"Am Punkt" über H.-C. Strache

Falsche Fragen

02. September 2010 19:27

Eine Diskussionssendung, die schon im Titel populistisch impliziert, dass Strache gefährlich sei, will es halt nicht anders

Nina Horaczek hat es auf den Punkt gebracht: Die Masche der FPÖ ist es, sich durch provokante Äußerungen ("Wiener Blut") ins Rampenlicht zu spülen, dort heischende Kritik abzuwarten und sich dann in der Rolle des Angegriffenen und Missverstandenen zu suhlen. Und so ging es auch bei der ersten nachsommerlichen Ausgabe der Diskussionssendung "Am Punkt" zu. Thema: "Wie gefährlich ist H.-C. Strache?"

Was auch immer die eingeladenen Gäste diesbezüglich ins Treffen führten, der FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl wusste aus den Vorhaltungen der ihm gegenüberstehenden Studiogäste (Ariel Muzicant, Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier und Journalistin Horaczek) stets eine den Anliegen seiner Partei nützliche Wendung herbeizuführen. Wenn Heinzlmaier die FPÖ-Wählerschaft als "bildungsfern" beschrieb, dann klappte das natürlich besonders gut. Und nach einer Stakkato-Diskussion, wie sie "Am Punkt" ist, also einer zigfach von Werbeeinschaltungen, Zuspielungen und dem Vorlesen von Facebook-Eintragungen unterbrochenen bzw. belebten Frageschleife bleiben wieder nur beleidigte Gesichter über - auf der Suche nach der verlorenen sachlichen Dabatte. Ein Schema, das sich bei sämtlichen Gesprächsrunden, in denen FPÖ oder BZÖ im Fokus stehen, zu wiederholen scheint.

Kein Wunder. Eine Diskussionssendung, die schon im Titel populistisch impliziert, dass H.-C. Strache gefährlich sei, will es halt nicht anders. Man könnte ja auch sachliche Fragen stellen. Was will H.-C. Strache gegen den Facharbeiterkräftemangel tun oder für Betriebsansiedelungen oder gegen die Jugendarbeitslosigkeit? Da gäbe es wohl nicht viel zu sagen. (Margarete Affenzeller/DER STANDARD, Printausgabe, 3.9.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 33
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mao zeitung
03.09.2010 14:25
interessant war das Abstimmungsergebnis durch die Zuseherinnen

70 : 30 für die Strache-FPÖ

h u m b u g
03.09.2010 14:49

Liegt bestimmt nicht an den blauen Wahlhelfern und Parteid*ppen, die brav gevotet haben ;-)

politisch verfolgt
03.09.2010 16:47
wobei man sich fragt:

wo waren die d**ppen der anderen parteien, um dagegenzuvoten?

spoiled ballot
04.09.2010 00:10
dass das ergebnis nicht die

meinungslage widerspiegelt, zeigt jede wahl.
und einigermaßen seriöse umfrage zeigen, dass nicht mal die blau-wähler so ein vertrauen in die regierungsfähigkeit ihrer vertreter haben, wie bei dieser telefon-abstimmung

natürlich gibts da parteiäffchen die für ihre partei "voten", und weil es bei dem thema für andere parteien nichts zu holen gibt, sinds halt hauptsächlich die blauen äffchen.

A.B. Schreiber1
03.09.2010 17:08
Antwort zu: wo waren die anderen

Der Allparteiensprecher
Kräuterwallner Kaltenegger
wurde von ATV nicht eingeladen, daher hatten seine Gläubigen Sendeverbot.
;)

FelixKrull
03.09.2010 14:03
Eine Diskussionssendung, die schon im Titel

... einen schweren Fehler hat.

Petzibär
03.09.2010 13:45
war ziemlich lustig

3-5 gegen 1 von der fpö und die fpö gewinnt. wann wird es denen eigentlich selbst mal peinlich? wenn sie bei einer diskussion 10 gegen 1 auch noch den kürzeren ziehen?

sylver
03.09.2010 12:54
immer wenn ich sylvia saringer sehe

denke ich mir: "Mars Attacks!" war schon ein toller film!
http://wallpapers-diq.org/wallpaper... rosnan.jpg

Bully Bullson
03.09.2010 12:52
Die Nina H. war meiner Meinung nach ziemlich schlecht...

...sie erinnerte mich ein wenig an die Aleksandra I. bei den Sommersesprächen im ORF...

..ziemlich aufbrausend (fiel - vorallem - Kickl andauernd ins Wort) und relativ hysterisch...

Ich fand´s schade, weil man Typen wie den HaCe oder eben den Kickl nur ruhig und analytisch "abmoniteren" kann...nicht aber so, wie sie sich verhalten hat...

..eine vergebene Chance..leider!

politisch verfolgt
03.09.2010 12:44
überraschend war einzig

muzicant, der kickl fast wohlwollend gegenübertrat. keine ahnung, warum.
der rest war das übliche bis auf die richtige einschätzung, daß die fpö in gewissen bereichen wie zb. jugend deshalb so stark ist, weil die anderen so schwach sind.

mao zeitung
03.09.2010 14:26

Ist H.C. Strache regierungstauglich?

Nein, Hetze und Angstmache dürfen nicht salonfähig werden. (30%)

Ja, weil er sich zu einem ernstzunehmenden Politiker entwickelt hat. (70%)

http://blog.atv.at/ampunkt/

ichFrieder
03.09.2010 18:02

Tja,
jedes Land hat die Politiker, die es verdient.

Sortini
03.09.2010 12:35
War ein ähnliches Chaos wie nachher im Club2.

