Anti-Minarett-Spiel der FPÖ vom Netz

03. September 2010 17:06

FPÖ: "Spiel durch Justiz verboten" - FPÖ will berufen

Wien - Das umstrittene Anti-Minarett-Spiel der steirischen FPÖ ist seit Freitagnachmittag vom Netz. Auf der Homepage der steirischen Freiheitlichen heißt es an der Stelle, wo bisher das Spiel positioniert war: "Liebe Besucher, aufgrund der politischen Einflussnahme unserer Gegner wurde dieses Spiel durch die Justiz verboten."

Die Staatsanwaltschaft Graz hatte bereits gestern angekündigt, nach dem Mediengesetz eine Deaktivierung des Spiels auf der Homepage der FPÖ-Steiermark erreichen zu wollen. Weiters wurde beantragt, die parlamentarische Immunität des steirischen FPÖ-Chefs Gerhard Kurzmann für Ermittlungen wegen Verhetzung - nach einer Anzeige der Grünen - aufzuheben.

Das Anti-Minarett-Spiel mit dem Titel "Moschee-Baba" hatte zum Inhalt, Moscheen und Minarette sowie Muezzine per Mausklick "zu stoppen" und dafür Punkte zu sammeln.

Kurzmann will Rechtsmittel einlegen

FPÖ-Landeschef und Spitzenkandidat Gerhard Kurzmann bestätigte den Erhalt des Beschlusses am Freitagnachmittag: "Unser Rechtsvertreter hat uns geraten, das Spiel vom Netz zu nehmen und eine Erklärung zu veröffentlichen". Man werde volle Rechtsmittel einlegen, zumal man nicht mit dieser Entscheidung der Justiz übereinstimme. 214.00 Zugriffe bis zuletzt zeigten, dass das Thema interessiere. Das Hauptziel des Spiels, eine Diskussion zu initiieren und der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, per Abstimmung Einfluss zu nehmen, sei jedenfalls erreicht worden, so Kurzmann. (APA)

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Phillip Fumolo
07.09.2010 19:01
Eine Frechheit

Sich mit solchen Spielen Stimmen zu fangen ist einfach eine Frechheit! Andere machen es dann doch mit geistreichen Ideen die auch wirklich sinnvoll sind! Entertainment JA - Infotainment JA - Verhetzung nein! die PANTHER-CHALLENGE macht Spass und hat wenigstens was sinnvolles dabei!

Das dieses Moschee-Spiel nach 2 Tagen OFFLINE war ist richtig so!

ElisaZin
 
05.09.2010 12:58

Religionen abschaffen wuerde die Sache nur verschlimmern: Was verboten ist, ruft Widerstand hervor. Und der Mensch braucht Religion, es gibt Sicherheit (auch wenn nur eine illusionaere). Aber was die katholische Kirche betrifft, die ist dabei sich selbst den Strick um den Hals zu legen: Nicht-Reaktion auf bis Verleugnung von sexuellen Missbrauch von Kindern; beharren auf Orthodoxitaeten, wie Zoelibat und keine Priesterinnen. Da brauchen wir nur abwarten und zuschauen, das erledigt sich von selbst.

Fremdschaemen ist ein gutes Wort! Ich arbeite im Ausland in einem internationalen Umfeld, und es ist manchmal wirklich schwer, wenn frau ihre Heimat staendig verteidigen muss!

Balu.der.Bär
05.09.2010 10:30
Berufung? - Mei liab... Wie ein kleines, trotziges Kind, der Herr Kurzmann.

Hetzen, was das Zeug hält, und dann, wenn man ihnen auf die Finger klopft, die beleidigte Leberwurst spielen - das könnens, die FPÖler.

Meiner Meinung nach gehören solche Leute wie der Herr K., die öffentlich eine derart schwachsinnige, überzogene und paranoide Propaganda - auch wenn sie scheinbar "harmlos" in ein "Spiel" verpackt sind - verbreiten, a) verurteilt und b) die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher in Erwägung gezogen.
Da gibts keine Unschuldsvermutung mehr!

marty fink
05.09.2010 09:53
Hauptsache bei der nächsten Fatwa die Go.... halten!

ChrC1
 
04.09.2010 23:25
liebe fpö, nicht

traurig sein. lieber schnell ein neues spiel programmieren lassen, das auch noch besser zu euch und euren politischen zielen passt: buwog 2.0 - eine wirtschaftssimulation der schwarz-blauen art: welches buberl schafft es am schnellsten das meiste öffentliche eigentum in die eigene tasche zu privatisieren?

mitch2
04.09.2010 16:11

so viel zur "freiheit"! ich habe in all den jahren internet schon auf fast alles geschossen und nachher trotzdem keinen umgebracht, nicht mal ein huhn. auch das antihaiderspiel wurde nicht verboten.

