Jucken beim Gucken

02. September 2010 17:05
  • Artikelbild
    Foto: reuters/institute for clinical pathology & medical research

VerWanztes Filmfestival - Von Dominik Kamalzadeh

Wen juckt's? Diese Frage löst an der US-Westküste derzeit unangenehme Assoziationen aus. Dort wütet nämlich gerade die Bettwanze, ein winziger, rotbrauner Geselle, der neben Hautschwellungen auch Angstzustände verursacht. Nachdem man ihm in New York den Krieg erklärt hatte - "Drop dead. Your days are over!", rief eine Stadträtin aus -, ist das Insekt offenbar flugs nach Kanada ausgewandert.

Im Scotiabank Theatre in Toronto, einem Kino, in dem ab 9. September die meisten Pressevorführungen des wichtigsten nordamerikanischen Filmfestivals abgehalten werden, wurde nun ein Besucher gebissen. Sofort wurden Kammerjäger und eigens trainierte Hunde losgeschickt, um den Saal über Nacht von seinen Parasiten zu befreien, berichtet der britische "Guardian".

Die Direktion des Festivals, die ähnliche Panikattacken von Besuchern befürchtet, wie sie aus zwei Kinos in New York vermeldet wurden, ist um Beschwichtigung bemüht: "Die Sicherheit unserer Gäste ist oberstes Anliegen - wir nehmen die Gefahr ernst!"

Ko-Direktor Cameron Bailey nahm die Vorstellung verwanzter Filmkritiker mit Humor und verkündete über Twitter sein Alternativprogramm: "Wer gruselige Kreaturen will, soll die Schiene 'Midnight Madness' probieren. Oder die Wall-Street-Bösewichte aus der Wirtschaftskrisen-Doku 'Inside Job'." (DER STANDARD, Printausgabe, 3.9.2010)

 

pumuckl
03.09.2010 11:06

Weder Toronto noch New York liegen an der US-Westküste.

hawkwind -
03.09.2010 09:13
Panikattacken wegen Wanzen.

Mutet ein bisschen seltsam an in einer Welt, die im Hochwasser untergeht, Kriege um Erdöl oder wegen Heiliger Orte führt und schon so mancen Präsidenten verdauen musste.

alcharismi
 
03.09.2010 11:47

Die wenigsten Großstädter kennen sie mehr -- und sie SIND ein wenig grauslig.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.