USA

Gravierende Fehlernährung durch gravierende Ereignisse

03. September 2010 15:48

Eltern sparen sich für die Kinder das Essen vom eigenen Mund ab

Washington - Fast 50 Millionen Menschen in den USA haben infolge mangelhafter Ernährung mit körperlichen, psychischen und sozialen Problemen zu kämpfen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die das "Journal of the American Dietetic Association" am Donnerstag veröffentlichte. Demnach hatten zum Untersuchungszeitpunkt im Jahr 2008 rund 15 Prozent der US-Haushalte nicht immer Zugang zu regelmäßigen Mahlzeiten oder mussten öffentliche Ernährungshilfen in Anspruch nehmen.

Geld für Essen fehlt

"Fehlernährung wird oft durch Ereignisse ausgelöst, die das Haushaltsbudget belasten, etwa den Verlust des Arbeitsplatzes oder eine Geburt", heißt es in der Studie. Gut ein Drittel der 49,1 Millionen Betroffenen litt demnach unter gravierenden Problemen wie Essensmangel oder besonders unausgewogener Ernährung. In diesen Haushalten sparten sich die Eltern und insbesondere Mütter das Essen für ihre Kinder häufig vom eigenen Mund ab, wie die Untersuchung zeigte.

Angesichts der Wirtschaftskrise und des erwiesenen Zusammenhangs zwischen Mangelernährung und allgemeinem Lebensstandard könnte die Zahl der US-Bürger, zu wenig oder ungesund essen, weiter steigen. Zu den möglichen Folgen gehören Fettleibigkeit, chronische Krankheiten oder Konzentrationsschwierigkeiten in der Schule. Die für die Studie verantwortlichen Ernährungsforscher forderten daher öffentliche Maßnahmen gegen das aus ihrer Sicht "vermeidbare Ernährungsproblem". (APA)

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21 Postings
So Nina
06.09.2010 12:16
Alle Theorien...

...was man tun könnte und wie man sich ernähren sollte - ganz toll.

Schon einmal nachgedacht, dass viele Menschen aus den ärmeren Bevölkerungsschichten (in den USA und auch bei uns) nicht immer sehr gebildet sind und daher die Informationen über gesunde Ernährung sie meist nicht erreichen???

Außerdem: wer 2 oder mehr "McJobs" hat, hat oft keine Zeit zum Selberkochen oder zum Pflanzenzüchten sondern ernährt sich mit dem, was er an der Arbeitsstätte (McDonald, Burger Kind, KFC oder Ähnliches) verbilligt oder gratis bekommt. DEn Rest der Freizeit sitzen die meisten dann vor dem Fernseher oder (manche) relaxen dann halt mit der Familie...

Ist aber bei uns gar nicht soviel anders, nur haben halt manche noch eine Oma, die für sie kocht.

Nutze den Tag
06.09.2010 07:15
Trau mich fast nicht,

aber riskiere es trotzdem:
Fiona Svarovski hat das vorgeschlagen was viele tun können, auch ich mache das:
Am Fensterbankl Schnittlauch, Chilli, am Balkon Gewürze, Tomaten, Zuchini, Erdbeeren,... statt Belagonien. Alles wunderschön blühende Nutzpflanzen, die zudem köstliche Ernte liefern.
Nicht nur dass das ein bischen gesunde Nahrung ist, man begreift wieder den Umgang mit Nahrung.

Liebe Fau Svarovski,
Sie sollten Chefin der Grünen werden, Sie machen konkret umsetzbare Vorschläge auf Basis gesundem Hausverstandes. Diejenigen welche Ihren Vorschlag zergiftet haben sind eines der Übel unserer Gesellschaft.

Tethys
06.09.2010 10:25

Ich vermisse die Ironietags!

A. Sieberer
06.09.2010 10:16

Ich stimme ihnen zu, dass selbstgezogenen Kräuter und Gemüse, das Verständnis für Ernährung allgemein verändern können.
Vorrausetzung dafür sind jedoch Geld (wer kein Geld für Essen hat, hat selten Balkon und Pelargonien, die er durch Gemüse ersetzen kann, Erde, Dünger und Pflanzen kosten Geld....), Wissen (wann mache ich was...) und persönliche Resourcen (Ausdauer, Konsequenz, Anwesenheit,....).

Zudem, so sehr ich meinen großen Bio-Gemüsegarten liebe, hege und pflege, einen spürbaren Gewinn in Geldwert mache ich bei Einrechnung aller Kosten (Samen und Pflanzen, Gartengeräte, Dünger, ,...) kaum.

