Im Ribeye des Geschmacks

4. September 2010, 17:00
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    foto: ap/matt slocum

    Seit vergangener Woche hat Pirker ein Ribeye vom langsam gewachsenen, US-Wagyu-Rind auf der Karte, das dem Ideal verdammt nahe kommt.

Die Suche nach gutem Steak gestaltet sich erschöpfend - Zum Glück hat Martin Pirker in New York gearbeitet

Kochen kann man lernen - zum Fleischbrater („rôtisseur") wird man geboren!" Das wusste der Oberphilosoph des guten Essens, Brillat-Savarin.

Die Österreicher aber haben eine so tiefsitzende Scheu vor dem kräftigen Anbraten, dass sie geradezu genetisch bedingt sein muss. Das sachte Köcheln und Dünsten liegt ihrer Natur unendlich mehr - zur Suppe ausgekocht entfaltet sich die Kraft des Ochsens schließlich sanfter. Und fader.

Dementsprechend erschöpfend gestaltet sich die Suche nach gutem Steak: Langsam gewachsenes und gereiftes Fleisch findet sich bei hiesigen Fleischern kaum. In den Restaurants wird es bei kleiner Flamme ganz zart ins Gräuliche hinübergeschmeichelt, statt entschlossen, kurz, dafür heftig gegrillt zu werden.

Zum Glück hat Martin Pirker, Chef im Orlando di Castello, in New York gearbeitet, wo die legendärsten Steaks überhaupt abgefackelt werden. Seit vergangener Woche hat er ein Ribeye vom langsam gewachsenen, US-Wagyu-Rind auf der Karte, das dem Ideal verdammt nahe kommt. Der satte Schmelz des Fleisches löst ein, wonach der Steakfreund gehungert hat.

Selbstgemachte Sauce gibt es dazu - die ist zu gut, um sie zu verschmähen: Sie wird mit den Fritten aufgetunkt. Denn die pure Fleischeslust sollte man nicht übertünchen. (corti, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 03.09.2010)

Orlando di Castello, Freyung 1, 1010 Wien
Tel.: 01/533 76 29
Mo-Sa 7.30-24 Uhr
Wagyu-Ribeye (250 g) € 29,-
www.orlandodicastello.at

Kommentar posten
23 Postings
Der zweite Prinz
 
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19.11.2010, 21:50
Steak

Der Preis ist OK, aber 250g ist kaum der Rede wert.
Kein Wunder, dass man dazu Fritten braucht (grauslich...).

wolfetone
 
01

Das geht in New York höchstens als Pumuckel-Teller durch...

Andreas_G
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Also bei Wagyu Steaks geht das durchaus auch in NYC als "richtige" Portion durch - weil dort nämlich exorbitant teuer. Ein 10 Unzen (also so ca. 30 dag) Wagyu-Ribeye bekommt man kaum unter 100 USD ... die 29 € sind kaum glaublich günstig ... wie weiter unten schon gepostet, bekommt man dafür eigentlich nicht einmal das Fleisch.

Enrico Dal Vero
00
Wer versteht was von Steaks, wenn hier geworben wird mit:

>> Frisches T-Bone-Steak, "kochfertig" mariniert <<!!
Hatten wir hier in Bayern in den letzten 3 Wochen bei Lidl + Penny - Preis um die 13,-- €/kg.
Wenn die Leute das kaufen und kochen/grillen/braten, wundert es nicht, wenn es nicht schmeckt.
Beim Fleischhauer nachgefragt wie alt bei ihm das T-Bone ist - Antwort: also bei mir ist es 3 Wochen abgehangen. Kostet zwar über 25.--/kg, ist aber noch immer nicht so gut, wie in den USA, oder Argentinien. Dort ist es Kult.
Bei uns halt Wiener Schnitzel und Scheinebraten - auch nicht schlecht.

Bodo Ballermann
00
19.10.2010, 08:22

war drei monate in canada auf einer ranch und konnte dort beef geniessen. ich vermute das das beef in Ö deshalb nicht an amerikanische oder südamerikanische herankommt. weil die fleischwirtschaft im grunde ein nebenprodukt der milchwirtschaft ist. dort gab es die herford und black angusrinder und die sind wiederum nicht für die milchwirtschaft geeignet. andererseits ist dieses fleisch nicht für tafelspitz geeignet was mich persönlich wenig störte.

BB

caranx
00
möglicherweise ok.

Du musst das noch ohne Marinade (vergessen) 1 Wo liegen lassen, dann dürfte es einigermassen gehn.
Üblicherweise schneiden sie aber zu dünn.

jumpingjack flash
00

gekostet? wie schaute es aus - die qualität kann durchaus in ordnung sein - anschauen, drücken, braten - erst dann kann man sagen obs gut ist.

trollvottel
01

Was bitte sind "Fritten"?

Mirstetta Toni
08

frei hängende titten

jumpingjack flash
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ich glaub das ist was unanständiges!

profiler
01

in heißem fett herausgebackene kartoffelstäbchen :-)

Mycroft Holmes
11
Ich hoff die Pommes sind auch "original" aus NYC?

US-Wagyu - Mit Genmais kampfgefütterte Klonkühe, deren Fleisch extra über den Atlantik eingeflogen wird?? Ma, super Idee, echt.
Man könnt sich auch einfach einen gscheitn Fleischhauer suchen, gibts nämlich durchaus auch in Wien.

Mycroft Holmes
01

Da kamma auch 100 rote stricherl machen, stimmt trotzdem. Weil Genmais-freies US-Biorind ist bei uns nicht erhältlich, außer man schmuggelts selber rüber.

Enrico Dal Vero
01
Ich glaube Sie liegen hier grundlegend falsch.

Wagyu Rind wird auch als KOBE Rind bezeichnet ist eine Schwarzrindrasse und kein "Kampf"-Rind.
Kobe-Rind weist den geringsten Anteil an gesättigten Fettsäuren aller Rinderrassen auf.
Das Fleisch ist/soll ganz gleichmässig mit Fett durchzogen (marmoriert) sein. Das seitliche Fett wird natürlich weggeschnitten.
Kostet in Japan allerdings über € 500,--/kg - ist der Aufpreis für die tägliche Handmassage und das Bier.
Wenn das hier "Kobe"-Qualität ist, dann ist es verdammt billig.

2301
00
"satter schmelz des fleisches"

was soll das bedeuten?

caranx
01
er meinte:

fleischender saft des schmelzes

Veniamin Kostitsin-Teterin II
05
wir wissen schon, dass OdC gleich ums eck vom standard ist

würde man nur bloß den blick auch etwas weiter werfen wollen, so würde man auch andere steaks entdecken - ohne redaktionsrabatt allerdings.

jean-paul rastaman
00

Hmm, 250g Wagyu-Ribeye für 29 Euro? Lieber würde ich mir meine Steaks selber zuhause braten, aber um den Preis bekommt man ja kaum das Fleisch.

profiler
31

wobei man vielleicht erwähnen sollte, dass das ribeye vom wagyu schon ganz schön fettig ist, und man eine relativ robuste bauchspeicheldrüse braucht, um nicht in der nacht, vor lauter sodbrennen, die wand auf und ab zu spazieren.

profiler
02

alle die hier rote stricherl verteilen, haben selber noch keins gegessen. danke für die mitarbeit :-)

halvar van flake
00
vielleicht liegts auch daran, dass die bauchspeicheldrüse...

...nicht für die fettverdauung zuständig ist... ;)

halvar van flake
00
ah - danke. wieder was gelernt.

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