BIP-Prognose erhöht

OeNB sieht bessere Aussichten für Wirtschaft

03. September 2010 08:57
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    Foto: apa

    Mit der heimischen Wirtschaft geht es offenbar bergauf - wenn auch nicht ohne Anstrengung.

Die Nationalbank revidiert Österreichs BIP-Prognose für 2010 auf plus 1,8 Prozent nach oben

Alpbach - Die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag die Wirtschaftsprognose für Euroland angehoben, auch die Oesterreichische Nationalbank hat am Abend ihre Vorausschau für Österreich nach oben revidiert. In Österreichs könnte die Wirtschaftsleistung nach der vorjährigen Rezession heuer um bis zu 2 Prozent zulegen. Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hat heute die Gefahr eines Rückfalls Europas in eine Rezession (Double Dip) ausgeschlossen. Die Inflationserwartungen sind laut Nowotny für Österreich sehr gering.

Die Wirtschaft in der Eurozone dürfte laut den neuen EZB-Projektionen der EZB 2010 im Schnitt um 1,6 Prozent wachsen. Im Juni war sie von 1 Prozent ausgegangen. Für das kommende Jahr 2011 rechnet die EZB nun mit einem BIP-Wachstum in Euroland von 1,4 Prozent. Bisher waren 1,2 Prozent für die Eurozone angesetzt worden.

Österreich soll darüber liegen. "Ich rechne damit, dass wir für 2010 einen Wert von 1,8 bis 2 Prozent haben in Österreich", sagte Nowotny am Abend bei einer Pressekonferenz in Alpbach zum erwarteten inländischen BIP-Zuwachs. "Wir würden dann über dem Euroraum liegen, und wir werden auch 2011 über dem Euroraum wachsen."

Bessere Prognose

Im Juni bei ihrer alten Prognose war die OeNB für Österreich für heuer von 1,6 und für das kommende Jahr von einem BIP-Plus von 1,8 Prozent ausgegangen. Für 2011 hat die OeNB heute keine neuen Daten erarbeitet, es sei aber keine Verschlechterung gegenüber der Juni-Vorschau in Sicht, hieß es. Im Krisenjahr 2009 war Österreichs Wirtschaft um 3,8 Prozent geschrumpft.

Die positivere Entwicklung ist aktuell vom Konsum getragen, erläuterte die Notenbankspitze. Es sind auch Nachholeffekte nach dem vorjährigen BIP-Einbruch zu beobachten. Besonders deutlich ist das in Deutschland zu sehen, hier lauten die Prognosen der Deutschen Bundesbank auf 3 Prozent Wachstum für 2010. Auf Sicht dürfte sich das Wachstum leicht abschwächen. Eine Wiederkehr eines Absturzes sieht die OeNB aber nicht.

In der tiefsten Rezession der Nachkriegszeit hat sich laut OeNB-Vize Wolfgang Duchatczek das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) bewährt. Am Bankenmarkt hat sich für die meisten in Österreich tätigen Geldinstitute die Lage soweit normalisiert, dass sie wieder Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt haben. In der Eurozone gibt es nach Worten der OeNB-Spitze aber eine Reihe von Banken, die de facto keinen Zugang dazu haben und sich über die EZB refinanzieren müssen.

Ein Zahlungsverkehrsproblem hat es nicht gegeben in der Krise in Österreich. (APA)

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11 Postings
Sir Iljitsch
03.09.2010 15:11

Die Jawa war immer ein Traum von mir...

José Atento
03.09.2010 13:13
Was so eine staatliche Geldspritze nicht alles bewirken kann ?

Aber leider ist so etwas kaum nachhaltig. Also sollten wir uns vielleicht auf ein schwierigeres Jahr 2011 oder 2012 vorbereiten.

Gut vorerst dürfen wir einmal feiern gehen...
Carpe diem

Perseus0
 
03.09.2010 12:27

Und was sieht man für die Konsumenten?

derStandardmeint
03.09.2010 11:29
Bei Herrn Novotny immer das Gegenteil annehmen.

Das passt dann auch!

Andreas Mittermayer
03.09.2010 11:02
Dieses hartnäckige Festhalten am BIP als wesentlichen Wirtschaftsindikator ist für mich völlig unverständlich!

.
Denn als Indikator für die qualitative Entwicklung eines Landes oder einer Volkswirtschaft ist das BIP aus vielen verschiedenen Gründen völlig ungeeignet!

Ganz im Gegenteil: Das Nachlaufen eines Wachstums des BIP ist auf Dauer sogar schädlich und führt uns in eine Sackgasse!

Alternativen dazu wären etwa das GPI (siehe etwa: http://de.wikipedia.org/wiki/Genu... _Indicator )
oder eine Vielzahl anderer Indikatoren, die in Summe besser geeignet sind, die Qualität einer Volkswirtschaft zu beschreiben.

José Atento
03.09.2010 13:15

Das BIP ist eine Kennzahl, die sehr stark überbewertet wird. Schließlich kann man vieles nicht im BIP abbilden.

Außerdem zeigen diese Zahlen immer nur was in der Vergangenheit lief.

Peter_23
03.09.2010 11:47
Sie Wissen aber schon, dass

eine Interesse an Indikatoren die Tatsachen wahrheitsgetreuer abbilden, nicht immer gegeben ist?

Der Vorteil des BIP ist seine leichte Manipulierbarkeit und dass er im Grunde wenig aussagt.

Andreas Mittermayer
03.09.2010 15:44
Naja, das BIP ist schon ein Indikator für gewisses quantitatives Wachstum.

.
Wobei auch dieser bspw. nur einen Teil der Wertschöpfung - bzw. besser ausgedrückt - Aktivitäten in einer Volkswirtschaft bewertet.

Über die Entwicklung des Wohlstandes und die Qualität einer Volkwirtschaft, sagt das BIP praktisch nichts aus bzw. kann darüber ein völlig verzerrtes Bild abgeben.

Bobostandard
03.09.2010 10:05

Schätzungen mindestens so konstant wie der Wetterbericht!

Franz Mukal
03.09.2010 01:40
ich hab's schon gesagt,

mein wilder Wein am balkon wuchert echt wie verrückt!

Erwin Wolfram
02.09.2010 20:53

ja natuerlich im kebapgewerbe wird die wirtschaft sicher ueberzeugen.

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