"unibrennt" kündigt neue Proteste an

03. September 2010 13:02
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Auftritt bei der Ars Electronica - Uni-Besetzer bleiben vernetzt, aber: Zeit für neue Ideen, denn Protest soll "nicht kontrollierbar" werden

Linz - Vertreter von "unibrennt", die bei den Studentenprotesten im vergangenen Herbst Hörsäle an mehreren Universitäten besetzt hatten, sind beim Medienkunstfestival Ars Electronica in Linz aktiv. Am Freitag haben die ihre Namen nicht nennenden Studenten aus Wien, Graz, Innsbruck, und Linz sowie Aktivisten der Studentenprotestbewegung aus München und Zürich in einer Pressekonferenz neuerliche Proteste für den Herbst angekündigt.

"Wir gehen davon aus, dass es keine Angleichung von den Uni-Budgets geben wird", war sich der Wiener Vertreter etwa sicher, dass es nach der Wahl in der Bundeshauptstadt Grund für Proteste geben werde. Ob und wann es zu Besetzungen komme, könnten sie freilich nicht sagen. Wahrscheinlicher sei, dass einzelne Gruppen Aktionen planen. Die Forderungen seien die gleichen geblieben wie am Anfang des Protests: Anti-Diskrimininierung als Grundkonsens in allen Bildungseinrichtungen, demokratische Organisation der Universitäten, freier Hochschulzugang und die Abschaffung ökonomischer Kriterien für den Zugang zu Bildung sind die grundlegendsten.

Gegner haben Studierende nur bestärkt

"Die Besetzungen vom letzten Jahr haben ein Bewusstsein geschaffen und eine Vernetzung zur Ideenfindung", sagte die Innsbruckerin. Jetzt sei es Zeit für neue Ideen, denn der Protest solle "nicht kontrollierbar" werden. Eine wichtige Frage sei, wie sich die Hochschulleitungen verhalten. "Sind die Rektoren Exekutoren der Politik oder legen sie ihr Gewicht in die Hände der Studenten?", fragte der Grazer. Immerhin gehe es um gemeinsame Interessen, nämlich mehr Budget für die Unis zu erreichen.

Gegner innerhalb der Studentenschaft hätten die Aktivisten nur bestärkt, ließ der Linzer Vertreter wissen. Der Münchner wandte ein, dass diese sich selten auf eine rationale Diskussion einließen, dies finde eher unter den "unibrennt"-Leuten statt, da die Bewegung eine globale und sehr inhomogene sei und Diskurs zulasse. Wichtig sei, dass es den Aktivisten um gesamtgesellschaftliche Themen gehe. "Es wird nichts nutzen in der Bildung was zu verbessern, wenn alles andere gleichbleibt", so die Innsbruckerin. Aber die Erkenntnis "Ich kann was tun" aus der Uni-Bewegung greife bei vielen auf andere Themen über.

Auf der Ars Electronica nimmt "unibrennt" am Samstag und Sonntag an der Digital Communities Aera "Tele Internet" teil. Das ist eine Plattform für alle, die Interesse haben, Ideen auszutauschen und eigene Projekte zu präsentieren. Zur Podiumsdiskussion am Sonntag werde auch der Schauspieler Hubsi Kramar erwartet, hieß es auf der Homepage.

(APA)

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Posting 1 bis 25 von 68
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ricko
07.09.2010 17:55
die unibrennt bewegung ist links-autoritaer-feministisch. die unabhaengigkeit ist reine fassade

die gruene partei hat waerend der besetzungen die unibrennt bewegung bezahlt. dabei wurde das essen fuer die vokues gekauft.

stahlstadtkind
07.09.2010 18:13

ja stimmt, die grünen haben damals die vokü mit lebensmitteln unterstützt. genauso wie unglaublich viele einzelpersonen und unternehmen. ich kann mich beispielsweise an viele bauern und großgemüsehändler erinnern, die damals kistenweise essen gespendet haben. ist die bewegung deswegen von der gemüselobby abhängig gewesen?

