Reaktion

Glawischnig hat "kein Verständnis" für Schennachs Wechsel

03. September 2010 13:10

Parteichefin: "Nicht in Ordnung"

Wien - Eva Glawischnig, Bundessprecherin der Grünen, hat für den Wechsel des Grünen Bundesrates Stefan Schennach zur Wiener SPÖ "kein Verständnis". Schennachs Schritt sei "nicht in Ordnung" gegenüber der Partei und der Spitzenkandidatin (Maria Vassilakou, Anm.), sagte Glawischnig laut Ö1-"Mittagsjournal". Im Zusammenhang mit den Spaltungen in den Bezirken Mariahilf und Josefstadt sieht die Grünen-Chefin Handlungsbedarf.

"Bemerkenswert" finde sie, dass jemand die Listenerstellung vor sieben Monate zum Anlass nehme, um fünf, sechs Wochen vor der Wahl die Partei zu wechseln. Sie frage sich auch, warum das Mandat nicht zurückgelegt werde, so Glawischnig. Zu den Parteispaltungen in zwei Wiener Bezirken meinte die Grünen-Chefin, die Landesgruppe müsse über die totale Autonomie der Bezirksgruppen bei der Listenerstellung diskutieren. Dass sie selbst zu wenig Führungsstärke gezeigt habe, wies sie zurück. Für die Wahlen in der Steiermark gab sich Glawischnig optimistisch, in Wien sei nun nach diesen "Vorfällen" Mobilisierung angesagt. (APA)

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die Posek weiß es besser ...
03.09.2010 17:12
authentisch

wer ist den noch echt bei den grünen? pilz, kogler, vdb etc. leute, die für ihre überzeugung auch 'laufen', selbst wenn sie manchmal skurril wirken; die glawischnig ist dann echt, wenn sie einen seitenblicke auftritt hat - sonst kommt sie als politkarrieristin rüber, die genauso gut bei der övp hätte landen können, selbst ihr kerngebiet "umwelt" ist angestrebert und blutarm ... mir ist auch vollkommen schleierhaft, dass man den vorsitz einer partei übernehmen kann, wenn man gerade mitten in der familiengründung ist - kann man da nicht einfach ein paar Jahre zuwarten??? aber so: die ratten verlassen ...

eclecticon
04.09.2010 15:15

Tja,
die Evi ist in ihrer eigenen Rhetorik gefangen.

Ja, Familie und Bundesobfrau IST zu viel. Das letzte Mal vor diesen querelen hab ich von ihr in Bezug auf den Life Ball gelesen, davor wochenlang nichts.
WENN die Grünen so offen wären, wie sie immer tun würden sie die Situation evaluieren, und die Evi downgraden.
Können sie aber nicht
weil das wär ja ein Eingeständnis, daß man (als Frau noch mehr) für Kinder Karriereabstriche (oder umgekehrt) machen muß.
Und das geht ja nun wirklich nicht.

Plabutsch
03.09.2010 18:20
mir ist auch vollkommen schleierhaft, dass man den vorsitz einer partei übernehmen kann, wenn man gerade mitten in der familiengründung ist

DAS war ABSOLUT VERANTWORTUNGSLOS : unmittelbar nach dem NR-Wahldebakel sich bereits schwanger sich als Leiterin der Partei wählen zu lassen - um sich dann (in der wichtigsten Phase einer anstehenden Parteireform) in den Mutterschaftsurlaub zu vertschüssen. Da wurde auch der Wahlkongress hinters Licht geführt.

Klarer kann man nicht zeigen, dass man persönlichen Ehrgeiz und Machtstreben weit über das Wohl der Grünen insgesamt stellt.

An der damals versäumten Reform kränkeln die Grünen bis heute - seither geht es nur mehr drunter und drüber !

Melanie Kürbis
03.09.2010 16:49
...es wird eine Partei gesucht,...

...die die Interessen der Arbeitnehmer, insbesonders die der ASVG verarschten, europaweit vertritt...,
..die gegen die ÖVP Klientel entschieden auftritt: und nachdem ihr als Bürgertumsableger das seids, wirds auch nix..)
...die in der Steuerpolitik den Mittelstand vertritt (Jahressechstelhöhe begrenzen wie bei den Sonderausgaben) usw.
Wieso kann das keiner von euch ?
Weiter Vorschlage anfordern bei, siehe oben....

skip it
03.09.2010 15:52
"kein verstaendnis"?...

...ach, ich bitt sie: womit denn auch?

tweedy3
03.09.2010 15:51
Wählt man/frau

a) Personen, die kommen oder gehen; rhetorische Fähigkeiten; Äußerlichkeiten, mediale Wirkungen; gelungene Statements oder Bonmots; parteiinterne Harmonie etc.

oder

b) weltanschauliche Positionen, parteipolitische Programme, langfristige Ziele, Veränderungsprojekte etc.

