4.208 Wiener Schüler im Vorjahr von Schulpsychologen betreut

2. September 2010, 13:34

Lernschwierigkeiten häufigstes Problem - Eltern können sich auch direkt an Beratungsstelle wenden

Wien - In Wien haben im vergangenen Schuljahr 4.208 Kinder und Jugendliche schulpsychologische Hilfe in Anspruch genommen. Die Zahl der Anmeldungen sei in den vergangenen zehn Jahren um 30 Prozent gestiegen. "Die Probleme sind mehr geworden", erklärte Mathilde Zeman, Leiterin der Schulpsychologischen Bildungsberatung, am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Außerdem sei die Akzeptanz gestiegen, "die Psychologie in den Alltag hinein zu holen". Insgesamt gab es 2009/10 19.420 Klientenkontakte.

Lernschwierigkeiten als Hauptproblem

Knapp mehr als die Hälfte der Betroffenen hatten im vergangenem Schuljahr mit Lernschwierigkeiten zu kämpfen. 536 Schüler (13 Prozent) wiesen Verhaltensschwierigkeiten auf, 547 (13 Prozent) hatten mit Lern- und Verhaltensschwierigkeiten zu kämpfen. 548 Kinder und Jugendliche (13 Prozent) ließen sich in Bildungsfragen von Schulpsychologen beraten.

Im Bereich "Krisenintervention" wurden die Psychologen 276 Mal (6 Prozent) zu Hilfe gezogen. In diesen Bereich fällt die Betreuung größerer Gruppen - zum Beispiel Klassen. "Das ist nicht gerade wenig", kommentierte Zeman. Vor zehn Jahren hätte es dies in so einem großen Ausmaß noch nicht gegeben. Häufig seien Drohungen gegenüber Lehrern oder Mitschülern oder schwere Unfälle, bei denen viele Schüler Zeugen waren, Anlassfälle für eine "Krisenintervention".

25 Wiener Schulpsychologen

Insgesamt verbrachten 25 Wiener Schulpsychologen im vergangenem Schuljahr 25.000 Stunden in Bildungseinrichtungen. "Sie sitzen nicht im Büro und warten bis die Kunden kommen", erklärte Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl.

An den einzelnen Standorten werden Sprechstunden angeboten. So haben auch Eltern die Möglichkeit, Schulpsychologen zu kontaktieren. Zeman riet dabei zu zwei Möglichkeiten: Wenn Probleme in der Schule auftreten, zum Beispiel wenn das Kind nicht gerne lernt oder Motivationsprobleme hat, soll zuerst der Lehrer kontaktiert werden. Falls die Notwendigkeit besteht, wird für den Betroffenen über die Bildungseinrichtung ein Termin beim Schulpsychologen ausgemacht. Kommt es zu Hause zu Schwierigkeiten, zum Beispiel wenn das Kind Angst hat, in die Schule zu gehen, dann können sich die Eltern auch direkt an die Beratungsstelle wenden. (APA)

sociovation
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Da fällt mir spontan Paul Watzlawick ein:

"In mehr als 5 Seelen kann ich mich nicht hineindenken".

sam duke
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von einer psychologin wahrscheinlich

die meisten dieser spezies arbeiten im alkcoaching bei den führerscheinsündern. da ist mehr kohle zu machen.

Mike 23
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168 Klienten pro Psychologen

Respekt. Das ist eine Menge. Vor allem wenn man bedenkt, dass eine Beratungseinheit normalerweise nicht reicht, um tiefsitzendere Probleme zu lösen.

Es kann nur hilfreich sein, dieses Angebot weiter auszubauen.
Michael

barbarutta
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die kinder werden ja nicht "betreut", wie der bericht weismachen will.
hauptaufgabengebiet der pschulpsychollog/innen bei lernproblemen ist es, sonderpädagogischen förderbedarf festzustellen - in einer halben stunde bis stunde! so eie es jetzt ist, helfen die psycholog/innen nicht, sondern spielen eine entscheidende rolle dabei, dass es immer aso-kinder gibt (sogenannte "lernbehinderte kinder").
eine solche testung entscheidet oft über eine existenz.

sociovation
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Sie werden doch nicht ernsthaft glauben,

dass den verantwortlichen Politikern die seelische Gesundheit der Kinder auch nur einen Deut interessiert...

wilma
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und wie soll das gehen ...

... wenn dauernd nur personal eingespart wird?

Mike 23
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Ganz einfach

Mehr Psychologen einstellen.
mfg Michael

P.S. Das ist natürlich eine Forderung an die Politik.

Clemens Schwarz
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sie übersehen ein strukturelles problem

die schule müsste autonom sein und den schulpsychologen anstellen können.

der schulpsychologe ist durch seine anstellung beim land dem land verpflichtet und nicht der schule. dadurch hat er auch eine politische funktionen.
die ist von grund auf wichtiger als die direkte arbeit mit den schülern. bei anfragen bei der schulpsychologie bekommen sie als antwort immer: "das decken wir ab." was soll man davon halten.

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