Bei Prüfungsflug mit zweimotoriger Maschine in Böschung gekracht - Ermittlungen könnten halbes Jahr dauern
Ein 67-jähriger Fluglehrer aus Leonding (Bezirk Linz-Land) und sein 20-jähriger Schüler aus Tirol sind beim Absturz mit einer zweimotorigen Maschine des Typus Tecnam P2006T am Flugfeld Hirschbach bei Freistadt in Oberösterreich ums Leben gekommen. Die Ermittlungen nach dem Absturz werden Monate in Anspruch nehmen, erklärte Hermann Feldbacher von der Sicherheitsdirektion Oberösterreich am Freitag. Noch vorhandene Teile des Wracks würden von der Flugunfalluntersuchungsstelle des Bundes inspiziert, die Obduktion der Leichen sei seit Freitagvormittag im Gange.
Der 67-jährige Fluglehrer aus Leonding bei Linz und sein 20-jähriger Tiroler Flugschüler waren kurz nach 13.30 Uhr vom Airport Linz in Hörsching zu einem Prüfungsflug gestartet. Gegen 14.00 Uhr stürzte die Maschine am Flugplatz Freistadt in Hirschbach ab. Sie krachte gegen eine Böschung und brannte völlig aus. Für den Piloten, der als besonders erfahren galt, und seinen Schüler kam jede Hilfe zu spät.
Die Ermittlungen zur Absturzursache gestalten sich äußerst schwierig: Die Flugunfalluntersuchungsstelle führt die Erhebungen an der Absturzstelle durch und untersucht die noch vorhandenen Teile der völlig zerstörten Maschine. "Das kann bis zu einem halben Jahr dauern", sagte Feldbacher. Die medizinischen Untersuchungen sollen ebenfalls mehrere Wochen dauern. Sie dürften aber auch keine neuen Erkenntnisse zur Unfallursache liefern, so Feldbacher.
Das Flugzeug war laut Angaben auf der Homepage der Flugschule erst 2009 als erste Tecnam P2006T in Österreich zugelassen worden. (APA)