Nicht nur Erdöl ist knapp

5. September 2010, 19:06
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    foto: reuters/enrique marcarian

    Lithium findet man überwiegend in Südamerika.

Auch viele andere Rohstoffe sind endlich

Dass das Erdöl zur Neige geht, wird wohl schon seit Jahrzehnten diskutiert. Dass aber auch viele andere Rohstoffe endlich sind, wird nun erst seit der Debatte um das Elektroauto ein breiteres Thema in der Öffentlichkeit.

Vor allem den Entwicklungen in der Elektronik folgt immer wieder eine explosionsartige Bedarfssteigerung bei Werkstoffen, deren Basiselemente entweder von vornherein rar sind oder sehr ungleichmäßig über die Erdoberfläche verteilt, womit die technische Dimension auch noch eine politische bekommt.

Neben der Elektronik sind beim Elektroauto natürlich die Batterien ein Brennpunkt, aber auch die Motoren selbst. Bei Ersteren geht es um Lithium, ein Metall, ähnlich dem Magnesium, aber noch leichter. Man findet es überwiegend in Südamerika, am meisten davon in Bolivien. Was die weltweiten Vorräte betrifft, gibt es so unterschiedliche Angaben, dass man annehmen kann, dass derzeit kein Mensch weiß, wie groß die Reserven wirklich sind.

Etwas einfacher scheint es bei den Seltenen Erden zu sein, die für die Herstellung von Permanentmagneten in großen Mengen benötigt werden. Elektromotoren mit Permanentmagneten haben einen besseren Wirkungsgrad, daher werden sie für Windkraftanlagen und Fahrzeuge bevorzugt. Allerdings sind diese Magnete auch teuer, und Motoren, die ohne Magnet arbeiten, besitzen ein erhebliches Entwicklungspotenzial.

Auch umwelttechnisch sind die Seltenen Erdmetalle kritisch zu sehen, weil sie zum Teil selbst giftig sind und mit Säuren aus dem Gestein herausgewaschen werden. Die größten Vorkommen liegen in China und der Mongolei, wo der Umweltschutz bei der Gewinnung kaum eine Rolle spielt, zumindest heute noch. (rs/DER STANDARD/Automobil/Printausgabe, 3.9.2010)

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Hubert Damit
00
24.10.2010, 15:20
Was mir noch immer nicht ganz klar ist:

Warum um Himmels willen wird auf das System der Speicherung mittels schwerer und teurer Batterien gesetzt und nicht auf Wasserstoff und die Brennstoffzelle?

Angst vorm Wasserstoff? Mitnichten! Der ist weit harmloser als Benzin und bei der Speicherung als Kraftstoff mittlerweile sicher.

wer wenn nicht er
00
10.12.2010, 11:09
Meines Wissens nach eine Frage des Wirkungsgrades

Außerdem: Auch Brennstoffzellen sind betreffend Rohstoffen aufwändig.

Hinzu kommt dass es kein Wasserstoffpipeline- und Tankstellennetz gibt, Strom hingegen ist überall verfügbar.

Was die Sicherheit betrifft:
Derzeit darf man in Österreich nicht einmal mit einem Erdgasauto in eine Garage fahren. Ich nehme an, dass diese Regel auch für Wasserstoffautos gelten würde. Diese Idiotie sollte bereinigt werden.

Andreeeas
01

Urban Mining ist das Zauberwort. Fachleute, die sich da auskennen, werden wohl in Zukunft reich.

NeunZollNagler
 
10

Ich meine allerdings, dass man für Elektroautos besser Ni-MH Akkus verwenden sollte, da diese eine deutlich längere Lebensdauer aufweisen und einfacher zu produzieren sind

An die Reichweite von Verbrennungsmotoren werden Akkus wohl sowieso nie herankommen. Für 90% der anfallenden Fahrten reichen 150km ohnehin aus

ökokiwi
00

für 90% der Fahrten reichen 50 km aus.

NeunZollNagler
 
00

Die Studie dazu kommt aus den USA, dort sind die Arbeitswege länger.

Sir Robert von Locksley
01
schwerer!

angelvoices
00
back to the roots

die Zeit wird kommen...

natoll
01

lithium gibts genug. aber der phosphor .... und ohne dem kein leben.

Advaita0
00
Ohne Phosphor

kein Leben, wenn man Künstdünger braucht.
Die Antwort sind geteilte Toiletten, wo der Urin extra gefangen wird, denn da geht das meiste Phosphor raus.
In Schweden schon im Einsatz

Detlef di Sauce
00
10.9.2010, 21:36

wie geteilt, einmal für Nr. 1 und einmal für Nr. 2?

Wenn ich mich zu Nr.2 begebe, dann kommt in der Regel automatisch auch Nr.1 heraus, bin ich jetzt ein potenzieller Fortschrittsverlierer?

Heavyweather
00
17.9.2010, 21:01

Trichterhäusel...aber beim Spritzgack muss man vorsichtig sein oder vorher Bedarf nach Gesamtklo anmelden.

hast1
010
ok, das war die einleitung.

wo ist der artikel zu dem thema?

