Rote Rotation nach Wien-Wahl

03. September 2010 18:33

Gerüchte um SP-Regierungsumbildung im Herbst

Wien - Die Wiener Wahl ist noch nicht geschlagen, schon wuchern Gerüchte um Personalrochaden zwischen roter Bundes- und Wiener Landesregierung. Bundeskanzler Werner Faymann soll dem Vernehmen nach die Ergebnisse in der Steiermark und in Wien abwarten, um zu realisieren, was angeblich schon lange auf seiner Agenda stehe: die Ablöse von Gesundheitsminister Alois Stöger.

Dem etwas sperrigen Oberösterreicher könnte, so spekulieren SP-Insider, eine g'standene Wienerin folgen: Sonja Wehsely, die derzeitige Gesundheitsstadträtin, könnte auf den Ministersessel wechseln. Damit wäre der Weg nach Wien frei für Staatssekretär Andreas Schieder, auf den Bürgermeister Michael Häupl große Stücke halten soll - mögliche Nachfolge inbegriffen. Denn Schieder und Wehsely sind verheiratet, ein Ehepaar in der Regierung würde weder in Wien noch im Bund einen schlanken Fuß machen.

Freilich ist unklar, welche Position Schieder einnehmen sollte: Wiens Finanz- und Wirtschafts-Stadtrat ist mit Renate Brauner fest besetzt. Dass Brauner in den Bund wechseln könnte, gilt als unwahrscheinlich - als Vizebürgermeisterin ist sie allemal mächtiger denn als Gesundheitsministerin, mit Werner Faymann hat sie sich schon in Wien nicht besonders verstanden. Das gilt selbst dann, wenn sie, wie kolportiert wird, keine Chance mehr auf die Häupl-Nachfolge haben sollte.

Freilich hat Brauner bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise in Wien aus SP-Sicht gute Figur gemacht - und es sei keineswegs ausgemachte Sache, dass Wohnbaustadtrat Michael Ludwig bessere Karten hat. Ohnedies rechnet man in Wien nicht mit einem schnellen Abgang Häupls: Sogar bei einem Verlust der Absoluten sei nicht damit zu rechnen, dass Häupl sofort gehe.

Sollte es allerdings wider rotes Erwarten ein Wahldebakel geben, steigen die Chancen von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (59) auf den Posten des (Interims)-Bürgermeisters von Wien. (stui, DER STANDARD, Printausgabe, 4./5.9.2010)

Kommentar posten
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Asparuch Edler von Leschnikoff
 
09.09.2010 10:27
Die Familienpolitik

des europäischen Hochadels (insbesondere der Habsburger) - ein Schaß dagegen!

Sozialistischer Feudalismus. Wenns ned so traurig wär, ma könnt lachen.

skip it
06.09.2010 11:40
welche position fuer schieder?...

...na, buergermeister natuerlich, nach haeupls ruecktritt.

was ist daran kompliziert?

nebenerwerbsposter
06.09.2010 09:44
und das krümelmonster?

immer auf die minderheiten vergessen beim kaffeesudlesen...

habt ihr solche artikel nötig? das ist normalerweise das metier vom gnam!

Peter Hammer 06
06.09.2010 07:39
Die "Glaskugelvermutungen" des STANDARD ...

..erinnern mich an die frühen 2000er Jahre.
Da war Gerhard Zeiler ein"potenzieller Nachfolger" von Alfred Gusenbauer.

Victor Klemperer
05.09.2010 10:40
SPÖlogie

Ein sensationelles Glaskugellesen der Standardredaktion. Wehsely wird Gesundheitsministerin, Brauner Sozialministerin, Hundstorfer wird Wiener Bürgermeister, Häupl wird Obersenatsrat in Wien und Feymann kandidiert für den AK-Präsidenten.

Insulaner1
04.09.2010 22:22
Vielleicht

ist ja wirklich was dran an dem Gerücht, dass der Nachfolger von Michael Häupl als Wiener Bürgermeister Werner Faymann heissen soll.

Wobei so abwegig und unmöglich find ich das ganze mittlerweile gar nicht mehr.

skipper2002
04.09.2010 21:07
sicher ist

häupl tritt wegen krankheit zurück.

nebenerwerbsposter
06.09.2010 09:43

weil sie krank sind, oder wie?

