webfreetv.com: Ex-Chef Fußi will Firma in Konkurs schicken

03. September 2010 08:03

Ehemaliger Vorstand kündigt Klage gegen Nachfolger Vogel und Unternehmen an und will seine Forderungen einbringen

Bei der schwer angeschlagenen Internetfirma geht webfreetv.com geht es wieder rund. Nachdem am Donnerstag bekanntgeworden ist, dass webfreetv-Chef Alexander Vogel seinen Vorgänger Rudolf Fußi verklagen will, möchte dieser - wie er am Abend via Mail ankündigte - webfreetv noch diese Woche in Konkurs schicken. In einer der APA übermittelten schriftlichen Stellungnahme gab Fußi außerdem an, bereits als Zeuge "im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien" einvernommen worden zu sein.

Verdacht

"Die Verdächtigten in dieser Causa: Alexander Vogel, Michael Lielacher, Ex-Vorstand Peter Merschitz und Verantwortliche der Athena Burgenland Beteiligungen AG (28-Prozent-Aktionärin von webfreetv, Anm.)", schreibt Fußi. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Vogel habe ihn, Fußi, im letzten Vorstandsbericht beschuldigt, dass die Handelsaussetzungen der webfreetv-Aktie an der Wiener Börse auf Aktivitäten Fußis zurückzuführen sei. Er, Fußi, möchte Vogel und das Unternehmen jetzt "unverzüglich" klagen.

Mehrheit

Fußi weiter: "Vogel ist so was wie Lielachers rechte Hand und soll sicherstellen, dass Lielacher wieder die Aktienmehrheit bekommt. Sie verkaufen sich selbst eine Firma, die ihnen bzw. Lielacher gehört. Man hat ein erfolgreiches Unternehmen zerstört und versucht nun die Schuld anderen zu geben. Bis dato habe ich lediglich Aussagen im Rahmen der Einvernahmen gemacht, nun werde ich die nie in Abrede gestellten und von Vogel schriftlich anerkannten Ansprüche geltend machen und die Firma in den Konkurs schicken."

Laut Eigenangaben hat Fußi an webfreetv. Forderungen in der Höhe von rund 45.000 Euro und diese "aus Rücksichtnahme auf die schwierige Lage des Unternehmens" bisher nicht eingebracht. (APA)

Ernst Marx
04.09.2010 00:19

schon wieder Lielacher !
hatten wir das nicht schon ??

net scout
03.09.2010 13:20
einfach zusperren den laden

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.