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Der deutsche Fernsehgeräte-Spezialist Loewe schließt nach einem verpatzten ersten Halbjahr auch einen Jahresverlust nicht aus. Ob es am Ende rote oder schwarze Zahlen unterm Strich geben wird, hänge vom Weihnachtsgeschäft ab, sagte der neue Loewe-Chef Oliver Seidl am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa auf der Funkausstellung IFA in Berlin. Der Umsatz werde in diesem Jahr nur leicht steigen, sagte Seidl.
Loewe hatte den erhofften Geschäftsschub durch die Fußball-WM verpasst: Weil die Lieferung von einem Zulieferer ausfiel, wurde eine neue Gerätereihe nicht rechtzeitig fertig. Im ersten Halbjahr gab es einen Verlust von gut vier Millionen Euro, Konzernchef Frieder C. Löhrer trat im Sommer zurück.
"Wir müssen schneller werden"
Seidl will nun einiges ändern. "Wir müssen schneller werden", sagte er. Loewe brauche derzeit zu lange, um Innovationen auf den Markt zu bringen. Derzeit liege Loewe meist etwa neun bis zwölf Monate hinter dem ersten Anbieter einer neuen Technologie zurück. "Wir wollen diese Zeit auf sechs Monate verkürzen", kündigte Seidl an. Die Strategie von Loewe sei aber grundsätzlich, neue Techniken erst bei Marktreife anzubieten. So verkaufe Loewe noch keine 3D-Fernsehgeräte: "Wir haben bisher gesehen, dass 3D nicht kundenfähig ist."
Loewe verstehe sich auch weiter als Hersteller von Premium- Elektronik zu gehobenen Preisen, betonte Seidl. Unter die aktuellen Einstiegspreise bei 800 Euro werde Loewe nicht gehen. (APA)
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