Herbstlohnrunde

Für GPA gab es keine Vorleistung der Arbeitgeber

03. September 2010 09:52

Wien - "Es gab keine Vorleistungen der Arbeitgeber bei der letzten Herbstlohnrunde, sonst hätten wir ja keinen Arbeitskreis zur Arbeitszeitflexibilisierung gebraucht", widerspricht GPA-Vorsitzender Wolfgang Katzian Aussagen vonseiten der Industrie, wonach die Arbeitgeber bei den heurigen Lohnverhandlungen der Metaller noch einen Bonus von den letztjährigen Gesprächen hätten.

Knackpunkt war damals die von den Arbeitgebern geforderte Arbeitszeitflexibilisierung, gegen die sich die Gewerkschaft querlegte. Daraufhin wurde eine Arbeitsgruppe vereinbart, die bis zum heurigen Frühjahr eine Einigung erzielen sollte. Dazu kam es aber nicht. Daher wird auch heuer wieder die Flexibilisierung ein zentraler Streitpunkt sein, da die Gewerkschaften darin eine verdeckte Streichung von Überstundenzuschlägen sieht und ihrerseits eine Arbeitszeitverkürzung verlangt.

"Eine einseitige Flexibilisierung wird es mit uns nicht geben", betonte Katzian im Gespräch mit Journalisten. Und er erinnerte daran, dass die Arbeitnehmer ihren Beitrag zur Krisenbewältigung geleistet hätten. Man sei jedenfalls auf eine kontroversielle Herbstlohnrunde vorbereitet, gab sich Katzian kämpferisch.

Auf politischer Ebene wiederholte der GPA-Vorsitzender seine Forderung nach einer Anhebung des Mindestlohnes und die Einführung einer Vermögensbesteuerung. Eine Erhöhung der Massensteuern wird hingegen abgelehnt. (APA)

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