Nicht nur Hausstaubmilben-Allergiker sollten auf Schlafzimmerhygiene setzen
Melko - Die größte Sexstudie Deutschlands, in der ProSieben 2008 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung und der City University London knapp 56.000 Männer und Frauen zu ihrem Sexualleben befragte, ergab: Die Deutschen lassen es durchschnittlich 138,9 Mal im Jahr im Bett krachen. Einfach vorstellbar, dass es Kissen, Decken und Matratzen angesichts heißer Liebesszenen mit großen Schweißmengen aufnehmen müssen.
Bereits ohne schwül-warme Temperaturen und körperliche Anstrengung verliert der menschliche Körper täglich bis zu 200ml Schweiß. „Je nach Temperatur und Bewegung verschwitzt der Mensch bis zu einem halben Liter Flüssigkeit pro Nacht - das entspricht bis zu 182,5 Liter im Jahr", informiert Arne Menzdorf, Fachbiologe bei Deutschlands Allergienetzwerk myAllergo. Besonders brisant für Hausstaubmilben-Allergiker: Die Kleinstlebewesen mögen es warm und feucht. Wer also nachts stark schwitzt, bereitet Hausstaubmilben in Kissen, Decke und Matratze ein kuscheliges Zuhause.
Kopfkissen, Decken und Matratzen austauschen
„Allergiker sollten Zudecke und Kopfkissen daher einmal im Monat in die Waschmaschine geben, rät Menzdorf. Das dient neben täglichem Lüften nicht nur der Hygiene und Linderung der Allergie-Symptome, sondern erhöht auch die Lebensdauer von Bettdecke und Kopfkissen. „Kopfkissen sollten darüber hinaus grundsätzlich alle drei bis fünf Jahre, Zudecken alle acht bis zehn Jahre komplett gewechselt werden", ergänzt der Fachbiologe.
Auch die Matratze sollte regelmäßig gegen eine neue getauscht werden. „Der Deutsche wechselt sie durchschnittlich alle neun Jahre", weiß Menzdorf. Damit erwerben wir in unserem Leben im Schnitt fünf Matratzen - bei durchschnittlich 13 verschiedenen Sexualpartnern, wie eine Studie der französischen Wochenzeitschrift „L'Express" und des Fernsehsenders „France 24" ergab. „Es muss angesichts der Tatsache, dass wir durchschnittlich dreimal häufiger unseren Sexualpartner anstelle unserer Matratze wechseln, niemand in Panik geraten. Die Matratze alle acht bis zehn Jahre zu wechseln reicht völlig aus," schmunzelt Menzdorf. (red)