Buwog

Grasser: Einvernahme-Marathon zu Ende

02. September 2010 20:05
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    ...weswegen am Abend Grasser-Anwalt Ainedter von den wartenden Journalisten "in die Zange genommen" wurde.

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Die Staatsanwaltschaft befragte den Ex-Finanzminister neun Stunden lang, am Mittwoch geht es in die nächste Runde

Wien - Ein ungewohnt medienscheuer Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP) ist heute Donnerstag im Bundeskriminalamt (BK) in Wien neun Stunden lang von Staatsanwälten und Ermittlern erstmals zu den Vorwürfen gegen ihn in der Causa Buwog befragt worden. Nächsten Mittwoch wird die Befragung fortgesetzt, auch ein dritter Termin sei nicht ausgeschlossen, erläuterten Grassers Rechtsanwalt Manfred Ainedter und der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Vecsey. Grasser selber ließ sich heute vor den Medien gar nicht nicht blicken - obwohl er vor der Befragung in Interviews mitgeteilt hatte, er freue sich auf die Einvernahme, um die Vorwürfe gegen ihn zu entkräften.

Grasser sei nach der neunstündigen Befragung "zu erschöpft und geschlaucht", um sich den Fragen zu stellen, meinte Grassers Anwalt vor Journalisten nach der Einvernahme. Der Ex-Minister hatte das Bundeskriminalamt offenbar durch einen Nebeneingang bereits verlassen, die stundenlang vor dem Haupteingang wartenden Fotografen und Journalisten hatten das Nachsehen.

Kurzfristige Verlegung

Schon in der Früh hatte die kurzfristige Verlegung der Befragung vom Landesgericht Wien ins Bundeskriminalamt bewirkt, dass sich Grasser vor der Befragung den am Gericht wartenden Medienvertretern nicht stellen musste. Der Ortswechsel sei gestern Abend entschieden worden, weil die Räumlichkeiten im Gericht nicht gegeben seien und die Einvernahme im Bundeskriminalamt ungestört vor sich gehen konnte, erläuterte Vecsey. Die Verlegung war auf Wunsch der Staatsanwaltschaft erfolgt. Das Ermittlungsverfahren sei nicht öffentlich.

Grasser wurde heute fast neun Stunden (9 bis knapp vor 18 Uhr) von zwei Staatsanwälten und sieben Ermittlern der Sonderkommission Buwog befragt. Wie der Anwalt vor Journalisten erläuterte, ging es bei der Befragung um die Buwog-Privatisierung, die Hypo-Genussschein-Beteiligung, Grassers beruflichen Werdegang, die Aussagen der ebenfalls Beschuldigten Walter Meischberger und Peter Hochegger sowie Ernst Karl Plech und Grassers Firmen. Die Geldflüsse des Glücksspielkonzerns Novomatic standen laut Anwalt heute nicht auf der Fragenliste. Auf die Frage, ob Grasser in U-Haft genommen werden könnte, meinte sein Anwalt, das halte er zwar für unwahrscheinlich, da Grasser alle Vorwürfe entkräften werden könne, aber ausschließen könne man gar nichts. Bei der nächsten Befragung werde Grasser Verträge und Akten vorlegen.

Beginn vor rund einem Jahr

Vor rund einem Jahr, im September 2009, waren erstmals Berichte über die 9,61 Mio. Euro-Provision der in der Buwog-Privatisierung siegreichen Immofinanz in den Medien aufgetaucht. Nun, ein Jahr später, wird Grasser, zur Zeit der Privatisierung 2004 Finanzminister, erstmals von der Justiz dazu befragt. Grassers Freunde und Geschäftspartner Hochegger und Meischberger hatten die Provision von der Immofinanz schwarz erhalten, nachdem diese das Bieterverfahren knapp gewonnen hatte. Den Verdacht, dass die entscheidende Information von Grasser gekommen sein soll, hat dieser stets entschieden zurückgewiesen. Die Privatisierung sei sauber und transparent abgelaufen, hatte er immer betont. Gegen Grasser wird wegen des Verdachts auf Untreue, Amtsmissbrauch und Bruch der Amtsverschwiegenheit ermittelt, es gilt die Unschuldsvermutung.(APA)

 

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Macht, Medien und meine Meinung!
05.09.2010 09:33
grasser & schüssel & haider

was für eine mafiose vereinigung

leberkasi
13.09.2010 16:41
waren das nicht die 3, die jahrelang die "geschicke" österreichs gelenkt haben???

das kann doch keine mafiose vereinigung gewesen sein, oder doch??????

Macht, Medien und meine Meinung!
05.09.2010 09:31
pflanzerei sekkierei

der kleinen steuerzahler aber kaviar und champagner für die großen abzocker und gauner wie khg....
da macht die 2klassen gesellschaft so richtig spaß

SyLvErStAr
08.09.2010 19:06
Das bringt ihnen eine Anzeige wegen übler Nachrede.

Sie können es sich aussuchen und ihren Artikel mit dem Ausdruck des Bedauerns zu revidieren.

irrelevant uninteressant
09.09.2010 08:57

Tr*ll!!

kiwi 100
03.09.2010 15:22
Andrea Herberstein, Meinl, Mensdorff-Pouilly...

...rennen immer noch frei herum: Mediale Schauprozesse, mit null Konsequenz - wieso sollte es bei Grasser anders sein ???

angelo6
03.09.2010 12:16
O-Ton Schüssel bei seiner Geburtstagsfeier 2010. "Grasser ist ein Ehrenmann!"

