MUT-Partei, Plattform Direkte Demokratie und SLP versuchen sich auch in einigen Wahlkreisen - Spektrum reicht von Christen bis Kommunisten
Wien - Je kleiner, desto mehr: Neben den sechs in allen Wahlkreisen und Bezirken kandidierenden Parteien und dem Liberalen Forum, das dieses Ziel nur knapp verpasst hat, treten auf Ebene der Bezirke weitere 14 Kleingruppierungen an, um die Wiener für sich zu gewinnen. Inklusive der größeren Parteien treten somit 21 Parteien in zumindest einem der 23 Wiener Bezirke an.
Zumindest teilweise auf Landesebene versucht sich die MUT-Partei (Mensch, Umwelt und Tierschutz). Sie kandidiert in den beiden Wahlkreisen Zentrum und Innen-West, welche die Innere Stadt und die Bezirke 4 bis 9 umfassen. Auf Bezirksebene tritt sie in Mariahilf, Neubau und der Josefstadt an.
CPÖ in Landstraße und Liesing
Im Wahlkreis Donaustadt steht die "Plattform Direkte Demokratie" (DEM), die unter anderem die Männerpartei und "Menschen ohne Arbeit in Österreich" (MoAiÖ) unter ihrem Dach vereinigt, auf dem Wahlzettel. Auf Bezirksebene tritt sie in Favoriten, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Brigittenau, Floridsdorf und Donaustadt an.
Im Wahlkreis und im Bezirk Brigittenau wird die SLP (Sozialistische LinksPartei - Liste Rassismus schafft keine Jobs - Geld für Soziales statt für Banken und Konzerne) ihr Glück versuchen. Die noch von der Bundespräsidentenwahl bekannte Christliche Partei Österreichs (CPÖ) war in ihrem Bemühen, in allen Bezirken zu kandidieren, in Landstraße und Liesing erfolgreich.
Die KPÖ-Abspaltung orthodoxer Traditionalisten, die Kommunistische Initiative (KI), will die Leopoldstadt und Ottakring zum Kommunismus bekehren. Die "Aktiven Arbeitslosen" (AKTIV) haben ihre Kandidatur im Bezirk Meidling erreicht.
Grüne Listen in Josefstadt und Mariahilf
Die grüne Gegenliste "Echt Grün - Liste Heribert Rahdjan" will in der Josefstadt nach dem bezirksinternen Streit ihre Altpartei das Fürchten lernen, in Mariahilf die Liste "Echt Grün - Die Mariahilfer Alternative" ein Gleiches erreichen. In Mariahilf tritt überdies eine dritte grüne Liste an, die IGS (Initiative GrünSozial). Weiters versucht sich in der City "WIR - Wir im Ersten", in Meidling "PH - Pro Hetzendorf", in Döbling "AL - Alternative 19" und "WIFF - Wir für Floridsdorf" sowie "IBFS - Initiative BürgerInnen für Stammersdorf" wollen jeweils Floridsdorf erobern.
Die JULIs (Junge Liberale) hatten zwar nach Eigenangabe in einigen Bezirken die Unterstützungserklärungen beisammen, haben von einem Antreten jedoch abgesehen. Auch die Piratenpartei und die "Liste Wien" rund um Spitzenkandidat Günter Rehak waren nicht erfolgreich. (APA)