Nutze den Tag
06.09.2010 20:26
Bringt schon etwas.

Die Samen stammen alle aus den Ernten der Generation vorher und verwildern mit jeder Generation mehr. Resultat: wenig Volumen aber voller Geschmack. Ich tausche mit Bekannten die Samen hin und wieder. Die Erde ist gekauft, kostet so viel wie einmal Erdbeeren. Bei Chilli, Erdbeeren, Thymian und Schnittlauch bin ich 100% Selbstversorger.
Würde ich mehr Engagement hineinlegen, würde ich das "vertical gardening" nennen.
Aber es geht auch um Spaß an der Freude. Vielleicht tut sich ja hier mal jemand eine Web Platform an und es optimiert sich dieses Handeln. Ziel: eines der 7 Weltwunder, die hängenden Gärten, Variante 21 Jhdt.

yoghurt
07.09.2010 15:42
schas

Fritz Meyer
06.09.2010 03:44
Mark Fiore bringt es auf den Punkt:

http://www.markfiore.com/node/1697

Wer braucht schon Essen, wenn das "Allheilmittel" Steuersenkungen doch viel dringender benötigt wird.

Wirtschaftsmärchenwunderland USA.

linksrechts
05.09.2010 21:10
Ja, ja die Wirtschaftskrise

Wer in den USA kann es sich schon leisten MC Donalds im Einzelnen und eine Ernährungsindustrie (maccaroni cheese) im Ganzen dafür verantwortlich zu machen, dass fast ausschließlich Nahrungsmüll produziert wird
P.S.: in Europa zeigt es uns Holland und Deutschland auch schon vor.

fertigprodukt
03.09.2010 22:35

bitte wie kann man in diesem zusammenhang von fettleibigkeit schreiben?!?!?
diese leute HUNGERN!

Neuer Nick neues Glück
06.09.2010 02:25

In armen Ländern sind die Armen dünn, in reichen Ländern sind sie dick.

§83SPG
05.09.2010 23:42

Mangelernährung hat in einem Industrieland nicht zwangsläufig etwas mit Hunger zu tun.

hot doc
05.09.2010 18:00

nein, es ist tatsächlich paradox: diese menschen sind nicht an kalorien mangelernährt, sondern fehlernährt. eiweissmangel, vitaminmangel, mangel an ungesättigten fettsäuren...
dafür viele transfettsäuren, zucker und hochvermahlene mehle.

Radiolar
06.09.2010 00:15

Gesunde Ernährung ist auch eine Bildungsfrage. Man muss z.B. Kochen können. Das kommt wiederum billiger als Fertigprodukte.

Neuer Nick neues Glück
06.09.2010 02:24

"Das kommt wiederum billiger als Fertigprodukte."

Das stimmt einfach nicht. Der Fertigwürg, sofern nicht Isswasgscheits draufsteht, ist billiger als frisches Essen.

A. Sieberer
06.09.2010 09:57

Das ist völliger Unsinn- natürlich sind Ravioli aus der Dose billiger als Selbstgemachte, wenn man die vitamin- und mineralstofflose Pampe überhaupt als Essen bezeichnen will.
Wenn man sie allerdings durch Nudeln mit selbstgemachter Tomatensauce (Olivenöl, Zwiebel, Tomaten (kleingschnitten), ein wenig Knoblauch, wenig Zucker, Salz Pfeffer, vielleicht Basilikum) ersetzt, kommt es billiger, besser und ist gesünder.

Dr. Seltsam
 
05.09.2010 11:39

Die kaufen sich kein Gemüse und essen den billigsten Trash.

Von den vielen Chemikalien, die da drin sind, wird man dick und krank.

NaOida!
05.09.2010 02:31

Indem du jeden Tag 1bigmac isst - kostet ja nur 1 $

invodaseibua
05.09.2010 10:16

von einem bigmac pro tag wird niemand fettleibig.

diese 300 kcal sind vernachlässigbar.

Neuer Nick neues Glück
06.09.2010 02:26

Ein Big Mac hat knapp über 500 kcal. Das ist bereits 1/4 des Energiebedarfes der meisten Menschen.

h 90
06.09.2010 04:15

cool, dann besser gleich den double whooper mit cola und freedom oel kartoffelpressdingern und man hat genug energie fuer 24 Stunden.

§83SPG
05.09.2010 23:41

Falsch 495 kcal ohne Beilagen = BigMac.
Wird aber in USA wohl mehr kosten als $ 1?
Der Hamburger hätte wirklich nur 255 kcal und der Cheeseburger 300.

http://www.mcdonalds.at/#/produkte/

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