ricko
08.09.2010 21:06

sie vergleichen äpfel mir raketen

der Soudis
09.09.2010 12:06

wenn sie glauben dass die bewegung von einer partei steuerbar gewesen wäre, dann waren sie nie im audimax

ricko
10.09.2010 20:27

sie glauben gar nicht wie sehr ich im audimax war, bzw welches 'amt' ich dort eingenommen und welche AG's ich gegruendet habe.

also kommens mir nicht mit diesem schmaeh

Animation
 
12.09.2010 23:39

haha, das glaub ich jetzt aber ;D

HagenvonTronje
05.09.2010 19:01
ein Scherz, oder?`

`Gegner innerhalb der Studentenschaft hätten die Aktivisten nur bestärkt, ließ der Linzer Vertreter wissen. Der Münchner wandte ein, dass diese sich selten auf eine rationale Diskussion einließen, dies finde eher unter den "unibrennt"-Leuten statt, da die Bewegung eine globale und sehr inhomogene sei und Diskurs zulasse.

Das kann doch bitte nicht ernst gemeint sein.

curricula
05.09.2010 11:00
Gutes Timing der Herren Besetzer...

Draußen wird es nämlich grad wieder kälter - und in der letzten Woche wurden die Reparaturarbeiten des letzten Sit-Ins abgeschlossen. Auf Studierendenkosten übrigens.

->---
05.09.2010 00:23
lebendige Demokratie

Na wenigstens an den Unis lebt die Demokratie noch. Im Parlament scheints ja nur mehr darum zu gehen das zu tun was die Wirtschaft möchte oder Grundsätzlich alle Ideen aller anderen schlecht zu machen ohne auch nur ansatzweise zu überlegen was langfristig das Beste für die österreichische Gesellsschaft ist. Das ist nämlich nicht notwendigerweise dasselbe wie das Beste für die Wirtschaft oder die eigene Karriere bzw, Wiederwahl.

Vater Staat
04.09.2010 19:28
Zeit wird´s!

Wenn die Unis weiter so darben und eine ganze Studierendengeneration "verheizt" wird - dann wird Widerstand zur Pflicht! Ich wünsche allen, die nicht zu allem "Ja und Amen" sagen, viel Erfolg und Kraft!

1360145
 
04.09.2010 18:53
Wer ist "unibrennt"?

Mich stört an der ganzen Geschichte nämlich die anonymität. Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, wer da jetzt was macht. Und dadurch auch nicht, ob unibrennt jetzt einer Fraktion nahesteht (was ich vermute) oder nicht.

Ausserdem stört es mich, dass "unibrennt" sich herausnimmt für "die Studierenden" zu sprechen. Dafür ist ÖH da, die auch von den Studenten gewählt wird.

das oxymoron
07.09.2010 02:44
linkes gsindel!

Erstens ist es mE eine Frechheit, dass sich diese Leute einbilden, für alle Studierenden zu sprechen - wüsste nicht aufgrund welcher Legitimation, denn wieso gibts eine ÖH-Wahl. Und da sprechen manche von "lebendiger Demokratie"....lächerlich!

Zweitens finde ich die derzeitige Studiengebühren-Regelung mehr als fair: Studenten, die wirklich studieren wollen und können (und nicht berufsbedingt daran gehindert sind) werden von den Gebühren befreit, das linke Gsindl, das die Zeit mit Sit-Ins und Philosophieren über vermeintliche Weltverbesserungen vermplempert, muss zahlen. Sehe da keine "ökonomischen Kriterien" für den Bildungszugang. Es gilt nur: ohne Fleiß zahlt man den Preis!

wr1003
04.09.2010 21:25

wenn du nur ein bisschen die (auch kritischen) berichte de rmedien verfolgt hättest würdest du wissen, wer udn wie unibrennt war/ist. auf jeden fall keienr "fraktion" nahestehend. eben geau das macht die bewegung aus. aber was red ich.

curricula
05.09.2010 10:58
ROLF

Keiner Fraktion nahestehend??

