Wien-Wahl

14 Kleingruppierungen wollen die Bezirke erobern

3. September 2010, 16:22

MUT-Partei, Plattform Direkte Demokratie und SLP versuchen sich auch in einigen Wahlkreisen - Spektrum reicht von Christen bis Kommunisten

Wien - Je kleiner, desto mehr: Neben den sechs in allen Wahlkreisen und Bezirken kandidierenden Parteien und dem Liberalen Forum, das dieses Ziel nur knapp verpasst hat, treten auf Ebene der Bezirke weitere 14 Kleingruppierungen an, um die Wiener für sich zu gewinnen. Inklusive der größeren Parteien treten somit 21 Parteien in zumindest einem der 23 Wiener Bezirke an.

Zumindest teilweise auf Landesebene versucht sich die MUT-Partei (Mensch, Umwelt und Tierschutz). Sie kandidiert in den beiden Wahlkreisen Zentrum und Innen-West, welche die Innere Stadt und die Bezirke 4 bis 9 umfassen. Auf Bezirksebene tritt sie in Mariahilf, Neubau und der Josefstadt an.

CPÖ in Landstraße und Liesing

Im Wahlkreis Donaustadt steht die "Plattform Direkte Demokratie" (DEM), die unter anderem die Männerpartei und "Menschen ohne Arbeit in Österreich" (MoAiÖ) unter ihrem Dach vereinigt, auf dem Wahlzettel. Auf Bezirksebene tritt sie in Favoriten, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Brigittenau, Floridsdorf und Donaustadt an.

Im Wahlkreis und im Bezirk Brigittenau wird die SLP (Sozialistische LinksPartei - Liste Rassismus schafft keine Jobs - Geld für Soziales statt für Banken und Konzerne) ihr Glück versuchen. Die noch von der Bundespräsidentenwahl bekannte Christliche Partei Österreichs (CPÖ) war in ihrem Bemühen, in allen Bezirken zu kandidieren, in Landstraße und Liesing erfolgreich.

Die KPÖ-Abspaltung orthodoxer Traditionalisten, die Kommunistische Initiative (KI), will die Leopoldstadt und Ottakring zum Kommunismus bekehren. Die "Aktiven Arbeitslosen" (AKTIV) haben ihre Kandidatur im Bezirk Meidling erreicht.

Grüne Listen in Josefstadt und Mariahilf

Die grüne Gegenliste "Echt Grün - Liste Heribert Rahdjan" will in der Josefstadt nach dem bezirksinternen Streit ihre Altpartei das Fürchten lernen, in Mariahilf die Liste "Echt Grün - Die Mariahilfer Alternative" ein Gleiches erreichen. In Mariahilf tritt überdies eine dritte grüne Liste an, die IGS (Initiative GrünSozial). Weiters versucht sich in der City "WIR - Wir im Ersten", in Meidling "PH - Pro Hetzendorf", in Döbling "AL - Alternative 19" und "WIFF - Wir für Floridsdorf" sowie "IBFS - Initiative BürgerInnen für Stammersdorf" wollen jeweils Floridsdorf erobern.

Die JULIs (Junge Liberale) hatten zwar nach Eigenangabe in einigen Bezirken die Unterstützungserklärungen beisammen, haben von einem Antreten jedoch abgesehen. Auch die Piratenpartei und die "Liste Wien" rund um Spitzenkandidat Günter Rehak waren nicht erfolgreich. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 26
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Tolja Tokarev
00
15.9.2010, 13:09
Bemerkenswerte Ergebnisse einer Recherche

Selten einen dermaßen verwirrenden Artikel wie diesen hier gelesen, nehme an bei der APA wird an den Gehältern ebenso gespart wie in anderen Printmedien, Folge: die Dümmsten eines Maturajahrgangs dürfen ihre Ergüsse ablassen.
Schnell ein paar prägende Formulierungen aus dem Wortschatzkisterl der Kronenzeitung zur Charakterisierung der Kleinparteien verwendet und ab die Post. Die Veröffentlichung eines derartigen journalistischen Flatus hier, wirft berechtigte Zweifel
an der online redaktion auf.

Hans-Georg Peitl
10
11.9.2010, 06:58
Was vetritt die Plattform Direkte Demokratie

Nachdem uns viele Menschen gefragt haben, wie sich die "Plattform Direkte Demokratie" die politische Gestaltung Wiens vorstellt:

In den letzten Jahren wurden etliche Bürgerinitiativen und Volksbefragungen durchgeführt, die von den Altparteien SPÖ, ÖVP, FPÖ, BZOE und GRUENE einfach nie ernst genommen wurden.