Highlight in dieser Diskussionsrunde war jedoch am Ende, als Heinzlmaier die Daniel zerstört hat, indem er ihr erklärt hat, dass der Begriff "Bildungskapital" von Bourdieu stammt und nicht einfach irgendein Fantasie-Begriff zur Charakterisierung der FPÖ-Wähler ist. Die Frau sollte wirklich mal das ein oder andere Buch aufschlagen, bevor sie in Fersehsendungen ihre belanglosen Kommentare absondert. Will hier aber nicht weiter ausholen. "Tageszeitung 'Österreich'" - damit sollte alles gesagt sein.

roterbruder1
03.09.2010 11:32

immer wieder das selbe. man kann rechten populisten nicht mit dem erhobenen zeigefinger beikommen. nehmt sie in die zange, fordert von ihnen logische lösungen und sie werden scheitern. oder lasst sie links liegen, keine berichterstattung schmerzt sie viel mehr als eine negative.
und man muss ja wirklich nicht über jeden schaß der rechten berichten.

buena1vista1
03.09.2010 11:09
Ich frage ....

mich immer wieder, wieso niemand nach politischen Inhalten fragt ... ist immer das selbe ... blablabla ... uninteressantes Geschwätz, gegenseitiges Dreckkübel beschmeissen .... aber was man gegen Arbeitslosigkeit, Korruption, Skandale & Steuergeldverschwendung, etc. tun möchte: keine Ahnung, ZERO, Njiente!

Schnuu
03.09.2010 10:48
Ich find diese Sendung ....

... war Schwachsinn hoch 10. Der Jugendforscher hielt alle FPÖ-Wähler für minderbemittelt, Ariel Muzicant war auf Kuschelkurs, und die Journalistin, die es notwendig hatte, ihr Buch 2 mal in die Kamera zu halten, war wie eine Zicke, die nicht wußte wo ihre Fragerei hinführen sollte. Kickl hatte da wirklich leichtes Spiel. Bezgl. der Moderatorin: manchmal hatte die Dame diese Diskussion nicht mehr im Griff. Für mich war diese Sendung eher eine Werbezeit für die FPÖ, weil alle Klischees (vonwegen alle sind gegen uns, usw.) von den Diskussionspartner sehr bereitwillig ausgespielt wurden ....... Mich würde mal die Frage interessiern, was HC denn gegen Moscheen/Islam oder so machen will (nur damit man endlich seine "Lösung" erfährt) ....

CrangerMan
03.09.2010 14:09

FPÖ-Wähler kommen meistens aus bildungsfernen Schichten, das ist Realität. Um das zu verstehen, muss man kein Jugendforscher sein. (Kickl hat übrigens auch sehr viel Blödsinn geredet.)

Grigio
03.09.2010 16:25

... und was genau?

Fabian S.
03.09.2010 11:08

für mich gelten eher FPÖ-Funktionäre als Bildungsfern:

siehe Klickl: der Aschermittwoch ist teil des Faschings
siehe Strache: wenn der bspw. vom Standard interviewt wird, kommen - außer bei den Ausländern, aber die paar Sätze, die er immer sagt, auswendig lernen, bringt ja auch er zusammen - immer Antworten wie "das ist nicht die Frage", "das ist doch absurd" und das sind Straches Antworten zu den Themen, die wichtiger sind als das Ausländer-Thema

afrayspeed
03.09.2010 10:04

vielen dank für diesen treffenden kommentar.

zusatzfrage: was will ein bericht in dieser zeitung über eine fp-wahlveranstaltung, der mit "es stank gewaltig in der lugner city" betitelt ist?

Wahres Posting
 
03.09.2010 08:39
Was will H.-C. Strache gegen den Facharbeiterkräftemangel tun

Andere Frage: Wieso tun die Unternehmen nichts gegen den Facharbeiterkräftemangel? Zum Beispiel Lehrstellen anbieten, interne Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten etc.
Gibt massenweise Jugendliche die Lehrstellen suchen.

m m 10
03.09.2010 12:31
das...

...schrammt jetzt aber weit am thema vorbei.

der artikel handelt von dem fragwürdigen verhalten von medien, die populisten immer wieder eine plattform bieten und sie nicht mit objektiven fragen und dem verbundenem aufzeigen der konzeptlosigkeit konfrontieren - nicht von der lösung einer konkreten sachfrage, die beispielhaft angeführt wurde.

invodaseibua
03.09.2010 10:27

na ja, ein großteil dieser jugendlichen kann halt nicht einmal die fläche eines rechtecks ausrechnen.
von einem kreis ganz zu schweigen ...

A.B. Schreiber1
03.09.2010 12:51
ungebildete Jugendliche?

kühne Behauptung ;)

Laut Politik haben wir doch

flächendeckende Kinderbetreuung (Kindergartenbesuch ab 2,5 Jahre, Horte, Tagesmütter/Väter,usw)

hervorragende Schulen (Volksschulen, super Hauptschulen samt supasupa Schulversuchen,usw)
Nachmittagsbetreuung, Nachhilfe- und Förderstunden,usw

Jugendbeauftrage, Jugenclubs, Jugendcamps, Streetworker, Elternschulen, usw

Fabian S.
03.09.2010 09:51

das bei den Unternehmen das Problem liegt, ist bekannt

aber Herr Strache ist Politiker; er sollte sich auch Lösungen für die Probleme ausdenken: Er sagt, dass zu viel Österreicher zu wenig verdienen - das sagen auch alle Politiker - aber ich habe von Herrn Strache bis heute keinen Vorschlag gehört, wie er das Angehen möchte.

Alles was er macht, ist sich über die Politik anderer aufregen oder bei Vorschlägen anderer mitstimmen - aber wirkliche Lösungsansätze sind von ihm bis heute noch keine gekommen

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