Strom
04.09.2010 15:45
Von: http://www.gruene.at/skandale/... sen/64719/

"Die Verhetzungs-Anzeige des Grünen Landtagsspitzenkandidaten Werner Kogler gegen die steirische FPÖ hat nun zu einem raschen ersten und wichtigen Erfolg geführt: Die Justiz veranlasste, dass das „Menschenballer-Spiel“ von der FPÖ vom Netz genommen werden musste: „Es freut mich, dass hier so zügig gearbeitet wird“, lobt Kogler diesen Schritt der Staatsanwaltschaft.

Umso mehr freilich sind jetzt klare Worte von Voves und Schützenhöfer gefordert, so Kogler: „Bis heute haben die beiden sich mit keiner Silbe zu diesem Verhetzungs-,Spiel‘ zu Wort gemeldet: Ich erwarte mir, dass sie wenigstens jetzt – nach dem Eingreifen der Justiz - Klartext reden und eine Koalition oder ein Arbeitsübereinkommen mit den rechten Hetzern ausschließen!“

Bravo!!!

Thomas Felder1
04.09.2010 19:37

also ist es, wenn einer einen Mord begeht und er wird angezeigt, auch eine verhetzungskampagne des anzeigers ?

verbrechen bleibt verbrechen,
liebe FPÖ

Lady__Gaga
04.09.2010 17:02

Na, da hat wohl wieder einer einmal gar zu tief ins Bierglasl geschaut.

derM4nu
04.09.2010 13:52

Was will das rechte Rucksack schon wieder berufen
Weg mit ihnen!!!!

cgau
04.09.2010 13:03
ich entschuldige mich hiermit hochoffiziell!

ich muss mich jetzt einmal wirklich bei meiner familie und bei meinen freundInnen entschuldigen!
bei jeder wahl, wenn die blauorangen wieder einen an dümmlichkeit und niedertracht nicht zu überbietenden (glaubte ich halt) wahlkampf führten, beruhigte ich die meinen: "das hat auch was guten! wir haben die talsole erreicht , weil:dümmer gehts nicht mehr!".

ich entschuldige mich hiermit bei den "meinen": ihr habts recht ghabt. die schaffen es wirklich (siehe minarett"spiel") von mal zu mal, werte auf der deppenskala zu erreichen, die ich für unmöglich gehalten habe!
ich bekenne, ich hab mich getäuscht!

Dreistein
 
04.09.2010 12:59
Kalkuliertes Risiko

Die FPÖ wollte mit dieser Aktion provozieren. Aber weniger hier in Österreich, sondern in der islamischen Welt. Der Hintergedanke dabei ist der, dass radikale Moslems zum Boykott gegen Österreich aufrufen würden, der Mob auf die Straßen rennen würde um österr. Fahnen zu verbrenen und den Tod von Österreichern fordern würden.

Was denken Sie, wie sich dann die österr. Proleten dann um die FPÖ scharen würden. Der Ruf Österreichs oder ein paar tatsächliche Opfer wurden einkalkuliert.

Andreas Prucha
04.09.2010 23:19

Ich glaube kaum, dass die FPÖler *so* weit denken können.

Thomas Felder1
04.09.2010 19:38

was sie erreicht haben :

eine beschädigung des ansehens österreichs in der welt, das ist wirtschaftsschädigend

CC79
04.09.2010 12:08
Noch ein Gedanke

Mit diesem Spiel ist der Ruf Österreichs (und auch der österreichischem Spieleindustrie - anstatt mit in Österreich produzierten durchaus guten Spieletiteln ist man mit sowas in der internationalen Spielepresse) ja geschädigt worden, somit meine Heimat beschmutzt worden - von der FPÖ, der selbsternannten "Heimatpartei".

Die FPÖ liefert öfters Dinge für die man sich schämen muß.

Nun der Gedanke: ist, so gesehen, nicht die FPÖ die wahre Nestbeschmutzerpartei?

VI SHU
05.09.2010 12:37
"internationale Spielepresse"

i loled

du glaubst do ned wirklich, dass irgend ein 0815 4711 flash dreck auf irgend einer unbedeutenden hp der so wirkt als wäre er von einem 11jährigen umgesetzt worden aber auch nur irgendwas mit "internationalen games" zu tun hat... ?

