"Das Haus ist die Visitenkarte"

03. September 2010 17:11
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    Foto: gerald liebminger

    Der "Schwarze Panter" auf dem Sprung in Richtung Innenstadt: Spektakuläres Headquarter der Pachleitner Unternehmensgruppe, entworfen vom Grazer Büro GS architects.

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    Foto: uniopt

    Michael Pachleitner (50) studierte Rechtswissenschaften und übernahm 1984 den elterlichen Betrieb. Die Pachleitner Unternehmensgruppe ist in den Bereichen Brillenglasproduktion, Design sowie Produktion und Vertrieb von Schmuck und Immobilien tätig.

Bürobauten: Eine außergewöhnliche Architektur macht schon mal 50 Prozent der Corporate Identity aus

Das erklärt Michael Pachleitner, Geschäftsführer der Pachleitner Group, im Gespräch mit Wojciech Czaja.

Standard: Die meisten Unternehmen drängt es in die Innenstadt. Sie sind hinausgezogen an die Ausfahrtsstraße. Warum?

Pachleitner: Die Liegenschaft liegt noch zur Hälfte im Bezirk Jakomini. Wenn man auf dem Dach steht, sieht man, dass sich die Stadt noch sehr weit in den Süden erstreckt. Wir haben unterschiedliche Standorte untersucht, auch solche, die noch ein bisschen zentrumsnäher waren. Durch die gute Verkehrsanbindung war für uns jedoch klar, dass wir uns hier an der Liebenauer Tangente ansiedeln wollen.

Standard: Inwiefern profitieren Sie von der Fernwirkung des Gebäudes?

Pachleitner: Der Standort ist natürlich eine gute Visitenkarte nach außen. Selbst vom Auto aus betrachtet macht das Gebäude durch seine extrem harte Fassade einen spektakulären Eindruck. Wir haben die Architektur in erster Linie für unsere Mitarbeiter und Partner entwickelt. Dass sie so gut an diese breite Einfahrtsstraße passt, hat uns dann selbst überrascht. Es ist optimal.

Standard: Extrem harte Fassade, sagen Sie. Wie passt dieses Bild zu Ihrer Unternehmensgruppe?

Pachleitner: Harte Schale, weicher Kern. Wir müssen hart sein im Außenauftritt, aber eine gute wirtschaftliche Beziehung birgt auch viel Wärme.

Standard: Welche wirtschaftlichen Vorteile erwarten Sie sich von der neuen Visitenkarte?

Pachleitner: Ich erwarte mir eine erhöhte Expansion, höhere Geschwindigkeit und mehr Aufmerksamkeit für uns, und zwar sowohl von Menschen, die bei uns arbeiten wollen, als auch von unseren Kunden.

Standard: Wie viel ist davon bereits zu spüren?

Pachleitner: In Prozent kann ich das nicht sagen, aber die Umwegrentabilität funktioniert schneller, als ich das zu glauben wagte. Seitdem wir an diesem Standort sind, hat die Zahl der Blindbewerbungen schlagartig zugenommen. Anderes Beispiel: Mit dem Umzug in dieses Gebäude haben wir einen Neukunden gewonnen, an dem wir schon seit über zwei Jahren interessiert waren.

Standard: Ein Teil des Gebäudes wird vermietet. Zu welchem Preis?

Pachleitner: Circa 30 Prozent der Gesamtnutzfläche werden fremdvermietet. Die Auslastung liegt derzeit bei 75 Prozent. Der Nettomietpreis beträgt 12,50 bis 15,50 Euro pro Quadratmeter.

Standard: Ganz allgemein: Welche Bedeutung messen Sie der Architektur im Vergleich zur gesamten Corporate Identity bei?

Pachleitner: Nach Fertigstellung unseres Projekts wesentlich mehr als zuvor! Ich habe am Anfang gedacht, dass Architektur nicht so wichtig ist. Mittlerweile kann ich sagen, dass eine außergewöhnliche Architektur wahrscheinlich an die 50 Prozent der Corporate Identity ausmacht. (DER STANDARD, Printausgabe, 4./5.9.2010)

 

The very Best of Comical
 
08.09.2010 23:54
Mietpreis

Büros in ähnlicher bis besserer Verkehrslage, sogar in Sichtweite zum bejubelten Objekt, gibt es übrigens bereits ab einem Quadratmeterpreis von 6,-, fertig eingerichtet Kaffeeküche inklusive und teilweise sogar inklusive der Betriebskosten (im Gegensatz zur Jubelbaumiete, die kalt ist).
Nur gut, dass die Gelder der öffentlichen Hand noch immer sprudeln wie bei einem Wunschbrunnen.

The very Best of Comical
 
08.09.2010 23:51
Und das Bild vom Haus ist noch immer eine Fälschung

Seitdem der Herr diesen Standort hat ist er jedenfalls auf die Gebäudeauslastung durch seine Freunde aus der ÖVP angewiesen um aus dem Laden überhaupt Einnahmen zu erzielen.

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