Blechlawine

Kilometerlanger Lastwagen-Stau in China

03. September 2010 14:02

Mehr als 10.000 Wagen involviert

Peking - Tausende von Lastwagen haben in China erneut einen gigantischen Stau von mehr als 100 Kilometern gebildet. Vor einer Woche hatte sich ein ähnlicher, zehntägiger Monster-Stau auf der Autobahn nordwestlich von Peking aufgelöst. Nun geht auf der Strecke seit ein paar Tagen wieder nichts mehr. "Die Autobahn ist erneut verstopft", sagte eine Sprecherin der Autobahnbehörde in der Inneren Mongolei.

Wegen der Blechlawinen erhielt China den wenig schmeichelhaften Titel des "Stau-Weltmeisters". Im Staatsfernsehen wurde die Staulänge auf 120 Kilometer geschätzt. Es war von mehr als 10.000 Lastern die Rede. Rund die Hälfte sollen Kohlelaster sein, da die Innere Mongolei zum größten Kohlelieferanten in China aufgestiegen ist. Zwischen Jining und Huai'an an der Grenze zur Provinz Hebei vor den Toren Pekings sei der Verkehr weitgehend zum Erliegen gekommen, hieß es.

Fahrbahnen gesperrt

"Es gibt zu einem ein großes Verkehrsaufkommen, zum anderen mussten wegen Baustellen mehrmals Fahrbahnen gesperrt werden", erklärte die Sprecherin der Autobahnbehörde den neuen Bandwurm. Wie lange die Brummi-Fahrer wieder auf der Autobahn campieren müssen, war ungewiss. "Es ist schwer zu sagen, wann es wieder reibungslos fließt", sagte die Sprecherin. "Die Situation ändert sich ständig."

Von der Inneren Mongolei wird Kohle in 14 Provinzen geliefert, doch reichen weder die Eisenbahn- noch die Straßenkapazitäten für den Transport. Die Region hat im vergangenen Jahr die Provinz Shanxi als größter Produzent des "schwarzen Goldes" in China abgelöst. Der letzte Super-Stau hatte sich nach zehn Tagen plötzlich wieder aufgelöst, nachdem Fahrbahnen an Baustellen freigegeben worden waren und die Polizei auf ihre routinemäßigen Lastwagen-Kontrollen verzichtet hatte, die den Verkehr immer aufhalten. (APA)

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12 Postings
Stephen Ferrando
05.09.2010 20:25

test

FFluXXuSS
04.09.2010 23:07
In China, diesem Entwicklungsland ist tatsächlich alles größer!

Eben auch der Stau!

Dieser wurde aber nicht durch Industriespionage "abgeschaut", der wurde selbst erfunden!

John Sandwich
04.09.2010 11:20
Willkommen im real exisitierenden freien Warenverkehr.

Liebe Chinesen, habt's glaubt, ihr könnt's jahrelang Wirtschaftswachstumsraten haben, von denen westliche und sonstige Neoliberale feuchte Träume kriegen, ohne euch damit die negativen Kehrseiten miteinzuheimsen?

Stephen Ferrando
04.09.2010 10:58

120 km Stau in China, es heißt die Kinder würden es kaum in die Arbeit schaffen.

der - die - oder das?
03.09.2010 20:58
Lastwagenkontrollen

... und in Österreich baut man immer mehr Kontrollplätze (besonders in Kärnten), um damit den Kriminalitätstourismus zu bekämpfen. Die neueste Idee: ein Kontrollplatz im Lesachtal - oder war's das Gailtal. Jedenfalls bei Hermagor! Dorthin sind die LKW-Fahrer doch ausgewichen,wenn auf der Drautal-Bundesstraße kontrolliert wurde.
Sicherlich werden dort die verschwundenen Gelder des Herrn Ex-Landeshauptmanns Haider oder seines früheren Spezels Grasser gefunden. Grenzüberschreitende Kriminalität eben.

IOVIS
03.09.2010 16:08
Eisenbahn?

Haben die in China schon einmal vom schienengebundenen Verkehr gehört?? Kohle hat verhältnismäßig wenige Ausgangs- und Zielpunkt, es ist wahrlich verrückt, die ganze Last über normale Autobahnen zu führen..

Def. Izit
03.09.2010 16:29
doch reichen weder die Eisenbahn- ...

LESEN !!!

China baut weltweit die meisten neuen Bahnlinien.

So fahren z.B. heute schon Züge nach Lhasa oder Kashgar.

living reef
04.09.2010 09:25
die bahn ins besetzte tibet nach lasah war so notwenig wie ein kropf

x x3
04.09.2010 10:32
Eine Bahn in ein besetztes Land kann

sehr notwendig sein, wenn du das Land auf Dauer besetzt halten willst.

kurt haenel
 
03.09.2010 20:20

anstatt Züge nach Lhase zu schicken, wäre es nicht intelligenter Eisenbahnlinien dort zu bauen, wo man sie braucht ?

Quim Barreiros
04.09.2010 23:30

Das tun die Chinesen bereits, nur hört man hierzulande davon kaum etwas.

beowulf2
 
04.09.2010 16:17

Zitat:
"China baut weltweit die meisten neuen Bahnlinien.

So fahren z.B. heute schon Züge nach Lhasa oder Kashgar."

Lhasa oder Kashgar bedeuten hier "sogar" und nicht "ausschließlich".

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