CC79
05.09.2010 14:25
Erstens ist

Kotaku definitiv "internationale Spielepresse". Ich nehm an du kennst das Gawker-Network nicht?

Zeigt jedenfalls dass du weniger Ahnung von "Internationaler Spielebranche" hast als ich.

Ich bin seit 4 Jahren "echter" Spieleentwickler und habe bereits an Titeln für Wii, DS, PS2, PS3, und Xbox360 mitgewirkt. Bei zwei Projekten war ich auch Lead Programmer (wovon eines primär für den Vertrieb in den USA durch Activision entwickelt wurde).

Ich würde mal sagen ich hab mehr Ahnung davon was "internationale Spieleindustrie" ist als du. Und glaub mir, auf internationalen Entwicklerkonferenzen wird man auf sowas wie dieses Flashgame durchaus angesprochen.

VI SHU
10.09.2010 01:51

made my day^^

CC79
04.09.2010 11:59
F steht für Fremdschämen

Die internationale Spielepresse, unter anderem das recht bekannte Newsblog Kotaku (http://kotaku.com/5628025/a... s-outrage) hat darüber bereits berichtet.

Anstatt dass über die kleine, aber durchaus existente und potente Spieleindustrie Österreichs berichtet wird, zerstört hier die FPÖ gleich mal den Ruf dieser. Ich seh schon ich wie auf internationalen Symposien und Spieleentwicklerkonferenzen darauf angesprochen werde und dann Erklärungsbedarf habe.

Die FPÖ kann keine Heimatpartei sein, wenn sie dauernd Sachen liefert, für die man sich schämen muß. Wie wär's mal wenn die FPÖ mal etwas tun würde, auf das man wirklich stolz sein könnte?

Amalrich
 
04.09.2010 20:50

Was erzählt man denen denn?
Ich würde vorschlagen, dass gleiche was man ihnen erzählen würde, wenn in einem Spiel massenweise Deutsche und Russen abgeballert (und zwar richtig grauslich) werden!

CC79
04.09.2010 22:43
Wen meinst du mit "denen"?

Hinter Spielen wie Modern Warfare 2 - die ebenfalls sagen wir mal moralisch fragwürdige Stellen haben - stehen allerdings keine politischen Parteien.

Und darum geht's ja - kann sich eine Partei die im österreichischen Parlament vertreten ist, auf so ein Niveau begeben? (mal abgesehen davon sind diese Stellen in professionell produzierten Spielen zumindest dramaturgisch und technisch/computergrafisch interessant - nicht mal das kann man vom Moschee-Baba-Flash-Spiel sagen).

Strom
04.09.2010 16:05
Unsere "Heimatpartei" stellt sich sogar SCHWEIZER HETZER an, haha!

F= Fremdschämen, genau!
Schamlose, Gewissenlose, Psychopathen und Kriminelle schämen sich naturgemäß nie selbst.
Fehlende Einsicht und fehlendes Unrechtsempfinden zeichnet sie aber als solches aus.
Was bleibt einem dann anderes über als sich stellvertretend für Schamlose zu schämen?

Hoffentlich hilft die Justiz künftig mehr mit, sonst kommt man aus dem Fremdschämen gar nicht mehr heraus.
Aber immerhin ein guter, erster Schritt in die richtige Richtung, dass dieses "Spiel" gesperrt wurde.
Leider wie immer nur durch die Initive der Grünen. Wo bleibt die Moral der anderen Parteien?

Ach so, die Moral wurde dort ja auch "neoliberalisiert".

Lopovluk
04.09.2010 11:44
Gleiches Recht für alle!!!

Alle Religionen müssen verboten werden!! Ich habe die ewigen Diskussionen satt.

Und der Mensch wird endlich glücklich.

Andreas Prucha
04.09.2010 23:22

Nein. Dadurch wird der Mensch auch nicht glücklicher.

Religionen sollten aber als das betrachtet werden, was sie sind: Privatsache und persönlicher Glaube.

ente52
 
04.09.2010 15:11
vielleicht net verbieten

vielleicht sollte man es mehr in das Bewusstsein der Menschen rücken, dass Religion Privatsache bleiben muss und dieser unerträgliche weil laute Missionierungswahn endlich aufhören sollte in dieser Welt... ich mag es meine Religion mit gleichgesinnten in aller Ruhe ausüben können und respektiere all diejenigen die Gleiches in ihrem religiösen Bereich tun ...

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