Carbofuran-Anschlag auf Kaiseradler

03. September 2010 13:25

Zwei Tiere wurden tot im Weinviertel aufgefunden

Korneuburg - Zwei Kaiseradler sind im Weinviertel Opfer von Giftködern geworden: Ein Landwirt habe die beiden toten Vögel im August auf seinem Acker bei Goldgeben im Bezirk Korneuburg gefunden, berichteten WWF, Birdlife und der Landesjagdverband am Freitag. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Tiere mit dem seit 2008 verbotenen Pestizid Carbofuran vergiftet wurden. "In den Kröpfen der Vögel steckten noch Reste des Giftköders", so der WWF in der Aussendung.

Der Kaiseradler (Aquila heliaca) kann es an Größe fast mit dem Steinadler aufnehmen und ist nicht nur die seltenste heimische Adlerart, sondern ist vor allem in Europa in seinem Bestand gefährdet. Hier kommt er nur noch in einigen verstreuten "Inseln" vor, die wichtigeren Brutgebiete liegen in Zentralasien. In Österreich leben nur sechs Paare, drei davon in Niederösterreich, und einige noch herumstreifende Individuen, die sich hier ansiedeln wollen. Die vergifteten Adler zählten zu Letzteren und waren sechs Jahre alt, wurde erklärt.

Die Jägerschaft verurteilte den Anschlag und betonte, man sei an einer "raschen und vollständigen Aufklärung" interessiert. Seit 2004 engagieren sich die Tierschutzorganisation und der Niederösterreichische Jagdverband gegen das Auslegen von Giftködern gegen Wild- und Haustiere. Dennoch würden Einzelfälle immer wieder "massiv ambitionierte" Artenschutzbemühungen gefährden. So wurden in den vergangenen zwei Jahren insgesamt acht See- und vier Kaiseradler vergiftet. (APA/red)

Werner Holliger
03.09.2010 20:47
Helden

Ja, ja, die wahren Helden sterben nicht aus, die erledigen sogar die kinderfressenden Kaiseradler...

P.S.: Aber warum nur vollbringen sie ihre Heldentaten anonym??

Der Freund Deiner Frau
03.09.2010 16:58
Verdammt!

Besonders bitter, da sich grosse Adler erst ab etwa 5, 6 Lebensjahren fortplanzen.

.... und trotz Allem finde ich den Term "Anschlag" bloed und zu reisserisch. Das Gift hat sehr vermutlich anderen "Schaedlingen" wie Mardern oder Fuechsen gegolten.

Mulla Nasrudin
03.09.2010 18:51

Es macht für die Adler aber keinen Unterschied, ob der Anschlag ihnen gegolten hat, ob sie nur Opfer eines "Kollateralschadens" geworden sind.

Wenn jemand illegal, verbotene Giftköder auslegt, sind harte Worte (und auch Strafen, so man den Täter erwischt) durchaus angebracht und wünschenswert.

Zoitberg
03.09.2010 16:28

Was für Deppen machen sowas

la abejaruca
 
07.09.2010 20:25

wer sowas macht?
ganz klar: wilderer!
doch niemals nie ein jäger, aber wo denn...

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