Das heisst: Das Rathaus arbeitet an den Menschen vorbei.

Wir wollen, dass der Mensch, so wie in der Schweiz ein wirkliches Mitspracherecht erhält. (so sieht es auch Artikel 1 der Verfassung vor: "Österreich ist eine Demokratische Republik. das Recht geht vom Volke aus")

Bitte helfen Sie uns, damit wir Ihnen Ihr Recht verschaffen können.

Pastor Hans-Georg Peitl
Kandidat der
Plattform Direkte Demokratie

Sebastian Wisiak
26

Die Kommunistische Initiative als KPÖ-Abspaltung orthodoxer Traditionalisten zu bezeichnen, zeugt nicht gerade von objektiver Berichterstattung. Sie ist entstanden, weil die Wiener Parteiführung der KPÖ (und die Bundes-KPÖ) viele Mitglieder ausgeschlossen haben, die ihre Politik nicht mittragen wollten. Darunter fällt auch der Verkauf des Ernst-Kirchweger-Hauses (benannt nach einem antifaschistischen Widerstandskämpfer) an den Rechtsextremen Christian Machowetz, der dadurch eine Million Euro an Spekulationsgewinn lukrieren konnte.
Für aufrechte Kommunisten ist in Wien die KI sicher die beste Wahl.

phorus
60
10.9.2010, 23:52

zum Vokabular: "aufrecht" ist höchstens fpö/nvp-vokabular, wenn die wieder mal ihr deutschgetümel feiern.

Die Spitzenkandidatin der KPÖ Steiermark, Claudia Klimt-Weithaler, hat übrigens mit dem Spitzenkandidaten der KPÖ Wien, Didi Zach, vergangenes Wochenende eine konstruktive und gemeinsame Pressekonferenz abgehalten, die gezeigt hat, wie wichtig Zusammenarbeit für die KommunistInnen österreich weit ist.

Die stalinistischen Antikommunisten von der KI halten hingegen ihre persönlichen Wadelbeißereien bereits für "kommunistische Politik" und machen sich damit fortgesetzt lächerlich.

Thomas Roth
22
15.9.2010, 20:41
die wiener kpö und der aufrechte gang

soso, "aufrecht" ist also fpö/nvp-vokabular. sie gehen woll lieber gebückt bzw. kriechend durch die welt. passt eh zu einem anhänger der wiener kpö.

phorus
00
21.9.2010, 23:41

das einzige aufrechte bei der KI ist deren durchaus authentische huldigung des großen stalin mit z.B. solchen beiträgen: http://www.kominform.at/article.p... 1173908607

Prostetnik Vogon Jeltz
22
"derfalke", bist das du???

willi will regieren
10
11.9.2010, 14:42

Jetzt bezeichnen wir schon alle, die uns nicht passen als verwirrte Kärntner Faschisten. Sehr reif.

Sebastian Wisiak
21

Nach kurzmaligem Googeln des betreffenden Users noch eine zweite Antwort:

Ich bin
1. kein Rechter
2. kein Kärntner
und
3. kein dauerbetrunkener und/oder schwerstgestörter Wahnsinniger

Was soll der Schmarrn überhaupt?

Sebastian Wisiak
10

Lieber Prostetnik Vogon Jeltz!

Ich poste nicht unter Pseudonymen.

Mfg
Sebastian Wisiak

WDPP
00

Der Artikel ist nicht gerade der Wahnsinn, dafür aber wahnsinnig unübersichtlich. Frage deshalb die User des Forums ob ich bezüglich der Kandidatur auf der Landtagswahl richtig liege:

Es treten Landesweit an:
-SPÖ
-ÖVP
-FPÖ
-GRÜNE
-BZÖ
-KPÖ
In 15 Wahlkreisen:
-LiF
In 2 Wahlkreisen:
-MUT
In 1 Wahlkreis:
-SLP

Stimmt das so?

Stirnrunzel .
 
00
...nicht ganz...

in 6 Wahlkreisen:
-DEM (Plattform Direkte Demokratie)

in 2 Wahlkreisen:
-CPÖ (Christliche Partei Österreichs)
-KI (Kommunistische Initiative)

in 1 Wahlkreis:
-Pro Hetzendorf
-AL19
-WIFF
-IBFS
-Aktiv
-Echt Grün 6
-Echt Grün 8

WDPP
00

Was ich mittlerweile weiß haben sie mit DEM recht.

