlichen Problemen einfach vorgebe, "dass man nichts machen kann". Vor der Räumung von Roma-Lagern habe es viele Versuche gegeben, die teilweise katastrophalen Verhältnisse in den illegalen Unterkünften zu verbessern - auch schon in Mulhouse während seiner Amtszeit als Bürgermeister. "Doch sämtliche Sozialisierungsversuche sind gescheitert, weil sie von den Betroffenen nicht angenommen worden sind", so Bockel. Leider habe man damals auch den Eindruck gehabt, dass einzelne Roma-Familien "Sklaven in den Händen der Mafia" gewesen seien. Man dürfe als Politiker auch vor dieser Realität nicht die Augen verschließen.

Die jüngste Kritik der EU-Kommission an der französischen Roma-Politik bewertet der 60-Jährige auf Nachfrage des Standard als "konstruktiven Dialog". "Es geht um heikle Fragen, die ganz Europa betreffen, und es muss gemeinsame humanitäre Antworten geben", so Bockel. Billige Polemik bringe gar nichts.

Bockel vertrat Frankreich auch bei der Eröffnung der Anti-Korruptions-Akademie in Laxenburg. Unterzeichnet hat die Grande Nation den Gründungsvertrag allerdings noch nicht. (Michael Simoner, DER STANDARD-Printausgabe, 4./5. 9. 2010)

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    21 Postings
    Drago+
    05.09.2010 13:38

    Aha, wenn man in Ghetto-Vorstädten und illegalen Siedlungen für Ruhe und Ordnung sorgen will , muss man die Menschen dort vorher fragen, ob sie es überhaupt wollen? Demnächst muss wohl auch der Polizist einen Verdächtigen oder Kriminellen vorher fragen, ob der mit einer Verhaftung einvestanden ist..

    - "Sie hobn grod da die Traffik überfalln, derf ich Sie verhaften?"
    - "Heast, Kiberer, geh mir net am Sack!"
    - "Tschuldigung, hob ja nur g'frogt..."

    Ich glaube, mich juxt der Deix. Ein bisschen Heuchelei ist in der Aussage schon zu lesen.

    tommy vie
    05.09.2010 10:38
    "Sklaven in den Händen der Mafia"

    interessant und wer ist das konkret? Der Pate aus Palermo, der Balluch oder doch irgend ein Roma Ober Boss?

    Rene Stangeler
    04.09.2010 18:07
    Ja klar, die Opferrolle will bedient sein

    Dass diverse Clan Chefs von Roma selbst ihre Leute ausbeuten (Frauen auf den Strich zwingen, Kinder zu Taschendieben ausbilden usw), darüber darf natürlich nicht gesprochen werden. Dass die Kinder verwahrlosen, frühzeitig selbst Kinder bekommen, nicht in die Schule gechickt werden, Frauen und Kinder oft häuslicher Gewalt ausgesetzt werden, alles Tabuthemen.
    Da zieht man lieber die ominöse Mafia aus dem Hut.

    e.ass
    06.09.2010 10:59
    Mirstetta Toni
    07.09.2010 13:12

    sie wissen: was die krone schreibt darf nicht stimmen!

    salzwasser
    07.09.2010 19:29

    das kommt von der österreichischen und rumänischen polizei, die die aktion koordiniert durchführten

    VI SHU
    05.09.2010 12:47
    woher wollen´s denn das wissen?

    entweder sie sind

    a) "roma clanchef" und haben 1st hand experience,

    oder aber, wahrscheinlicher

    b) ein rechter dampfplauder

    e.ass
    06.09.2010 11:02
    Erwin Wolfram
    04.09.2010 22:44

    nur in der romadiskussion werden die naziattitueden zum thema prostitution wieder hervorgekramt.

    skipper2002
    04.09.2010 19:54
    sie schicken sogar ihre kinder auf dem strich

    hab ich in prag erlebt.

    wero2
    05.09.2010 14:01
    do legst die nieder

    in welch dunklen gassen Ihr Euch bewegts.

    skipper2002
    06.09.2010 10:07
    vor den hotels reden dich die kinder an

    nicht in dunklen gassen.

    JonBut
    05.09.2010 09:52
    sie schicken sogar ihre kinder auf dem strich

    tun sie das, weil sie Roma sind?
    wenn ja, machen das alle "sie" so?
    wenn nein, wer ist dann bitte "sie"?
    interessant wäre, wer "sie" am Strich füttert. sind das auch "sie"s?

    und, wie haben sie glücklicher ihre Eltern ausgesucht?
    vielleicht können sie anderen "sie" ein paar kluge Tips geben, noch bevor andere "sie"s geboren werden.

    sepp schilehrer
    06.09.2010 12:35

    Sparens Ihnen die blöden Anspielungen - es geht nicht um jene Mitglieder des fahrenden Volkes, die in ihren Mercedes, BMW, ... mit französischen Kennzeichen und grossen Wohnwägen durch Europa touren und dann und wann auf Parkplätzen ein paar Tagen campieren.

    Es geht um jene Mitglieder dieser Volksgruppe, die bettelnd durch die Lande ziehen und denen jedes, aber auch wirklich jedes Mittel recht ist. (Babies, vorgetäuschte Verkrüppelungen, ...)

    Die braucht kein Mensch!

    BusStopBoxer
    06.09.2010 17:57

    es geht sowohl um die bmws als auch um die bettler - und um schilehrer, die wegen der aufgerissenen goschen nicht mehr sehen, was vor ihren augen abgeht.

    sepp schilehrer
    15.09.2010 08:31

    Sachlich a was am Kasten oder nur freche Ansagen?

    Net so vü, oder?? Aber macht nix, es gibt sicher auch Sachen, die Sie besser können als andere.

    van.der.stiege
    04.09.2010 19:13
    aso, ja, stimmt.

    solange es auch "diese probleme" gibt darf das "roma problem" natuerlich nicht angesprochen werden!

    Pierre d´Aubusson
    04.09.2010 20:29

    Stangeler oben nennt die Ursachen. Wir können natürlich auch über das von ihnen Angsprochene reden. Aber das ist so, als ob mir ein Geschwür Kopfweh bereitete und sie mir Kopfschmerztabletten zur Bekämpfung des Geschwürs verschrieben. ´s wird ned viel helfen, außer gegen Kopfweh...

    Erwin Wolfram
    04.09.2010 17:03

    als politiker hat man sklaven und anstatt dass man dazu steht findet man irgendeine straftaetergruppe die schuld ist. tatsaechlich kann der staat schon die normalsten anliegen der buerger nicht loesen wenn er nicht durch die moeglichkeit eines budgets fuer x psychologen und sozialarbeiter bestochen wird und daher bezeichnet man solche ineffiziente staaten, die die lebensentwuerfe der buerger als arbeitssklaven definieren zuvordererst als mafia. ich denke daran wie der einzige lagerplatz nahe wien behandelt wurde udn troz dieser massiven uebergriffe lobt sich oesterreich als romafreundlich. wer ist da wohl die mafia?

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