1360145
 
05.09.2010 00:22

ich habe die proteste sehr genau verfolgt und einige der leute waren (sind?) dem vsstö/der gras nahe und haben sich damals als "unabhängig" bezeichnet. das war durch fotos/namen nachvollziehbar.

dass fraktionierte sich bei unibrennt engagieren stört mich ja nicht, aber wenn, dann will ich es wenigstens wissen.

ausserdem: wie finanziert sich unibrennt? eine presseaussendung ist meines wissens nach nicht sooooo billig und da stellt sich schon die frage, wo die leute das geld her haben.

als antwort reicht mir auch nicht "spenden". wer spendet und wieviel?

so wie es jetzt ist, hat unibrennt ja schon fast mafiöse züge (undurchsichtig, evtl. durch fraktionen finanziert und instrumentalisiert).

SiSe
06.09.2010 14:50

die "#unibrennt"-Bewegung steht keiner Fraktion nahe, jedoch gibt es sicherlich gewisse Überschneidungen - eher auf der linken Seite des politischen Spektrums.

Presseaussendungen geschahen meist über E-Mails, sollte eine OTS-Sendung vonnöten gewesen sein, so unterstützte uns die ÖH.

Desweiteren gab es noch den seitens der ÖH eingerichteten Protestopf, welcher mit €100.000,-- dotiert war und war für Vernetzung, Aktionen, Livestreams des HSD usw. gedacht. Dieser lief jedoch Anfang Juli 2010 aus, wieviel Geld genau in Anspruch genommen wurde, lässt sich sicherlich aus dem nächsten Budget der ÖH beantworten.

superficial
05.09.2010 00:52

Eine gekaufte Presseaussendung (OTS) ist nicht billig. Das ist das, was die ÖH macht.
Die unibrennt-Bewegung muss darauf hoffen, dass ihre Meldungen jemandem (in dem Fall der APA) wichtig erscheinen, dass sie trotzdem übernommen werden.
Dadurch ist auch keine große Finanzierung, sondern lediglich viel Engagement von Nöten.

Das spannende an unibrennt ist eben, dass es keine 2. ÖH ist. Die ÖH ist die ÖH und unibrennt ist, wer sich dazu gehörig fühlt. Und das sind nicht wenige.

Durfte vor kurzem übrigens an der Test-Vorführung über den Dokumentarfilm über die unibrennt-Bewegung teilnehmen.
Hoch spannend und - wenn er im Oktober ins Kino kommt - auch Ihnen sehr zu empfehlen.

es sei bemerkt
04.09.2010 19:44

na zuerst einmal nimmt sich irgendwer heraus für unibrennt zu sprechen. denn die paar hanseln, die jetzt unter diesem label öffentlich präsent sind beziehen ja keinerlei legitimation aus der tatsächlich kurze zeit kraftvollen bewegung des letzten jahres und all ihre statements erinnern katastrophal an die karikatur eines protests

Gefühlsecht
04.09.2010 14:56
österr. Unis verbesserungs- und ausbauwürdig

Das Niveau an den meisten österr. Unis ist im internat. Vergleich nicht wirklich berauschend - die Uni-Ausbildung ist absolut verbesserungs- und ausbauwürdig!
Dieser Zustand ist auch insofern schade, da wir in A ein sehr gutes Schulsystem haben.
Unsere Bundesregierung und ihr verlängerter Arm (= Beatrix Karl) erwecken mir allerdings eher den Eindruck, dass (kurzfristiges) Kosten-Nutzen-Kalkül u. Effizienz-Berechnungen im Uni-Bereich oberste Priorität haben. Aber gerade im wissenschaftlichen Bereich, der eigentl. langfristig angelegt werden sollte, können eben viele "Inputs/Outputs" nicht monetär gemessen werden.
... u. wie wir wissen, ist schon seit vielen Jahren die F&E-Ausgaben-Rate Österreichs im intern. Vergleich eher "bescheiden"!

