Russischer Markt hat sich erholt

03. September 2010 18:30
  • Artikelbild
    Foto: apa

    2013 wird in Schladming die Alpine Skiweltmeisterschaft ausgetragen, die Region profitiert jetzt schon davon.

Touristiker rechnen mit Zuwachs in der Wintersaison - Region Schladming-Dachstein profitiert bereits jetzt von der Ski-WM 2013

Moskau - Nach einem guten Sommer schauen die österreichischen Touristiker zuversichtlich in die nahende Wintersaison. Positive Signale kommen aus dem russischen Markt, der für den heimischen Tourismus zwar nicht so sehr wegen des Volumens als vielmehr wegen des Umsatzes bedeutend ist. "Der Markt hat sich erholt", sagt Georg Kapus, Leiter der Österreich Werbung in Russland. Für die heurige Wintersaison rechnet Kapus vorsichtig mit einem Zuwachs von rund sieben Prozent.

"Der erste Trend ist gut. Wir erwarten ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr", bestätigt Martin Hinterberger, Produktmanager von Tui Incoming. Seit zwei Wochen trudeln die ersten Buchungen ein. Schwieriger wird die Prognose, weil sich aufgrund der globalen Wirtschaftskrise das Buchungsverhalten nachhaltig verändert hat. "Vor einem Jahr war die Unsicherheit noch so groß, dass die Russen bis zum letzten Moment mit der Buchung gewartet haben", sagt Hinterberger.

Schladming mit WM-Bonus

Unverändert bleiben hingegen die Lieblingsdestinationen der Russen: Ischgl, Sölden, Mayrhofen, Zell am See oder Kitzbühel. Andere Orte würden für den russischen Gast erst interessant werden, nachdem ein russischer VIP seinen Urlaub dort verbracht hat.

Die Region Schladming-Dachstein profitiert immerhin schon vom WM-Bonus. 2013 wird in Schladming die Alpine Skiweltmeisterschaft ausgetragen. "Ab kommenden Winter kann man bereits auf WM-Pisten fahren. Das ist etwas, was den russischen Gast anspricht", sagt Andrea Egger von der Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH.

Noch immer laufen die meisten Buchungen russischer Gäste über Reisebüros. 95 Prozent sind es Egger zufolge etwa in Schladming. Daran wird sich laut ÖW-Russland-Chef Kapus auch so schnell nichts ändern. Nur wenige Russen verfügen über ein Bankkonto oder eine Kreditkarte, wodurch individuelle Online-Buchungen erschwert werden. (ved, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4./5.9.2010)

Bergdolm
06.09.2010 06:25
Markt hat sich erholt, man rechtet mit einem Zuwachs

Bereits von Erholung zu sprechen, von dem, mit dem man rechnet, ist in diesen Tagen nicht unüblich.

Von sehr niedrigem Niveau aus loszulegen, ist sicher nicht unmöglich. Da aber gleich von "Markt" zu sprechen, halte ich für gewagt.

Russische Oligarchen mit ihrer Sippschaft können sich alles leisten, von Lech / A bis Sotschi am Schwarzen Meer.

Viele Russen können davon nur träumen, wie vor 1989 ...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.