Nationalbank

Höheres Pensionsantritts­alter für 400 Mitarbeiter

03. September 2010 08:45

Nächste Woche weitere Verhandlungsrunde mit Betriebsrat

Alpbach - Die Osterreichische Nationalbank (OeNB) setzt nächste Woche ihre Verhandlungen über eine Pensionsreform für einen großen Teil ihrer Mitarbeiter fort. Im Rahmen ihres Reform- und Sparprgramms wird auch über den Verkauf von Dienstwohnungen der Bank verhandelt, sagt OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny am Donnerstagabend in Alpbach.

"Wir verhandeln mit dem Betriebsrat über neue Pensionsregeln, vor allem für das Pensionsantrittsalter." Die Verhandlungen betreffen aktuell jene 40 Prozent der Nationalbankmitarbeiter, die noch über alte Verträge (nicht ASVG ) verfügen.

Geht es nach den Plänen der Notenbankführung, sollte es in zehn Jahren keine Unterschiede mehr im hausinternen Pensionsrecht geben. Wer jetzt jünger als 45 Jahre alt und nach altem Recht angestellt ist, soll nach früheren Informationen ebenfalls nicht mehr mit 55 oder 60 in Pension gehen können, sondern wie ASVG-Versicherte mit 65 Jahren. (APA)

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22 Postings
Cape Of Green Hope
05.09.2010 03:09
Der Nowotny ist schon ein As...

...sowas würde auch Häupl gut anstehen...mit seinen Gemeindebediensteten.

werinais
03.09.2010 14:06
ist nur gerecht, denn

- Arbeiten erst ab 30 (Studium dauerte halt länger)
- Arbeiten bis 50 (ausgerackert!)
- das muss doch hoch abgegolten werden, weil das im "normalen" Erwerbs- und Pensionssystem nicht abbildbar ist

melpet
03.09.2010 14:04
verkauf von dienstwohnung

sicher nicht bevorzugt an ÖNB-mitarbeiter, und natürlich zum normalen marktpreis ;)

iohui
03.09.2010 12:41
und warum nicht alle ab sofort auf asvg umstellen?

wem es nicht passt dem steht es ja frei das dienstverhältnis zu beenden und in der privatwirtschaft bessere konditionen auszuverhandeln probieren.

angelo6
05.09.2010 07:10
sollte man generell machen. Das wäre dann eine wirkliche Pensionsharmonisierung

Also auch bei Beamten, Lehrern, ÖBB-Bediensteten, Politikern. Das würde ein generelles Sparpaket überflüsig machen!

iohui
05.09.2010 07:31

genau so hab ich es gemeint.

Franz Mukal
03.09.2010 16:28
also das ist ja völlig unerhöhrt!

Sie können doch nicht einfach den Leuten ihre wohlerworbenen Rechte nehmen!

iohui
03.09.2010 20:08

der pensionsanspruch bleibt eh erhalten.
nur die höhe der bezüge muss einer sittlich gerechtfertigten relation zum rest der pensionierten bevölkerung regelmässig angepasst werden.

Franz Mukal
03.09.2010 20:20
eben und das wirft die Lebensplanung

der nächsten Generationen völlig über den Haufen.

zB
Die Tochter hat vier Enkelkinder in die Welt gesetzt weil sich mit der Pension des Papas deren Schulbildung, Studium und Startwohnung finanzieren lassen.
Jetzt kriegt der arme weniger und vielleicht auch noch kürzer Pension, die Kinder sind vom sozialen Abstieg bedroht!!

Das ist doch absolut gegen jedes Vertrauensprinzip!

iohui
03.09.2010 20:45

tja, das ist pech. kommt in den besten familien vor, dass der ernährer abhanden kommt. aus den verschiedensten gründen.
dafür gibts ja kindergeld und familienbeihilfe, staatlich finanzierte bildungsangebote, damit sich die abhängigkeit vom schicksal anderer in grenzen hält.

star observer
03.09.2010 13:13

auf welcher rechtsgrundlage wollen sie bestehendes recht ändern?