Peter Hammer 06
06.09.2010 07:41
Sicher ist....

...hier kann jeder unbewiesenen Unsinn schreiben.
Ihre Zeilen sind der beste Beweis dafür.

Karl Reinhard
 
05.09.2010 14:04
sicher ist ...

Gibt es dafür bitte irgendeinen Beleg?

Asparuch Edler von Leschnikoff
 
09.09.2010 10:28

SchaunS dem Alkofix mal tief ins Auge, ins gerötete.

Thomas Felder1
04.09.2010 19:33
steigen die Chancen von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (59) auf den Posten des (Interims)-Bürgermeisters von Wien

da wäre er sehr blöd. es wäre wohl ein politischer abstieg

rulez
04.09.2010 19:00
Die "Verostung" der Republik!

Man mag vom Gesundheitsminister Stöger halten was man will, aber mit einer Ablöse durch Wehsely würde die Verostung der Republik Österreich noch mehr voranschreiten.
Fast die gesamte Bundesregierung kommt aus W,NÖ oder dem Bgld.
Österreich besteht nicht nur aus dem Wasserkopf Wien!

linkslinker gutmensch
05.09.2010 08:53

nur nach einer gehrer oder einem platter bin ich mir nicht so sicher ob das jetzt ein nachteil sein soll.

Thomas Felder1
04.09.2010 19:34

aber wegen den 25 leuten jenseits vom arlberg nehmen wir trotzdem keinen in die regierung

Paul Kat
04.09.2010 22:38
Gehrer und Gorbach haben gereicht!

Archi
15.09.2010 15:30
Gorbach

lassts mir ja den hubsi in ruh!! der hatte wenigstens einen gewissen fun-factor... wenn ich nur an seine hilf- und erfolgslosen versuche zurückdenke, sich in einigermaßen verständlichem deutsch zu artikulieren... :-)

rulez
04.09.2010 19:47
Es gibt

aber auch noch andere Bundesländer westlich und südlich von Wien, nicht nur Vorarlberg auf welches Sie wohl blöd anspielen.

Tino1967
 
05.09.2010 17:04
Also das südlichste Bundesland

hat sich in letzter Zeit auch nicht wirklich durch den Sitz der Weisheit empfohlen!

Nathaniel Winerib
04.09.2010 16:44

Warum ist die Brauner in Ungnade gefallen?

BarbaBianco
 
04.09.2010 16:19
Gpassig

Kaffeesud-Verfahren werden wieder aktuell ...

nina hagen von tronje
04.09.2010 15:50
weshalb ist frau Brauner in ungnade gefallen?

wurde doch vorher schon als nachfolgerin so hochgelobt, oder?

Häupl, glaub ich, strebt den titel des "längst dienenden bgm" an - also rekord plus 1 tag.

Aktive Arbeitslose
04.09.2010 14:02
Wahldebakel so oder so

Bei der vergangen Wahl ist der Anteil der NichtwählerInnen auf 40% geschnellt. Eigentlich ein ziemlicher Misserfolg für Häupl, der daher mit nur 30% der Wahlberechtigten im Rücken über 100% der Macht und des Geldes der SteuerzahlerInnen verfügt. Eine seltsame Art von Demokratie ist das ...

cgau
05.09.2010 21:50

das geseire von den, meist, nichtwählerInnen ist einfach lächerlich. wenn man sogar zu desinteressiert ist alle paar jahre wählen zu gehen, sollte man, wenns um politik geht, einfach seine klappe halten.

ein "kleineres übel" gibts immer. wenn man nicht wählen geht, wird,defacto, die stimme proportional auf die anderen parteien aufgeteilt, obs einem paßt oder nicht.

Aktive Arbeitslose
08.09.2010 12:55
Paradox

Es ist das Recht jeden Menschen auch das kleinere Übel abzulehnen. Warum soll jemand etwas wählen, dem er/sie nicht zustimmt?

Aber vielleicht müssen die Unzufriedenden mal ein paar hundert Autos anzünden, damit das Geseiere über "das Geseiere" aufhört? Wie Berlin und Paris zeigen, nutzt aber auch das nix.

Unsere sogenannte "Demokratie" schützt auch nicht dafür, dass Schritt für Schritt die Menschenrechte eingeschränkt werden ...

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