?

Rächer der Enterbten1
03.09.2010 15:41
..wen interessiert ob klein Eva "Verständnis" aufbringt,..

oder nicht ?
Und schön langsam solte die Damenriege draufkommen,
was der Wähler will oder auch nicht.
Frauen mit diesem Charisma jedenfalls nicht.
So einePersonalpolitik hält auch keine Firma aus...

eclecticon
03.09.2010 15:37

bravo Grüne

jetzt warens auch bei euch immer die anderen
Willkommen im politischen Alltag - Experiment gescheitert, zurück zum Tagesgeschäft
kthxbye

4321
03.09.2010 15:37

ein teilzeitsager (mehr) in verbindung mit fremdschuldzuweisung + ruf nach mobilisierung, wird nicht ausreichen, wenn ein teil der wählerinnen grün seit monaten als bei wichtigen + aufgelegten themen als "abgemeldet" erlebt + den weggang erfahrener politiker als wegfall v kompetenz empfindet. wenn der weggang einer person 3.000 postings in 40h auslöst, muss das mehr ursachen haben. beim döblinger grüppchen mögen die sektkorken knallen, ob des vermeintl basisdemokrat erfolges (nur die bezirksgruppe ca. 40 Ps durften wählen, 1/3dagegen reichte), die erkenntnis dass basisdemokratie quantitativ vlt. taugt, nicht aber qualitativ,+ wähler partei bzw. personen vertrauen schenken, muss sich dort erst n durchsetzen. wie will man so ziele erreichen?

_**_
03.09.2010 15:25
Liebe Frau Glawischnig:

wenn Sie Führungstärke beweisen wollen, nichts leichter als das:

Lassen Sie die Verantwortlichen der Kindergruppe welche für die Spaltung der Josefstädter Grünen verantwortlich sind zur Strafe in der Parteizentrale in die Ecke stehen. Und zwar jeden Tag 4 Stunden. So können diese keinen schaden anrichten. Erfahrene und gute Politker können Ihren Job machen und die Partei der Grünen wird in diesem Bezirk wieder wachsen und prosperieren.

Falls dieses Pilotprojekt erfolgreich ist, übertragen Sie es in Mariahilf und schlussendlich auf ganz Wien und die Bundesländer. Das hilft Sie werden sehen ;-)

Ein 20 Jahre Grün und jetzt "Echt Grün Liste Rahdjian" Wähler

Tom93
03.09.2010 15:13
tante eva ist sauer

das ist voll nicht in ordnung, dass sich der böse schennach nicht still und heimlich hat entsorgen lassen. ur gemein! aber echt! und die medien sind auch ur bös. das regt sie jetzt wirklich auf! alle sind so wäääh, ich mein, da denk' ich mir schon, da frog i mi, was das soll und überhaupt...

überhaupt hat jeder andere verantwortung, nur sie kann nix für irgendwas!

Bodo Steinbrech
 
03.09.2010 22:46
so stimmt das nicht!

Der KHG kann auch nie irgendwas dafür! Immer supersauber nur schlechte Optik wegen der bösen Medien.

der Farbenblinde
03.09.2010 14:54
Ich bin wirklich rot-grün Farbenblind, aber so wies aussieht werd ich diese Farben ohnedies nie wieder sehen und mein Seh-Problem hat sich gelöst.

Wo bleibt der Grüne Aktionismus, wo bleiben DEmos und Besetzungen?

Ihr seid eine Partie von Oaschhockern geworden. Warum staatsmännisch geben, wenn ihr auf nächste Zeit sowieso niergends mitmachen werdet.

Wie heisst so schön, ist der Ruf mal runiert, lebts sichs ganz ungeniert...!

mind map
03.09.2010 14:47

Wir danken für diese erhellende Wortspende. Das ist gelebte Leadership.

Das Drama ist, das die Grünen völlig unwählbar geworden sind, es aber auch keine ansatzweise brauchbare Alternative gibt.

Die Parteienlandschaft in diesem Land ist echt am Ende.

LiberalerQuerdenker
03.09.2010 15:01
eine gute beobachtung

... ich frage mich dabei:

Wie kann es besser gemacht werden? Eine Partei, anders gestalten? (waren die Grünen nicht immer "anders") - Abschaffung des Parteiensystems?

Jeder, der möchte, dass der Ort, an dem er/sie lebt, besser wird bzw besser bleibt, sollte sich darüber Gedanken machen.

Es gibt zuviele, die abends mit dem Satz auf den Lippen "Was soll man denn da machen" ihren Fernseher einschalten und einiges andere abschalten....

Plabutsch
03.09.2010 14:55
Die Parteienlandschaft in diesem Land ist echt am Ende.

Leider.