Guss Gustavsson
03.09.2010 17:13
Bei jeder Pensionsreform...

wird in meinem Generationenvertrag eingegriffen.

iohui
03.09.2010 15:13

mit einer gesetzesreform

Peter aus Wien
03.09.2010 12:25
Nein!

Nehmt den armen Menschen doch nicht ihre hart erarbeiteten Vrgünstigungen weg ;)

Wofür brauchen wir in Zeiten des Euro noch mal die staatlichen Notenbanken?
(Und ich meine wirklich "brauchen")

José Atento
03.09.2010 13:01

Zum Gelddrucken ;-)
Ähh, das macht eigentlich die EZB. Also weg mit der OeNB, bzw. sofort auf einige wenige Bereiche (Finanzmarktaufsicht, Geldproduktion, etc.) reduzieren.
Die Privilegien müssen sofort drastisch reduziert werden, bzw. in einer überschaubaren Übergangsfrist komplett gestrichen werden.

Peter aus Wien
03.09.2010 12:28
Hab's schon gefunden

Ich zitiere die ÖNB Homepage:
"Die Funktion als integraler Teil des Europäischen Systems der Zentralbanken weist der OeNB eine neue „duale“ Rolle zu: nämlich einerseits die aus der währungspolitischen Integration resultierenden europäischen Funktionen und anderseits auch weiterhin wichtige nationale Aufgaben einer Zentralbank. Aus dieser Konstellation hat sich für die OeNB eine gegenüber der Vergangenheit breitere Aufgabenpalette ergeben." (HrfHrfHrf)

Harald Bruckner
03.09.2010 13:39
Stargagen gerechtfertigt

Wer Allgemeinfloskeln so schön nichtssagend formulieren kann, dass jeder Kritiker beim Lesen einschläft, ist sein Geld doch wert!

Gerda Soros
03.09.2010 11:24

Immerhin ein Anfang, der unter den alten Nationalbankführungen wie Kienzl, Tumpel-Guggerell und Liebscher undenkbar gewesen wäre.

Die waren vor allem an ihren hohen Gehältern und Sonderkonditionen interessiert. Die sonstige österreichische Gesellschaft war denen egal.

wer wenn nicht er
03.09.2010 16:39
Ist es Zufall oder Absicht?

...das Sie Frau Schaumeyer nicht angeführt haben?

Ich frage deshalb, weil diese ehemalige ÖNB-Chef als besonders großzügige Spenderin bekannt ist. Somit dürfte - entgegen Ihrer Unterstellung - Gehaltsoptimierung kein allgemeiner Wesenszug aller Spitzen-ÖNBler sein...

Gerda Soros
03.09.2010 16:52

Zufall, schließe Schaumeyer dabei nicht aus.

Novotny scheint - bin Wechselwähler - der erste wirklich anständige Vorstand der Nationalbank seit vielen Jahren zu sein. Man darf nicht vergessen, dass er auch als erster die rein interne Postenvergabe abgeschafft hat.

Ich habe es immer für einen Skandal gehalten, dass Leute wie Liebscher sich im Nadelstreif als moralische Autoritäten hinstellen, zu hohe Gehaltsabschlüsse in anderen Sektoren kritisieren, weil sie den Wirtschaftsstandort belasten, aber sich dabei ohne die geringsten Hintergedanken mit all ihren Kollegen bei der NB die Taschen vollzustopfen, als ob sie kein Kostenfaktor wären.

Herr Plumm
03.09.2010 11:19

ui. 400 burnoutsyndrome dann bei 55 bzw. 60 jährigen OeNB mitarbeiterInnen :-)

s'Kipferl
03.09.2010 10:38
Bitte auf die

Höhe (€) der Pensionen nicht vergessen, auch hier gibt es zu reformieren

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