Cannabis & Co

Vom Suchtmittel zum Medikament

03. September 2010 12:16
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    Foto: apa/rick bowmer

    Cannabis rückt in dasBlickfeld der Wissenschaft.

Wissenschaft beginnt, Wirkung illegaler Drogen gezielt zu erforschen - Psychodelisch wirksame Substanz könnte helfen Erinnerungen zu reaktivieren

Oxford/London - Fast 40 Jahre lang hat sich die Wissenschaft gescheut, die therapeutischen Möglichkeiten illegaler Drogen wie Cannabis oder LSD gezielt zu erforschen. Nun haben neue Erkenntnisse aus Tierversuchen und Fortschritte bei Verfahren zur Darstellung von Vorgängen im Gehirn neue Projekte entstehen lassen. Die Folge könnte sein, dass die Regierungen aufgefordert werden, Finanzierung und Spielregeln für derartige Studien neu zu überdenken, schreibt NewScientist.

Ignoranz und falsches Tabu

"Die bestehende Klassifizierung von LSD war ein Fehler der aus Ignoranz und falschem Tabu heraus gemacht wurde", betont zum Beispiel Amanda Feilding, die Direktorin der Beckley Foundation. Diese Entscheidungen seien politisch und nicht wissenschaftlich getroffen worden, betont auch der Psychiater Michael Mithoefer.

Trotz vieler Hürden laufen derzeit in Amerika und der Schweiz einige Studien, die das Potenzial von LSD und des in Pilzen enthaltenen Psilocybin zur Behandlung von nicht heilbaren Krebserkrankungen untersuchen. Diese Substanzen sollten den Patienten gegen Angstgefühle und Depressionen helfen.

Feilding arbeitet gemeinsam mit David Nutt vom Imperial College London an der ersten Studie über psychodelische Drogen, die seit 40 Jahren durchgeführt wird. Unter anderem wird untersucht, inwieweit Psilocybin helfen kann, Erinnerungen wieder zu aktivieren. Diese Aktivierung könnte bei einer Psychotherapie nach einem Trauma von großer Bedeutung sein.

Psilocybin im Einsatz gegen Nikotinsucht

Eine Studie an der Johns Hopkins University hat erste positive Ergebnisse beim Einsatz von Psilocybin als Unterstützung einer Psychotherapie zur Behandlung von Nikotinsucht erbracht. An der Medizinischen Hochschule Hannover wird derzeit untersucht, ob Bromo-LSD, eine nicht psychoaktive Form des Medikaments, zur Behandlung von Clusterkopfschmerzen eingesetzt werden kann.

Bei Cannabis ist bereits bekannt, dass es die Symptome einer Multiplen Sklerose lindern kann. In Kanada wurde vor kurzem mit Sativex ein entsprechendes Medikament zugelassen. Vor wenigen Tagen wurden die erste Studie publiziert, deren Ergebnisse nahelegen, dass das Rauchen von Cannabis auch neuropathische Schmerzen verringern kann, die durch Schädigungen des Nervensystems entstanden sind.

Wissenschaftler der McGill University verabreichten Patienten mit chronischen Schmerzen verschiedene Mengen Cannabis oder ein Blindpräparat. Die Patienten hatten allgemein weniger Schmerzen und schliefen mit der höchsten Dosierung besser. Details dieser Studie wurden im Canadian Medical Association Journal veröffentlicht . (pte)

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Posting 1 bis 25 von 87
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minifuzi
08.09.2010 14:05
i would legalize it and tax the hell out of it!

wir sollten uns ein beispiel an kanada nehmen ... oder auch an holland. den positiven wirtschaftlichen faktor, der mit einer legalisierung einhergeht, wollen die herren politiker nicht wahr haben .... dumm dumm und nochmals DUMM

Lorelei Sonnenschein
06.09.2010 11:39
...also ich habe mit LSD und Schwammerl...

...experimentiert, bin tatsächlich ein Sonnenschein,keine Nebenwirkungen.......geistig/seelisch Labilen das Zeugs zu verabreichen, ist aber zwischen Wahnsinn und Gemeinheit, weil wenn schlecht drauf, ist der Trip dementsprechend herftiger und beängstigend und das lässt sich ja auch nicht auf Kommando anhalten, wenns zu bunt/zu dunkelschwarz wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich da eine allgemein gültige/verträgliche Dosis je Alter/Geschlecht und Gewicht festlegen lässt, da eher von Stimmung abhängig.
Bitte um Erleuchtung, falls ich da ganz daneben liege!

Und wozu brauche ich Tierversuche, wenn es um Weed geht? Reichen mind. 3-5000 Jahre Erfahrung bzgl. Verträglichkeit nicht? So aus allen Erteilen/Kulturen?

Chocoholic
06.09.2010 08:47
LSD wurde als Medikament entwickelt.

Daher also nichts Neues.

