Verdacht entkräftet

Kein höheres Krebs-Risiko durch Cholesterinsenker

05. September 2010 09:25

Daten von 170.000 Probanden aus 26 klinischen Studien ausgewertet

Stockholm/Feldkirch - Cholesterin senkende Medikamente - die am häufigsten verwendeten Statine - sind nicht krebserregend. Das konnten Forscher der University of Oxford und der University of Sydney in einer weltweiten Studie zeigen. Rory Collins von der University of Oxford British Heart Foundation und Co-Leiter des Forschungsprojekts hob auf dem Europäischen Kardiologenkongress (ESC) in Stockholm hervor, dass nun Patienten in aller Welt beruhigt Statine zum Senken überhöhter Cholesterin-Werte einnehmen können.

Ausgewertet wurden die Daten von rund 170.000 Personen aus 26 kontrollierten klinischen Studien. Davon erkrankten 10.000 an Krebs, 3.500 sind daran gestorben. Die Analyse der Ergebnisse zeigte, dass sich die Anzahl der Krebserkrankungen von Patienten, die Statine einnahmen, und Patienten, die einen Plazebo erhielten, nicht unterschieden. Die Studie wurde vom UK Medical Research Council, der British Heart Foundation und dem National Health and Medical Research Council (Australien) finanziert.

Verdacht entkräftet

"Man hat lange Zeit Sorge gehabt, dass Statine Krebs hervorrufen können, weil bei Krebspatienten ein niedriger Cholesterin-Wert gemessen wurde", so Heinz Drexel (Landeskrankhaus Feldkirch und Abteilungsleiter des Instituts zur Erforschung und Behandlung von Erkrankungen des Gefäßsystems). "Die neue Studie zeigt, dass man jetzt mit großer Sicherheit sagen kann, dass weder Brust- noch andere Krebsarten durch Statine ausgelöst werden. Es besteht damit kein Krebsrisiko durch jahrelange Einnahme von Statinen in höherer Dosis." Statine haben neben der Senkung des Wertes an "bösem" LDL-Blutfett auch die Eigenschaft, Entzündungen zu dämpfen. Auch darauf dürfte ihr Effekt bei der Verhinderung von Herzinfarkten etc. beruhen. (APA)

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DagmarRehak
 
06.09.2010 11:19

Das glaub ich zwar nicht, aber von Krebs war ja auch nie die Rede, sondern von nicht oder fehlerhaft gebildeten Zellhüllen bei Zellen mit schnellem Lebenszyklus, also im Herz und im Darm, und bei Zellen, die viel Cholesterin enthalten, also im Gehirn. DORT kommt es zu Schäden.
Und die werden größenwahnsinniger Weise auch noch positiv interpretiert. Ein wegen unzureichender Zellneubildung schwaches Herz zB, das nicht mehr gscheit pumpen kann, finden manche ganz toll, weil dann natürlich auch der Blutdruck sinkt.

Wenn Krebspatienten niedrige Cholesterinwerte haben, muss man den Schluss ziehen, dass gute Cholesterinwerte auch etwas mit guter Zellregeneration zu tun haben.

Generell hat man in der Cholesteringeschichte keine Ahnung. Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil der Zellhülle und daher auch jener Zellen, die die Blutgefäße verengen. Aber das Cholesterin selbst ist nicht das Problem, sondern die Notwendigkeit, an die Gefäßwände Zellen zu picken. Das sind Wundkrusten. Wir können ja Verletzungen auch nicht dadurch verhindern, dass wir die Ausbildung von Wundkrusten verhindern.

Bonair
06.09.2010 11:33

Ah ja, die massive Zellerneuerung des HerzMUSKELS - stimmt natürlich, seit der Einführung der Statine ist die Regeneration des Herzens viel schlechter geworden und Herzinfarktpatienten erholen sich überhaupt nicht mehr. Millionen von Menschen werden in die Invalidität getrieben, und nur die Naturkost-Aufdeckerin Dagmar Rehak kommt den Pharmafirmen auf die Schliche.

Sie sind in doppeltem Sinne lachhaft ;)

DagmarRehak
 
06.09.2010 12:14
Korrekt.

Ich finde es aber eher traurig.

erich1963
05.09.2010 19:25
Statine haben neben der Senkung des Wertes an "bösem" LDL-Blutfett auch die Eigenschaft, Entzündungen zu dämpfen. Auch darauf dürfte ihr Effekt bei der Verhinderung von Herzinfarkten etc. beruhen.