Die CPÖ tritt meineswissens bei den Bezirkswahlen, nicht aber bei den Landtagswahlen an. Das gleiche gilt für die KI.

WDPP
00

So Stimmts:

SPÖ, ÖVP, FPÖ, GRÜNE, BZÖ, KPÖ treten Landesweit an.

LiF in 15 Wahlkreisen

MUT in 2 Wahlkreisen

SLP und DEM in einem Wahlkreis.

Findet man auch in Wikepedia so. Die von ihnen erwähnten Parteien treten nur auf Bezirksebene an. Auch die CPÖ und die KI.

Prostetnik Vogon Jeltz
00
WDPP
00
12.9.2010, 21:11

Danke für den Link

Aktive Arbeitslose
00
Eroberungsverzicht

Der Verein "Aktive Arbeitslose" distanziert sich von der Unterstellung der APA, wir wollten die Bezirke erobern, denn in einer echten Demokratie lässt sich das Volk auch von Parteien - selbst wenn sie demokratisch gewählt wurden - nicht beherrschen.

"Aktive Arbeitslose" wollen in erster Linie ein Sprachrohr für Erwerbsarbeitslose und andere von der vorherrschenden Politik vernachlässigte Menschen sein und einen Beitrag zu echter Demokratie beitragen und wollen daher über niemanden herrschen und auch ncihts erobern. Wir verstehen uns daher als BürgerInnenbewegung und nicht als politische Partei.

http://www.aktive-arbeitslose.at

Hans-Georg Peitl
00
Wenn man sich die Listen der Gemeinde Wien genau anschaut

So ist die "Plattform Direkte Demokratie" die Kleingruppierung, die von den Kleinparteien, also Parteien, die noch niemals im Parlament gesessen sind, am flächendeckensten antreten kann.

Zwar hat es die MUT in zwei Bezirken geschafft, die hundert Unterschriften zu erreichen, so dass sie auf der Gemeindewahlebene in einem Wahlkreis mehr als die "Plattform Direkte Demokratie" antritt (Wohlgemerkt: Eine mehr, denn auch die Plattform Direkte Demokratie tritt auf Gemeinderatsebene an)
hat allerdings nur in 4 Bezirken die notwendigen 50 Unterstützungserklärungen geschafft, während die Plattform Direkte Demokratie in 6 Bezirken, also einem Viertel von Wien mit dabei ist.

Plattform Direkte Demokratie - Die stärkste Kleinpartei

Hans-Georg Peitl

WDPP
00

Die stärkste Kleinpartei ist was die Unterstützungserklärungen betrifft die KPÖ (Landesweit), gefolgt vom LiF.

Stirnrunzel .
 
00
KPÖ/LIF/DEM sind die 3 stärksten Kleinparteien

Stimmt. Die KPÖ und das LIF sind allerdings schon irgendwie etabliert, wenn auch nicht im Rathaus.
Die DEM hat von den Nichtrathausparteien aus dem Stand die drittmeisten Bezirke geschafft. Das ist irgendwie überraschend.

WDPP
00

Finde ich nicht, schließlich besteht sie aus mehreren Kleinparteien.

Stirnrunzel .
 
00

also "wahlwerbende" gruppe halt. die DEM ist eine wahl-plattform.

Hans-Georg Peitl
00
Um der Korrektheit genüge zu tun

Bemüht sich nicht nur die Mut Partei um teilweise Teilnahme an der Gemeinderatswahl, sondern auch wir von der "Plattform Direkte Demokratie" haben die Teilnahme an der Gemeinderatswahl in einem Teilbereich geschafft und treten an.

Es muss zwar sowohl der MUT als uns bewusst sein, dass wir nicht all zu gute Chancen haben, allerdings wäre es freundlich im Sinne des europäischen Gleichheitsgrundsatzes, den sie ja angeblich vertreten, über alle Gruppen objektiv Berichterstattung zu führen. Danke!

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
http://jachwe.wordpress.com

WDPP
00

Das heißt ihr treten auch in einem Wahlkreis an. Danke für die Info, der Artikel ist einfach schlecht.

byron sully
01

"Die JULIs (Junge Liberale) hatten zwar nach Eigenangabe in einigen Bezirken die Unterstützungserklärungen beisammen, haben von einem Antreten jedoch abgesehen"

wirkt auf mich so, als ob sie dem lif nicht schaden wollen. ist für mich die einzige logische erklärung. denn wer verzichtet sonst freiwillig auf ein antreten, wenn er die unterstützungsunterschriften beisammen hat? sollte das das motiv sein, find ich's aber auch nicht schlecht.

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