Erneute Bohrinsel-Explosion

Brand gelöscht, keine Hinweise auf Ölschleier

3. September 2010, 14:50

Keine Toten - Ursache der Explosion noch unklar - mit Video

New Orleans/Washington - Die Ölplattform, auf der sich am Donnerstag eine Explosion ereignet hat, steht nicht mehr in Flammen. "Das Feuer ist gelöscht", sagte ein Sprecher der US-Küstenwache am Donnerstagabend (Ortszeit). Es gebe entgegen ersten Annahmen auch keinen Hinweis auf einen Ölschleier im Meer. Zuvor gab es der Regierung zufolge Berichte über einen etwa 1,6 Kilometer langen Ölfilm nahe der Bohrinsel.

Einen Tag nach der neuen Explosion bestand weiter Unklarheit über die Ursache. Die zuständige US-Behörde für Ozean-Energieförderung kündigte eine Untersuchung an. Auf der vom Unternehmen Mariner Energy betriebenen Plattform "Vermillion 380 A" war nach der Explosion am Donnerstagmorgen (Ortszeit) ein Feuer ausgebrochen, das nach rund vier Stunden gelöscht werden konnte. Alle 13 Arbeiter wurden weitgehend unverletzt aus dem Wasser geborgen.

Ursache unklar

Die Ursache der Explosion vom Donnerstag war zunächst unklar. Die Betreiberfirma Mariner Energy, die ihren Sitz in Houston (Texas) hat, kündigte Untersuchungen an. Das Unternehmen fördert nach Medienberichten in der Region vor der Vermillion Bay an der Küste Louisianas Rohöl und Erdgas aus insgesamt sieben Bohrlöchern. Die Förderung sei nach der Explosion an allen Bohrlöchern gestoppt worden, teilte Mariner Energy der Küstenwache mit.

300 Kilometer von "Deepwater Horizon" entfernt

Der Unfall auf der "Vermillion 380 A" ereignete sich etwa 140 Kilometer von der Küste Louisianas und gut 300 Kilometer von der Stelle entfernt, an der am 20. April die vom britischen Ölriesen BP betriebene Plattform "Deepwater Horizon" explodiert war. Bei dem bisher größten Ölunfall der Geschichte starben elf Menschen, schätzungsweise 660.000 Tonnen Öl strömten ins Wasser, bevor das Leck schließlich nach und nach abgedichtet werden konnte. 

Dauerhafter Verschluss

BP bereitet derzeit die endgültige Versiegelung des Öl-Reservoirs etwa 4.000 Meter tief im Meeresboden vor. Ingenieure haben am Donnerstag eine temporäre Verschlusskappe von der geborstenen BP-Ölquelle entfernt. Anschließend soll das defekte Absperrventil vom Meeresgrund geborgen werden, das ein Austreten von Öl aus der Quelle eigentlich hatte verhindern sollen. Ihm kommt ihm bei den Untersuchungen des Unglücks eine Schlüsselrolle zu. Danach sollen die letzten 15 Meter der begonnen Entlastungsbohrung bewältigt werden. Die Ingenieure wollen anschließend Schlamm und Zement in die Quelle pumpen, um diese dauerhaft zu verschließen.

Anders als die "Deepwater Horizon" operierte die Plattform "Vermillion 380 A" in relativ flachem Wasser, es ist nach Angaben des US-Innenministeriums nur gut 100 Meter tief. Damit könnte eine Ölpest auch weitaus leichter bekämpft werden als im Fall der "Deepwater Horizon" mit einem Leck in 1.500 Meter Tiefe, erläuterten Experten.

Börse nur kurz instabil

Die Broker in New York zuckten nur im ersten Moment zusammen, als sich die Nachricht von der Explosion verbreitete. Die Anspannung löste sich schnell. BP hatte zwischenzeitlich mehr als die Hälfte seines Marktwerts eingebüßt - am Donnerstag lag die Aktie leicht im Plus, genauso wie die Papiere der Rivalen Chevron und Shell. Unter den großen Ölkonzernen büßte nur Marktführer ExxonMobil minimal ein. Selbst der Betreiber der jetzt verunglückten Ölplattform, Mariner Energy, verlor nur zwei Prozent an Wert.

Westlich der "Deepwater Horizon"

Der Unfall ereignete sich etwa 140 Kilometer vor der Küste Louisianas - und gut 300 Kilometer von der Stelle entfernt, an der am 20. April die vom britischen Ölriesen BP betriebene Plattform "Deepwater Horizon" explodiert war. Damals starben elf Menschen, schätzungsweise 660.000 Tonnen Öl strömten ins Wasser, bevor das Leck schließlich abgedichtet werden konnte.  BP bezifferte die Kosten für die Beseitigung der Ölpest mittlerweile auf acht Milliarden Dollar. Das Leck an der Ölquelle in rund 1.500 Metern Tiefe soll in zwei Wochen endgültig verschlossen werden. (Reuters/APA)

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agarthianer
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stj911.org physics911.net
02
"Es gebe entgegen ersten Annahmen auch keinen Hinweis auf einen Ölschleier im Meer. Die Küstenwache hatte ursprünglich unter Berufung auf Aussagen der geretteten Arbeiter der Plattform von einem Ölschleier gesprochen."

Also die Arbeiter sind einer Massenhalluzination erlegen bei der jeder von ihnen irrtümlicherweise einen *riesigen* (etwa 1,8 km langen) Ölteppich sah.