Im Klartext: Man nimmt einen niedrigen Cholesterinspiegel als Nebenwirkung in Kauf, damit Entzündungen in den Gefäßen vermindert werden.

DagmarRehak
 
06.09.2010 11:26
Noch viel schlimmer:

Man schädigt den Körper mit Cholesterinmangel und damit mit der Unterbindung notwendiger Heilungsprozesse.
Mit der Verhinderung der Entzündung geht nämlich deren Ursache nicht weg.

erich1963
06.09.2010 21:40
Übrigens:

Das Sortis 80 mg hab ich seit 2 Wochen abgesetzt, da es mein Cholesterin von 200 auf 120 heruntergeprügelt hat. So hab ich mich auch gefühlt: mit halber Kraft voraus...

DagmarRehak
 
06.09.2010 23:46
Das freut mich. Da werden Sie sich sicher bald besser fühlen.

Die magische 200mg/dl-Grenze ist frei erfunden. Richtig ist, dass Sie genau so viel Cholesterin im Blut haben, wie Sie brauchen. Das Cholesterin, das die Blutgefäße verengt, lagert sich nicht deshalb dort ab, weil Sie es essen oder im Blut haben, sondern weil es dort gebraucht wird. Die Ablagerungen BESTEHEN zwar aus Cholesterin, aber nur aus dem einfachen Grund, weil alle Zellen des Körpers aus Cholesterin bestehen.
Es war eigentlich zu keinem Zeitpunkt Stand der Wissenschaft, dass Cholesterin gesenkt werden muss, sondern das war mehr die Arbeit der Medien, die, nachdem dieser seltsame russische "Wissenschaftler" Kaninchen Kaninchenhirn zu fressen gegeben hat, worauf sie starben, sich ganz erregt auf das neueste Fürchtobjekt geworfen haben. Die Patienten waren es dann, die Druck gemacht haben, dass man ihnen den Cholesterinspiegel senkt. Gern verschreiben tut kein Arzt Cholesterinsenker. Erst zieren sie sich, und wenn sie keinen anderen Ausweg sehen, verschreiben sie die niedrigstmögliche Dosis und hoffen, dass ihnen der Patient bleibt, wenn er feststellt, dass der Cholesterinspiegel nicht niedriger geworden ist. Denn überzeugen lässt sich ein verängstigter Patient nicht.

Bonair
07.09.2010 06:42

Blödsinn, Blödsinn, Blödsinn und noch einmal Blödsinn. Wie kann ein einzelner Mensch so viel Blödsinn verzapfen?

Bonair
06.09.2010 22:12

Viel vitaler werden sie sich durch mehr Cholesterin auch nicht fühlen. Die Abgeschlagenheit (so verstehe ich es zumindest) stammt eher vom Sortis selbst (Nebenwirkungen am Muskel). Sie sollten lieber mit Ihrem Arzt reden, damit er Ihnen evtl. einen Plan zur langsamen Dosissteigerung aufstellt (der Effekt ist i.d.R. vorübergehend) oder gleich auf niedrig dosiertes Crestor umsteigen.
Und bitte: Glauben Sie Dagmar Rehak in medizinischen Belangen keine Silbe.

erich1963
06.09.2010 22:30
Ich stehe der Cholesterinsenkung bei einem Wert von 200

wirklich skeptisch gegenüber. Neben der enormen Müdigkeit gab es noch folgende Nebenwirkungen: fast tägl. Durchfall, sagenhafte Blähungen mit kolikartigen Krämpfen, Lustlosigkeit, mukluläre Schwäche, uvam, das mir vorher unbekannt war. Glauben Sie mir: Darauf kann ich im Alltag gerne verzichten.
Andere Ärzte hab ich bereits konsultiert, die mir ausnahmslos zum Weglassen geraten haben.

DagmarRehak
 
06.09.2010 23:49

Die Verdauungsprobleme kommen eben davon, dass die Darmzellen nicht regeneriert werden können, wenn die Cholesterinsynthese blockiert wird. Auch Muskelzellen, und da vor allem Herzmuskelzellen, können unter Statinen einfach nicht richtig neu gebildet werden. Auch das Gehirn leidet darunter. Cholesterin ist auch Basisstoff für ziemlich viele Hormone und Vitamin D (auch ein Hormon).
Cholesterin ist eigentlich ein wichtiger Baustein für so ziemlich alles und daher lebenswichtig.
Wer das erfunden hat, dass Cholesterin schädlich sein kann, hat sich nicht im Geringsten damit befasst, was Cholesterin überhaupt ist.