Aber die Linkslinken geben noch immer keine Ruh udn wollen dem armen KHG auf die saubere Weste!

lumpi123
03.09.2010 12:14
Es wird ihnen nicht gelingen

KHG ist unantastbar. Ein Steher. Ein rechtschaffener Bursche, ein musterhafter Schwiegersohn und Gatte. Im schmutzigen Biotop der österreichischen Neidgesellschaft hat er freilich einen schweren STand.
Lass dich nicht unterkriegen, Heinz Christian!

kiwi 100
03.09.2010 15:24
Sie meinen das doch ironisch - oder ?

Angelika70
03.09.2010 13:55

Für ihre Anrede am Schluß bekommen sie von mir grün! ^^

Hr. Wolf
03.09.2010 11:49
Lächerlich

Wenn ich mir alleine den lächerlich niedrigen Verkaufspreis der Austria Tabak anschaue, finde ich die Bestätigung, dass der Verkauf nicht seriös gelaufen sein kann!!!!

Erika Rothen
03.09.2010 11:58
Am "lukrativsten"

dürfte wohl der in mehreren Tranchen erfolgte Verkauf der Telekom gewesen sein.

und dieser wurde vermutlich wirklich, wie von Grasser stets betont, "superprofessionell" abgewickelt, denn aus dieser Ecke ist noch nichts über die "Begleitmusik" bekannt geworden.

Oder sagen wir mal so:
Wenn angesichts des gewaltigen Gesamtvolumens der Privatisierungen bisher nur bei BUWOG, einem kleinen Teil des Riesenkuchens, Verdachtsmomente aufgekommen sind, dann spricht das schon sehr für die professionelle Qualität der "Begleitmusikorchestrierung" durch die Grasser-Klüngel insgesamt.

lumpi123
03.09.2010 11:37
Ganze Heerscharen von Staatsanwälten

und deren Büttel gegen einen einzigen Angeklagten. Wenn das kein ungleiches um nicht zu sagen unfaires Duell ist, dann weiß ich auch nicht. Und von wegen Medienscheue, den möchte ich sehen, der nach 9 Stunden Ausfratschelei durch Staatsanwälte noch Lust auf das Ausfratscheln von Journalisten hat. Ich wäre auch durch den Hinterausgang verschwunden.

Helmut Höfler
08.09.2010 19:38
GRASSER: Einvernahme-Marathon

Sie schreiben,ganze Heerscharen von Staatsanwälten
Ich möchte dazu sagen: und alle Weisungsgebunden. Wenn auch die ÖVP was anderes behauptet.
Wer es glaubt wird selig.

rumpelstelzchen
03.09.2010 11:57
Ich wäre auch durch den Hinterausgang verschwunden.

hast auch was zu verbergen?

ich wollte gerade dasselbe schreiben...
03.09.2010 11:50
"Ganze Heerscharen von Staatsanwälten"

A Wahnsinn!

....normal

btw:
was sagt denn da der 'Herr der Heerscharen' dazu?

Erika Rothen
03.09.2010 11:44
In der Tat, das ist sooo gemein!

Wozu soll diese Befragung überhaupt gut gewesen sein? Der Herr Magister Grasser hat doch schon ausdrücklich gesagt, dass an den Vorwürfen nichts dran sei, dass alles superseriös und professionell abgelaufen ist und dass seine Weste rein sei. Wie oft soll er das denn noch sagen müssen, bis man ihn endlich, endlich in Frieden lässt?

Was wollen diese linxlinken Jagdvernaderer denn NOCH?!?

au contraire
03.09.2010 16:10

Genau. Irgendwo stehen sicher noch ein paar Schmutzkübel herum, die unbedingt ausgeschüttet werden sollen.

Grün.

Helmut Höfler
08.09.2010 20:56
Sooo gemein!

Sie bedauern Grasser, was der alles mitmachen muß, die langen Befragungen was für ein armer Kerl und Sie glauben Grasser braucht nur zu behaupten er sei unschuldig und das wars dann. Viele haben schon behauptet unschuldig zu sein und heute sitzen sie. Das Grasser bei allen diesen Geschäften korrekt gehandelt hat, glauben Sie wohl selbst nicht, es sei denn Sie stammen aus Kärnten. Sie bezeichnen alle die von Grasser`s Schuld überzeugt sind als Linke wo ist denn Ihre politische Heimat? ich nehme an rechts. Ich stimme mit Ihnen überein diese Befragung war für die Katz denn mit Geld und der ÖVP als Rückendeckung kommt Grasser wahrscheinlich wieder ungeschoren davon,leider.

au contraire
08.09.2010 21:10

Au weia. War die in meinem Beitrag enthaltene Ironie (eigentlich war's ja schon zynisch gemeint) echt SO gut versteckt?
Das nächste Mal schreib ich's wieder dazu ;)

Zu mir: Wiener, Mitte-Links. Und solange BZÖ, FPÖ oder ähnliches Gesocks in Kärnten was zu melden haben, existiert dieses Bundesland für mich praktisch nicht. Auf dem Weg von Österreich nach Italien würd ich in Kärnten nicht mal zum Pinkeln stehen bleiben.

Im Bergdorf
03.09.2010 11:28
Ui, das klingt aber nicht sehr gut für den KHG (insbesondere wenn das der toughe Ainedter von sich gibt)

"Auf die Frage, ob Grasser in U-Haft genommen werden könnte, meinte sein Anwalt, das halte er zwar für unwahrscheinlich, da Grasser alle Vorwürfe entkräften werden könne, aber ausschließen könne man gar nichts"

rumpelstelzchen
03.09.2010 12:02
ausschließen könne man gar nichts

den sollte man lieber einsperren, statt ausschliessen.

Gestatten, Rossi!
03.09.2010 11:02

Ich möchte nicht wissen, wie sehr gestern Dorians Bildnis gealtert ist...

rumpelstelzchen
03.09.2010 12:03

ich dachte immer, das wäre bereits verwest.

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