Gruft unter dem Königspalast noch nicht erschöpft

05. September 2010 16:57
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Foto: Foto: marc steinmetz

Tübingen - Quatna, im Westen des heutigen Syrien gelegen, war in der Mittleren und Späten Bronzezeit eines der bedeutendsten Stadtkönigtümer der Region. In seiner Blütezeit zwischen 1800 und 1600 vor unserer Zeitrechnung  gehörte es zu den mächtigsten Staaten des Orients. Das Königtum existierte kontinuierlich bis zu seiner Zerstörung um 1340 vor unserer Zeitrechnung durch die Hethiter. 

Seit 1999 führt ein Team der Universität Tübingen zusammen mit syrischen Kollegen archäologische Ausgrabungen in Qatna durch. Eine während der Ausgrabungskampagne des Vorjahres entdeckte Gruft unter dem Königspalast, in der bereits im Vorjahr zahlreiche Objekte entdeckt wurden, zeigte bei ihrer fortgeführten Freilegung in diesem Jahr, dass sie noch reichlich mehr zu bieten hat. Schmuckstücke aus Gold und Edelsteinen, Alabastergefäße, Elfenbeinarbeiten, kleine Figurinen, Einlegeplättchen und Keramiken lagen zwischen den menschlichen Überresten. Seit dem Beginn der Grabungskampagne Mitte Juli wurden 379 Fundstücke in der Gruft registriert.

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13 Postings
Freie Welt
07.09.2010 21:01
"vor unserer Zeitrechnung"

Dieser eigentlich gemeinsam mit der DDR zu Grabe getragene und jetzt aus falsch verstandener political correctness wieder auferstandene Zeitbegriff löst in mir leises Gruseln aus.
Schon klar, dass das alte "v.Chr." historisch nicht korrekt ist - politisch korrekt ist es aber mit Sicherheit.

Hingegen frage ich mich sofort: Wer ist "wir", wenn da "unsere Zeitrechnung" steht? Tatsächlich ist dieser Begriff wesentlich ausgrenzender und daher politisch unkorrekter als "v.Chr.".

Und wer sich schon unbedingt mit allem Krampf von der kath. Kirche abgrenzen will, kann sich eine Menge Schreibarbeit sparen, in dem man zB einfach "-1500" schreibt. Die Astronomen machen das jedenfalls schon lange so und fahren sehr gut damit.

AlterEgo
 
10.09.2010 15:22

also ich find' den Begriff gut! Lässt sich auch gut mit v.u.Z. abkürgen. Schon öfter gesehen. Reine Gewohnheitssache.

Gerade im wissenschaftlichen Bereich ist die Bezeichnung "vor Christi Geburt" - denn das ist ja genau damit gemient - irgendwie eigenartig, oder nicht?

Mit einem Minus vor der Jahreszahl ist es auch nicht ohne weiteres getan, denn das könnte ja "vor heute" bedeuten.

Aber interessant, dass der Begriff aus der DDR stammt, wusste ich nicht.

Nick Tameer
10.09.2010 20:04

VUZ (gespr. "Wutz")? Tut mir leid, ich finde es affig. Geben wir doch dem alten Christus die Ehre, warum soll man ihn maskieren, was soll's?

AlterEgo
 
11.09.2010 10:07

Naja, "Wutz" klingt immer noch besser als "Vchr". ;-) Außerdem: warum maskieren?

star observer
08.09.2010 10:54
zb

im islamischen kalender schreiben "wir" das jahr 1388.
im jüdischen beginnt morgen das jahr 5771.

rumpelstelzchen
06.09.2010 13:09

und was wird man in 2000 Jahren von uns finden? ...ein paar chips, denn kultur ist tot...

HelmHer
06.09.2010 17:47
Finden

wird man vielleicht die Flaktürme

das kleine Maßnahmenpaket
06.09.2010 10:56
ist es schlau, bekannt zu geben:

Gruft "noch nicht erschöpft" ?
Die Region ist ja auch bekannt für ihr blühendes Grabräubertum

MissCrown
06.09.2010 17:21

keine angst. das gebiet von qatna ist ein gut bewachter spielplatz für archäologen.

Ravi Ravendro
05.09.2010 22:05

Lapislazuli, wo abgebaut?

Wurzelloser Kosmopolit
05.09.2010 23:04

Afghanistan.
In der Antike praktisch die einzige Lagerstätte.
Er kommt auch heute noch überwiegend von dort.
Die syrischen Handelsstädte waren stark nach Osten orientiert.

Ravi Ravendro
07.09.2010 21:07
Ziemlich

weit, nicht?

wero2
05.09.2010 23:03

wahrscheindlich aus afghanistan.

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