Bonair
07.09.2010 06:41
Auch das Gehirn leidet darunter.

Wenn das stimmen würde, hätten Sie wohl gar kein Cholesterin im Blut...
Aber um es richtigzustellen: Es geht um eine Vermeidung eines Überangebots von Cholesterin. Die von Ihnen erfundenen Schäden treten alle nicht auf, da: 1.) schon vorhandenes Cholesterin nach dem Zellabbau nicht in die 5.Dimension entschwindet, sondern wiederverwendet wird und 2.) der Bedarf durch weiterhin gebildetes Cholesterin, exogen zugeführtes sowie den Abbau von Ablagerungen gedeckt wird.
Ihre Argumentationsweise ließe sich genauso auf Fett übertragen: Es ist lebenswichtig und daher sollte man davon so viel wie möglich ansammeln.

DagmarRehak
 
07.09.2010 12:00

Es gibt kein Überangebot von Cholesterin. Der Körper produziert immer genau so viel davon, wie er braucht.
Die von mir erfundenen Schäden stehen auf jedem Beipackzettel und erklärt dir jeder Arzt, den du zwingst, dir Statine zu verschreiben. Freiwillig machen die das nämlich nicht. Und auf wikipedia kann man es auch nachlesen.
Stimmt, Cholesterin wird wiederverwendet. Und um es an seine neuen Einsatzorte zu bringen, muss es vorher auf der Autobahn fahren.
Stimmt, benötigtes Cholesterin wird weiterhin gebildet, aber nur eingeschränkt, wenn man Statine nimmt. Und dann ist es zu wenig, und die Zellerneuerung ist eingeschränkt, was zu den bekannten Beschwerden führt.
Nein, Ablagerungen werden nicht abgebaut, nur nicht neu gebildet. Ablagerungen werden gebildet, wenn die Innenseiten der Blutgefäße durch Entzündungen wund sind. Diese Ablagerungen sind quasi Wundkrusten.
Man sollte nicht so viel wie möglich Cholesterin zu sich nehmen, sondern so viel nötig, und auf gar keinen Fall die körpereigene Synthese blockieren. Der Körper weiß nämlich schon, was er tut. Der bildet ja nicht das Cholesterin, um uns zu ärgern.

Bonair
06.09.2010 22:38

Ein Gesamtcholesterin von 200 ist tatsächlich kein Grund zur Statintherapie ohne Wenn und Aber. Wesentlich ist dabei der LDL-Wert und natürlich auch aus welcher Notwendigkeit heraus die Therapie verordnet wird (eine isolierte Cholesterinerhöhung ohne Herzinfarkt o.ä. in der Vorgeschichte rechtfertigt die Gabe nur dann wenn die Werte sehr hoch sind, was bei 200 nicht der Fall sein kann).
Natürlich kann man selbst auch was für die Cholesterinbalance machen: LDL ist mit Phytosterinen senkbar (Becel proaktiv Halbfettmargarine - soll keine Werbung sein, wirkt aber wirklich nach ein paar Wochen). HDL geht in die Höhe durch Leistungssport oder etwas (!) Rotwein jeden Tag.

erich1963
07.09.2010 07:48
Sowohl HDL alsauch LDL waren bei mir immer "grünen Bereich".

Ich habe zwar eine Abneigung gegen Margarine (ist meiner Meinung nach kein Naturprodukt), werde aber das Becel mal ausprobieren. Danke für den Tip.

Wenn Bewegung und Rotwein das HDL erhöhen, müsste ich zur Gänze aus HDL bestehen....
;-)

Bonair
07.09.2010 13:58

Orientieren Sie sich lieber am LDL-Wert alleine (unter 150 sollte es sein), ein hohes Gesamtcholesterin ist als Krankheitswert per se nicht mehr zeitgemäß.

erich1963
07.09.2010 21:32
Das höchste jemals gemessene LDL bei mir..

...war 130.

Bonair
07.09.2010 21:41

Dann wundere ich mich umso mehr, wieso man Ihnen überhaupt 80mg Sortis verschrieben hat - 130 LDL ist kein schlechter Wert. Ohne einen Herzinfarkt in der Vorgeschichte lässt sich das auf keinen Fall rechtfertigen (und auch dann wäre Simvastatin wohl die bessere Wahl).