MondXicht
04.09.2010 13:44

Hab die Brandköpfe im Audimax erlebt, danke, setzen, 5. Bin nicht einverstanden mit wie es läuft, ja ja, aber denen trau ich nix Gutes zu. Sie haben halt Spaß daran ihren Kampfgeist zu beweisen, sie sind ja weder dumm noch faul, aber ich traue ihnen nicht im geringsten zu Verbesserungen zu erwirken.
Vllt. werden sie später ja in politische Ämter gelangen, wär nicht das erste Mal, denn in der Politik sind solche Fähigkeiten sehr brauchbar.

triturus trit
04.09.2010 12:57
Erstaunlich ist, daß "Studenten" (die wenigstens rudimentär des Denkens fähig sein sollten)

annehmen, daß es irgend einen Politiker auch nur im Entferntesten juckt, wenn Hörsäle besetzt werden.
Anders wäre es wohl, würden Aktionen vor/in Politikertempeln oder gar deren privaten Residenzen abgehalten.
Wenn jedoch nur das (Sitz)fleisch willig ist, der Geist aber schwach....

MundMs
05.09.2010 16:08
Anders wäre es wohl, würden Aktionen vor/in Politikertempeln oder gar deren privaten Residenzen abgehalten.

Fände ich auch gut... ist aber illegal und man kann dafür in Untersuchungshaft kommen. Das nennt sich dann Einschüchterung oder Bedrohung von Freiheit und ist durch §278a Stgb strafbar, wenn es von einer größeren organisierten Gruppe ausgeht.
Dafür kann man ohne weitere Begründung oder Beweise für ~6 Monate in Untersuchungshaft kommen, glaube das will keiner der Studenten und Studentinnen.

Matthias1
03.09.2010 20:51

ich kann die Proteste durchaus nachvollziehen, was ich aber nicht verstehen kann, ist, dass diese auf dem Rücken der anderen Studenten ausgetragen werden. Ich sehe nicht ein, dass meine LVA's wegen besetzten Hörsälen ausfallen, oder wir in viel zu kleine Hörsäle gesteckt werden, die hoffnungslos überfüllt sind!

Und ich könnt ausrasten, wenn ich dann "Protestanten" mit einem Bier im Hörsaal sitzen sehe, und wenn man sie fragt, gegen was sie eigentlich protestieren, kommt die Antwort: "Is doch mir wurscht"

DANKE an alle Protestierenden für die Rücksichtnahme auf diejenigen, die "normal" weiter studieren wollen.

xpla
05.09.2010 09:35

Du tust mir ja richtig ein wenig leid! Da möchtest du mit vollem Engagement studieren und wirst daran gehindert :(

So weit mir bekannt, waren hauptsächlich größere Hörsäle besetzt, in denen meistens Eingangslehrveranstaltungen abgehalten werden. Also solche LVs die sehr oft verdeckte Zugangsbeschränkungen sind. Mir persönlich hat die Anwesenheit bei solchen LVs nichts genutzt, sondern lediglich das Auswendiglernen eines 1.000 Seiten Skripts auf Punkt und Beistrich.

Schlussfolgerung: Deine Argumentation ist Parteilinie der Aktionsgemeinschaft und dein gutes Recht dies zu äußern. Mit der Realität hat das jedoch wenig zu tun.

Matthias1
05.09.2010 16:46

naja, es soll auch Studenten geben, denen etwas liegt am Fortschritt ihres Studiums!

Sie dürfen außerdem von ihnen nicht auf andere schließen, bei mir sind z.B. laufend Vorlesungen wie techn. Mechanik, Thermodynamik, ... ausgefallen, also keineswegs Vorlesungen, wo man nur ein Skript auswendig lernt, sondern wo es um reines Verständnis geht, also wären die Vorlesungen immens wichtig.

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