ökokiwi
00
Seltsamer Artikel...

vielleicht wollte der Verfasser etwas posten und hat es aus versehen als Artikel reingestellt... ???

Mal davon abgesehen, inhaltlich SEHR fragwürdig.

Rene Stangeler
00
Einer sagt so, der andere wieder so

Vor ein paar Wochen im Profil eine Grafik über bekannte Ölvorkommen. Demnach wusste man von Ölvorkommen vor 10 Jahren welche für die nächsten 50 Jahre reichen. Nach neuestem Stand (2010) weiss man heutzutage von Ölvorkommen welche für die nächsten 70 Jahre reichen.
Vor allem die georteten Ölsandvorkommen sind enorm, die Gewinnung allerdings teuer.

LCMSMS2
01
An Li wird's nicht scheitern

Siehe Wikipedia "Lithium-Ionen-Akkumulator", Punkt "Ressourcenverbrauch"

gg17
00

Ich bin jetzt kein Experte, aber wenn man überelgt in den nächsten 20 Jahren 20% der KFZs weltweit umzustellen kommen sicher schönen Mengen zusammen.

Heavyweather
00
17.9.2010, 21:02

In Sachen Akkumulatoren ist auch noch nicht das letze Wort gesprochen...Stichwort Supercap oder Oxyzelle.

aber sicher
 
22

viel interessanter scheint mir die tatsache zu sein, dass auch die vorräte an uran rasch einem absehbaren ende zusteuern:
http://www.greenpeace.de/fileadmin... 006_lf.pdf
- ist sehr wahrscheinlich ökopolitisch recht gefärbt, beruht aber immerhin auf wissenschaftlichen fakten.

DAS ist für die eigenartige hype rund um die völlige fehlentwicklung "elektroauto" wirklich wesentlich - oder glauben etwa alle, dass wir mit einem bissl mehr an solarzellen und windkraftwerken alle autos antreiben können...
...vom sonstigen (steigenden) strombedarf einmal völlig abgesehen...

I bis
00
11.9.2010, 00:03

Dieser Greenpeace-Report bietet eine sehr umfangreiche und meines Erachtens recht gute Übersicht über die Uranvorräte. Die Schlussfolgerungen sollte man aber lieber selber ziehen.

Ich verweise insbesondere auf Seite 13, Abschnitt "Uran aus Meerwasser". Wenn man heutige Reaktoren mit Uran zu den hier angegebenen Kosten betreiben würde, käme man auf eine Kostenerhöhung in der Gegend von 2 Cent, real wären es wohl weniger, da das teurere Uran effizienter eingesetzt würde (höhere Abreicherung, höherer Abbrand ...). 2 Cent wären aber durchaus leistbar.
In den Meeren schwimmen nun über 4 Mrd. t Uran, das reicht beim heutigen Verbrauch für 50000 Jahre.

Sollte die Ära der AKWs je zu Ende gehen - am Mangel an Uran wird es nicht liegen.

Heavyweather
01
17.9.2010, 22:15

Noch etwas zur Idee Uran aus Seewasser.
10.000qm/s müsste man Filtern um einen Reaktor betreiben zu können...
http://video.google.com/videoplay... 452768739#

Im Video bei ca. min 16.
Sehr unterhaltsam.

Heavyweather
00
17.9.2010, 21:08

Der Aufwand der Gewinnung wäre enorm bzw. nicht wirtschaftlich. Vor allem nicht wenn man Brüter baut oder, AUfbereitet, CANDU Reaktoren, Thorium als Brennstoff oder irgendwann wirklich GEN4 kommt...

Bis jetzt alles nur Spekulation und nicht finanzierbar.
Den Artikel mag ich ganz gerne. Im ersten Teil gibt es auch eine Übersicht über Uran Vorkommen und Prognosen laut RedBook.
http://europe.theoildrum.com/node/5929

PS: ich halte nix von Atomkraft.

NeunZollNagler
 
11

Allerdings käme als Alternative fürs Uran Thorium in Frage, welches in großer Menge vorhanden ist und wohl Jahrhunderte reichen würde.

ökokiwi
10

Gut bemerkt, Uran ist knapp!
Aber im Bezug auf das E-Auto liegen sie (gottseidank) völlig falsch.
Dank der besseren Effizienz von E-Autos im Bezug auf Verbrenner würde sich sogar ein Umweltvorteil erreichen lassen, wenn wir den Benzin und Diesel von allen Autos verstromen würden und mit E-Autos dieselben Kilometer fahren würden. Natürlich ist eine regenerative Energiegewinnung anzustreben, aber nicht WEGEN E-Autos, sondern in JEDEM FALL!!!

Hefeweizerlbier
00
10.9.2010, 23:27

Es gibt aber auch den umgekehrten Weg:
Kohlenwasserstoffe zu synthetisieren.
Dazu braucht es CO und H. Letzteres gewinnt man aus der Elektrolyse, also mit Strom.

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