DagmarRehak
 
07.09.2010 12:19

Langer Rede kurzer Sinn:
Sie sind völlig gesund.

DagmarRehak
 
07.09.2010 12:16

Und wenn becel nicht den gewünschten Erfolg hat (was wahrscheinlich ist), trotzdem nicht in Panik geraten. Ein hoher Cholesterinspiegel hat nur insofern etwas mit einem nahenden Tod zu tun als dass ältere Leute physiologischer Weise einen höheren haben. Nichts weiter.

Es ist wie bei so vielen Dingen heutzutage: Ganz normale Erscheinungen werden als krankhaft angesehen, weil man sie bei irgendwem, der dann gestorben ist, gefunden hat. In Wirklichkeit ist ein Cholesterinspiegel von 250 mg/dl völlig normal.
Der Körper braucht auch das LDL, denn es transportiert es zu den Orten, wo es benötigt wird, hin, während HDL das Recycling-Cholesterin zur Leber zurück bringt, wo es wieder in für die Zellen verwertbares LDL umgewandelt wird. Das Verhältnis HDL/LDL zeigt nur an, wie groß der Zellerneuerungsbedarf ist, aber wenn man das LDL, also das Versorger-Cholesterin senkt, sinkt damit nicht der Zellerneuerungsbedarf. Und es ist nicht eines böse und das andere gut, sondern nur die Form, in der das Cholesterin ist, je nachdem, ob es ein Versorger- oder ein Recycling-Cholesterin ist.

Bonair
07.09.2010 14:00

...und die Margarine nehme ich selbst täglich zu mir. Ich habe ein Gesamtcholesterin von um die 150 und habe weder Krebs noch bin ich eine wandelnde Leiche oder habe sonstige Zellerneuerungsstörungen.

Gibt es eigentlich irgendeinen Risikofaktor für Herzkrankheiten, den Sie noch nicht schöngeredet und lobgepriesen haben? Vielleicht propagieren Sie uns noch das gesunde Vorhofflimmern oder normale Blutzuckerwerte im Bereich von 350? ;)

DagmarRehak
 
07.09.2010 19:17
Aja, und noch was...

becel ist kein Statin. Deshalb kriegst du von ihr auch keine Zellerneuerungsstörungen.

Bonair
07.09.2010 21:42

Na was denn jetzt: Zellerneuerungsstörungen entstehen durch Cholesterinmangel oder als Nebenwirkung der Statine? Servieren Sie Ihre Märchen bitte erst dann wenn Sie mit ausdenken fertig sind.

DagmarRehak
 
07.09.2010 22:14

Statine behindern die regelrechte Cholesterinsynthese. Dadurch kommt es zu einem Cholesterinmangel. Der Zellaufbau ist gestört. Wenn man auf physiologischen Wegen den Cholesterinspiegel senkt, zB indem man den Zellaufbau beschleunigt - dann ist das LDL schneller an seinem Bestimmungsort eingebaut und daher raus aus dem Blut - oder irgendwas tut, damit der Zellerneuerungsbedarf nicht so hoch ist - weniger fressen, weniger saufen, weniger Schlägereien -, ist das ja etwas ganz anderes als das schlichte Behindern der Baustoffherstellung. Man kann auch in die Sonne gehen. Dann wird die Hormonproduktion angeregt; die verbraucht auch viel Cholesterin.

Der Begriff "Nebenwirkung" ist übrigens irreführend. Richtiger ist "unerwünschte Wirkungen", denn die Wirkung hat die Substanz so oder so, unabhängig davon, zu welchem Zweck wir sie einsetzen. Und der Begriff suggeriert auch, dass Nebenwirkungen nur nebenbei und seltener vorkommen, aber das stimmt nicht. Unerwünschte Wirkungen sind genauso häufig wie erwünschte, denn so wie die Substanz wirkt, so wirkt sie, egal was wir uns von ihr wünschen.
Und im Fall von Statinen wird die Cholesterinsynthese behindert. Das ist der deklarierte Sinn und Zweck von Statinen und bewirkt unzureichend ausgebildete Zellhüllen, Mangel an Ausgangsstoff für Sexualhormone, Gewebshormone und Vitamin D und als kleine Nebenwirkung Freude über den niedrigen Cholesterinspiegel, weil wir uns vor einem hohen so fürchterlich fürchten. Ist es das wirklich wert?

Bonair
07.09.2010 22:23

Sie weichen der Studie nach wie vor aus, Lügnerin Rehak ;)

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