Und gerade jetzt, wo Österreich die Grünen brauchen würde wie noch nie, werden sie von egomanischen Zicken in den Abgrund gefahren und die ganzen Waschlappen auf den Sitzbänken halten schön brav still und fahren mit.

Tom93
03.09.2010 14:37
glawischnig hat doch eh "führungsstärke" gezeigt!

sie hat das getan, wonach journalisten immer lechzen: sie hat einen mißliebigen kritiker wie voggenhuber gesäubert, und durch eine linientreue, brave, unauffällige, aber dafür gehorsame gefolgsfrau ersetzt. genutzt hat es nix, geschadet sehr wohl.

warum alle medienleute immer glauben, wenn die parteichefin nur auf den tisch haut, wird alles gut, ist mir schleierhaft.

Bobostandard
03.09.2010 14:28

Mit der Glawischnig werden die Grünen eine mächtige Oppositionspartei werden...außerparlamentarisch halt.

Bergdolm
03.09.2010 14:08
Weil sie "kein Verständnis" hat

zum Thema Schennach und zu vielen anderen Themen auch nicht, gibt es nur eines: Rücktritt

Spitzenpolitik ist ein Knochenjob - 10-16 Stunden am Tag, 6-7 Tage die Woche. Das geht nicht mit einem Baby und einem Kleinkind.

Auch wenn man noch so für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist, an der Biologie kommt man nicht vorbei. Und wenn man es trotzdem versucht, wird man politisch untergehen.

Auch ohne Kinder muss eine Frau ein "Top-Standing" haben, damit sie sich in einer (durchschnittlichen) Männerwelt politisch durchsetzen vermag. Positiv erfolgreiche Beispiele - wenn auch relativ wenige - gibt und gab es ja. Nur Glawischnig und Co(in) haben dieses Format nicht.

Plabutsch
03.09.2010 15:11
Das geht nicht mit einem Baby und einem Kleinkind.

Das mit der Familie ist aber auch eine Ausrede. Fr. Glawischnig schafft es nicht einmal im Fernsehen, sich auch nur halbwegs verständlich auszudrücken - sogar wenn man ihrer Meinung ist, tut man sich schwer, ihr hektisches und überhebliches Gehaspel zu verstehen. Am "Stammtisch" würden die Menschen mit dieser Dame Schlitten fahren. Ihr bleibt nur der Rückzug in den Elfenbeinturm.

LiberalerQuerdenker
03.09.2010 13:59
Wie wird man...

...eine Großpartei, ohne eine Großpartei zu werden?

Im Moment sind die Grünen im Zwiespalt zwischen professionellem, koalitionsfähigem Auftreten und aktionärem, revolutionärem Auffallen gefangen.

Ob man hier basisdemokratisch zu einer Lösung finden kann, wird mit Spannung erwartet werden...

Ingrid Gurtner3
 
03.09.2010 15:11
Politik als Männerbündis

Lieber Kollege!

Sie wollen offensichtlich Frauen aus dem politischen Geschehen ausschließen. Die Grünen wollen dies ausdrücklich nicht, deshalb sind alle Listen abwechselnd mit Männern und Frauen besetzt.
Die Hälfte der österreichischen Bevölkerung aus der politischen Landschaft auszuschließen ist eine gewagter Standpunkt im 21.jahrhundert und meiner Meinung nach letzklassig rückschrittlich.

mit freundlichen Grüßen Ingrid Gurtner

chlorophyllmarxist
03.09.2010 15:49

Die Damen mögen politisch sehr korrekt sein, schießen sich aber selbst ins Out und nehmen allen Österreichern die einzig wählbare Alternative. Das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern ist schlicht unprofessionell.

Plabutsch
03.09.2010 14:59
Wie wird man... ... eine Großpartei, ohne eine Großpartei zu werden ?

Die Grünen haben die Meisterleistung geschafft, eine Kleinpartei zu bleiben UND in die Fehler einer Großpartei zu verfallen.

EUphoriker
03.09.2010 14:35

die effizienz einer partei beruht im wesentlichen auf zwei faktoren.
1. das eigenständige, klare, für die partei repräsentative programm
2. ihre breitenwirksamkeit
um 1. zu erreichne muss sich eine partei ecken und kanten geben, die zeigen: "das wollen wir anders haben als bisher". soetwas ist eben aktionistisch bis revolutionär. für zweiteres benötigt eine partei die unterstützung der bevölkerung. gute wahlergebnisse und noch viel mehr zustimmung.
leider stehen beide punkte zueinander in konkurrenz und so ist politik eine gradwanderung.
die grünen, so wie sie zur zeit erscheinen sind leider weder kantig noch breitenwirksam. sie versuchen massenkompatibler zu werden und verlieren dabei zustimmung.
leider, denn sie werden dringend gebraucht

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