Und dann plötzlich gab es den gar nie ...
Etwas merkwürdig.
Intervention? Würde allerdings keinen Sinn machen, lang könnte man einen Ölteppich ja nicht verheimlichen. Außer man würde ihn mit Chemikalien zum absinken bringen.

In der Ausgabe d. Kuriers heute morgen hieß es noch ganz anders:

>>Dennoch gelangte ... Öl ins Meer: Die
>>US-Küstenwache ORTETE zunächst einen
>>Ölteppich von etwa 1,8 Kilometer Länge und 30
>>Meter Breite, der in der Nähe der
>>Produktionsplattform auf dem Wasser trieb. Man
>>sei für eine neue Ölpest gewappnet, hieß es bei
>>der Küstenwache.

Macky Messer
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jaja die gute alte, sichere, nachhaltige und fördernswerte fossilenergie

Funk1
00
klar

ist ja auch eine US firma... da wird nicht sabotiert wie bei BP

piroschka d.
00

"leaving tiny footprints ... "

40undDanke
01
Brand gelöscht, keine Hinweise auf Ölschleier

Des is auch die Antwort, egal welchen BP-Mitarbeiter oder deren Telefonbeantworter sie anrufen, zu welcher Tages- und Nachtzeit auch immer.......

rumpelstelzchen
00
Ihren Angaben zufolge gelang es ihnen vor der Explosion, das Bohrloch zu schließe

warum wussten die schon vorher, dass es zur Explosion kommen würde?

FinalDestinati0n
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Vielleicht weil eine Warnanlage rumheulte wie ein spitzer Kojote?

rumpelstelzchen
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das bedeutet doch normalerweise "Zigarettenpause"

rolin
00

Vielleicht, weil … Bohrloch geschlossen / Explosion / Interview?

rumpelstelzchen
00

gut kombiniert.

Slarti Bartfass
 
06

Die 4 "Mistkübelanzünder" waren es!

aber eigentlich
00
genau!

glei direkt nach guantanamo für weitere 6 Wochen.

eleazar
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auf einen Waterboarding-Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene

Hurra

*scnr*

Leech
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bei trendsportarten muss man immer vorn dabei sein um mithalten zu können ^^

Killer Bunny
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Um die Macht der Öl-Industrie richtig zu verstehen, kann ich nur die Dokumentation "Das Ölzeitalter" auf ARTE empfehlen. Wiederholung am 7.9 oder On Demand. Da sieht man, wie Weltpolitik wirklich funktioniert hat und funktioniert.

eleazar
00
Arte sendet diese auch als Stream (bis 7 Tage nach Erscheinung)

http://videos.arte.tv/de/videos... 90828.html

funzt derzeit aber nich ;-(

oil spill
07
das ist jetzt der 4 vorfall..

1.) die BP oil rig explosion am 20.4., wobei die bp bigwigs verdächtigerweise schon wochen zuvor große aktienpakete abstießen und es probleme mit dem well seit februar gab.

findige köpfe fanden aus den koordinaten der regierungsdokumente heraus, dass es neben dem offiziellen "gezeigten" noch ein ganz anders geben muss..
http://tinyurl.com/38oyj6d

kritiker matt simmons behauptete noch im juli bp vertusche eine ganz anderes loch, das meilen davon entfernt ist.
http://tinyurl.com/22m3vhl
er "starb" am 8.august in seinem pool..
2.)
am 27 juli gab es eine weiters oil spill, angeblich wegen einem "bootsunfall"...
http://tinyurl.com/2fvw29n
3.)
am 12. august ein oil well blowout in Assumption Parish, Louisiana
http://tinyurl.com/2g7llqt

Thralia
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Und im Juni diesen Jahres gab es auch einen Vorfall im Roten Meer an der Küste vor Hurghada.

Allerdings wird das ganze etwas todgeschwiegen... Aus Tourismus-technischen Gründen. Gibt also nicht viele Informationen darüber im Netz, nur Mutmaßungen.

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?

Worauf wollen Sie hinaus? Eine Ölfirma sabotiert alle anderen? Umweltaktivisten? Großer Zufall?

stj911.org physics911.net
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Nein. Darauf, dass das eine höchst unsichere und gefährliche Angelegenheit ist.

Oscar W
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mal was anderes

wie leben die 13 arbeiter dort? einsam zusammen auf ne bohrinsel wo sie die maschienen am laufen halten. muss ein ziemlich interessanter, aber harter job sein dort

Leech
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das is ein knochenjob.
man verdient dementsprechend und das ist meist auch die einzige motivation was die leute dort hält.

FinalDestinati0n
00

Haben Sie Discovery Ch.?

Da laeft immer ne Doku ueber Arbeiten auf Oelplattformen.

DM2006
10

Nach all der Berichterstattung ueber die Deepwater Horizon hab ich die Hoffnung schon lange aufgegeben, dass die Medien irgendmal den Unterschied zwischen Bohrinsel, Oel-Plattform und Gas-Plattform lernen.
Trotzdem noch einmal ganz langsam....
Die Deepwater Horizon hat nach Oel gebohrt und haette nie auch nur einen Tropfen Oel produziert. Deshalb war es eine Bohrinsel.
Die Plattform hier hat Gas produziert, deshalb ist es eine Gasplattform. Der erste Absatz war ja schon fast richtig, bis dann in den darauffolgenden Absaetzen wieder alles voellig durcheinander ging :)

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