Wer sich Nebenwirkungstexte auf potenten Pharmaprodukten ansieht, entdeckt, dass mit der richtigen Wortwahl und dem Finden einer Wirkung alle Drogen wunderbar als Medikamente eignen wuerden, natuerlich verkauft um den zigfachen Preis, wer will schon die Dumpingpreise der street seller verdienen, wenn man in einem Pharmakonzern mit ganz anderen Moeglichkeiten sitzt.

super cat
07.09.2010 19:19
Leseempfehlung zu LSD

Empfehlenswerte Literatur dazu;
"Storming Heaven - LSD and the American Dream" Jay Stevens (Flamingo)
Das Buch beginnt mit den ersten Selbstversuchen der Forscher, die auf ein neues Medikament hofften und verfolgt die Droge weiter bis zum Summer of Love und prominenenten Befürwörtern wie Aldous Huxley und Timothy Leary.
Gut recherchierter, absolut spannender Lesestoff.

load "*",8,1
23.09.2010 20:12

ich hab die biografie von leary gelesen ...ist auch ziemlich berauschend :)

Midway
05.09.2010 13:13

anbauen ernten rauchen...wer braucht schon apotheken!

super cat
07.09.2010 19:28

Eine Freigabe (über 18) würde auf jeden Fall das Stadtbild grüner machen, die Blumenkistlpflanzaktionen würden ein ganz neues Publikum ansprechen :-)

Lorelei Sonnenschein
06.09.2010 11:43
....genau so ist es!

Wozu Tierversuche und Verschreibung?

Aaahhh...ich vergass...die Pharma will ja verdienen!

Blöd nur, dass Kenner nie und nimma auf das Original verzichten würden und dass das herrliche Kraut schon mind. 3000 Jahre erprobt bekannt und gelobt wird...weltweit!

Smoke the herb and have a humble thougth!

Jim-Morisson
05.09.2010 18:59
wir brauchen keine apotheken

du nicht, ich nicht aber ganz viele die niemals cannabis konsumieren würden, wenn es ihnen nicht ein arzt verschreibt.

wäre schon toll wenn es die pharmaindustrie schaffen würde cannabis in einem anderen licht erstrahlen zu lassen. geschäft werden sie mit mir deshalb aber auch keines machen.

Sepp Mösenlechner
05.09.2010 13:02
einfach nur peinlich!

2010 und es gibt immer noch dumme journalisten, die von cannabis als suchtmittel sprechen.

californian fall
05.09.2010 17:07

habe schon viel geraucht in meinem leben, bin der sache immer noch positiv gegenüber eingestellt und bestätige trotzdem/daher den befund "sucht"-gift.

californian fall
05.09.2010 17:16

meinte "sucht"-mittel. zur toxizität wollte ich nichts sagen, einzig zum potenzial möglicher psychischer abhängigkeit. kann da ein paar strophen dazu singen.

Lorelei Sonnenschein
06.09.2010 11:49
...Zustimmung..leider!

Steganosaurus
05.09.2010 10:25
Cannabis wurde in den 40er Jahren verboten ...

... weil Harry Anslinger den Senat einreden konnte, daß weisse Frauen nach Konsumation von Marihuana Sex mit dunkelhäutigen Männern haben wollten. Nebenbei hatte sein Schwiegervater ein Patent auf Papiererzeugung aus Lignin/Holz statt Hanf aus dem jahrhundertelang Papier (wie z.B. die amerikanische Unabhängigkeitserklärung) erzeugt wurde.

Und heute unterstützen tausende propagandisierte Ärzte, Polizisten und Staatsanwälte und die UNO diesen Unsinn.

Mr8ball
 
29.10.2010 10:52
falsch informiert

1. war die aussage von anslinger das schwarze, mexikaner und andere minderheiten das kraut konsumierten um weiße frauen zu vergewaltigen.
er beschrieb das kraut auch als mexikanische mörderdroge.

und 2. es ging dabei nicht um holz sondern um die leichtere einführung der damals neuen kunstfaser.

Lorelei Sonnenschein
06.09.2010 11:32
...den Wunsch habe ich auch ohne weed! :-)

Neuer Nick neues Glück
05.09.2010 18:09

Haben wir auch "The Union" geschaut? ;)

darkwing
05.09.2010 09:52
psychodelisch?

wer hat das verbrochen?

Roter Baron
05.09.2010 09:32
war nie ein suchtmittel und wird auch nie eins werden

ich kenn niemand der danach süchtig wäre
genauso wenig ist
auch kein einziger gras-toter bekannt weltweit
bisher.

roter baron

Steganosaurus
05.09.2010 11:07
Doch, es gibt einen nachgewiesenen Canna Toten ...

... im Hafen von Rotterdam wurde ein Ladehelfer von einer Palette mit 400kg Hanf erschlagen.

=| ->->->
27.09.2010 23:38

Hank lebt!

zhang sanfeng
05.09.2010 13:39
falls "joint venture" den vorfall korrekt beschreibt waren es sogar mehr als 400 kg:

"...Er rauchte grad ne Zigarette
da riß über ihm ´ne Kette
Viernhalb Tonnen guter Roter
und Old-Hankie war ein Drogentoter"

http://www.youtube.com/watch?v=K5f87QQjcbc

Gordon_Gecko
05.09.2010 11:29

Hank? ;-)

Roter Baron
05.09.2010 09:34

hingegen gibt es
8.000 alkoholtote pro jahr
und 500.000 alkoholkranke
in diesem land.

hage
05.09.2010 09:28
Vom Suchtmittel zum Medikament

Die Überschrift suggeriert ja, dass zB Cannabis durch die großartige Arbeit von Forschern und Ärzten erst jetzt endlich als Medikament entdeckt wird... Dass Cannabis seit Jahrtausenden als schmerz- und krampflinderndes Medikament eingesetzt wurde (im Alltag zB besonders toll bei Regelschmerzen..), und erst seit ca 50 Jahren verteufelt wird muß auch gesagt werden, finde ich.

Es ist das eher eine Rückbesinnung als eine Neuentdeckung, jedenfalls aber begrüßenswert!

Ist ja selten genug, dass der Mensch mal was sinnvolles tut...

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