Firefox Panorama: Die Evolution des Tabbed Browsings

Andreas Proschofsky
5. September 2010, 13:57
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screenshot: andreas proschofsky

Bereits Mitte der Neunziger Jahre von einem heute kaum mehr jemandem bekannten Browser namens "InternetWorks" erstmals eingesetzt, hat sich das Tabbed Browsing längst zum primären Mittel der Sortierung geöffneter Webseiten in der Online-Welt etabliert. Selbst der Langzeitverweigerer Internet Explorer hat ein entsprechendes Interface bereits vor einigen Jahren etabliert. Mit der zunehmenden Intensivierung der Web-Nutzung zeigen sich zunehmend aber auch die Beschränkungen dieses Ordnungsprinzips, verliert das Tabbed Browsing mit der Anzahl der geöffneten Seiten doch stark an Übersichtlichkeit.

Panorama

Eine Erkenntnis, die nicht sonderlich neu ist, entsprechend versuchen sich die diversen Browserhersteller immer öfter an alternativen Konzepten, um die neue Übersichtlichkeit über den Tab-Wust hereinbrechen zu lassen. Mit dem Firefox 4 will man denn auch beim Mozilla-Projekt einen eigenständigen Ansatz etablieren: "Firefox Panorama" nennt sich das ursprünglich unter dem Codenamen "Tab Candy" firmierende Feature, und soll nichts weniger als die logische Weiterentwicklung des Tabbed Browsings darstellen.

Testweise

Seit kurzem können sich experimentierfreudige NutzerInnen denn auch selbst von den Vorzügen - oder Fallstricken - dieses Konzepts überzeugen, seit der Beta 4 ist die neue Funktionalität in den Testversionen für Firefox 4 enthalten. Grund genug auf den folgenden Seiten mal einen etwas näheren Blick auf Umsetzung und Konzepte hinter der Mozilla-Lösung zu werfen.

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hab den artikel grad mit chrome gelesen, gleich meinen ehemaligen lieblingsbrowser geöffnet um nachzuschauen, was so neues gibt. hat sich nicht viel getan, der erste eindruck, aber nach einem optimierungs alt-f4 war ich wieder völlig zufrieden

witzig...

Bei Bild die Eingabe Apple Screenshot find ich lustig... konnte folglich auch gleich geübt werden. hehe

bei opera braucht man das nicht

das bleibt übersichtlich auch mit vielen tabs

Der Browser als Betriebsystem im Betriebsystem

Zuerst führt man eine Notlösung (Tabs) ein, weil Windows nicht vernünftig mit mehreren geöffneten Fenstern eines Programms umgehen kann.

Dann kommt man darauf das Tabs doch nicht so übersichtlich und elegant sind wie gedacht (Wie auch, wenn sie nicht teil des zugrundeliegenden OS sind?) und implementiert eine weitere Funktion zum Organisieren von Tabs.

Schlussendlich wird der Browser immer mehr zum Betriebsystem im Betriebsystem und die Anwender sind gezwungen sich mit Interfacekonzepten zu beschäftigen die mit dem eigentlichen Betriebsystem überhaupt nichts mehr zu tun haben.

Bravo!

ich würde mir das im windows explorer (nicht internet explorer) auch wünschen, es gibt zwar so ein plugin aber das ist irgenwie mist, ich habs wieder deinstalliert ...

Ich hoffe auch, dass das Tab-Konzept irgendwann in den Betriebssystemen ankommt ... so wie es Chrome implementiert hat, sieht das schon ganz vernünftig aus – nur will ich halt nicht 10 inkompatible Insellösungen, sondern eine zentrale Schnittstelle.

Zum Betriebssystem im Betriebssystem: man kann das mit Facebook noch auf die Spitze treiben - eine Facebook-Anwendung die auf Facebook läuft, das im Browser läuft, der auf dem BS läuft. Mal sehen was als nächstes kommt :)

so wie das zweite, ja.
jetzt muss die plattform nur noch die programme unterstützen (oder umgekehrt) mit denen ich meinen lebensunterhalt verdiene, und schon hat sie einen neuen anwender :)

na darum gibts den browser ja auch ohne betriebssystem - oder _als_ betriebsystem?? - in form von chromeOS.
;-)

klingt nach einem gutem konzept.

das ist alles nett, aber die meisten anwender wollen nur eines: einen schnell browser der funktioniert.

der einfach funktioniert

der springende punkt wird jetzt sein, ob die zusätzlichen feature (für mich ist, wenn überhaupt, nur die eigene sortierung neu) die grundfunktion des betrachtens -immer gerade einer seite- gebremst wird.
bevor der IE das macht, soll er sich um eine farbgetreue wiedergae kümmern.

Ab 200 Tabs leider

inperformant und zu umständlich zu bedienen. Für Kleinmengen aber benutzbar. Aber 100+ Tabs sind im Firefox leider allgemein immer noch ein Problem und recht absturzanfällig.

welchen sinn sollte es haben, 100 tabs oder sogar mehr gleichzeitig geöffnet zu haben?
das klingt nicht nach einer sehr sinnvollen arbeitsweise. wenn du so arbeitest, muss du dir eben andere methoden überlegen. aber du kannst nicht erwarten, dass ein browser für eine einzelperson optimiert wird. ;-)

und ich dachte ich habe viel tabs offen ... magst nicht eine gscheit software dafür verwenden. statt internet charts mit denen e keine vernünftige analyse machen kannst?

ansonsten: ich habe füher meine watchlist-seiten in iframes einer eigenen seite eingebettet (über ein perl script) - das hat mir eigentlich immer gut gepasst.

Börsencharts zum Beispiel! Wenn man einen ganzen Bookmark-Ordner auf einmal öffnet.
Leider hat Opera keine Funktion einen ganzen Ordner in den Cache zu laden ohne ein Tab aufzumachen.

also selbst für börsencharts...

sind mehr als 100 tabs einfach sinnlos. konsequentes arbeiten und überblick kann man dabei mit keinem browser der welt bewahren...

Oje, ein Spekulant ... so machen Sie sich in Zeiten wie diesen nicht gerade beliebt.

wer schaut 100 börsencharts gemeinsam an?
ist doch unsinn.

allgemein, offensichtlich: gleichgebaute seiten mit zusammenhängendem inhalt. überhaupt, wenn es davon noch keine zusammenstellung gibt oder diese nicht ganz geeignet erscheint.

mehr als 70 aufzumachen finde ich trotzdem eine arge übertreibung.

Das kommt von der Vorgehensweise beim Abarbeiten von Informationen.

Ich komme zwar meist nur auf zwischen 50 und 100, aber das kann schnell einmal passieren.

So zu arbeiten, dass ich z.B. immer nur einen Artikel auf einer Website offen habe und wenn ich mit diesem fertig bin mich wieder auf die Hauptseite zurück zu klicken um dann zum nächsten zu gehen könnte ich nicht (ineffizient, unübersichtlich).

Ich gehe auf die Hauptseite und öffne dort erst einmal alles, was relevant sein könnte. Das gehe ich dann der Reihe nach durch.

Und wenn man auf mehreren verschiedenen Sites erst einmal alles Relevante öffnet bevor man mit der Abarbeitung beginnt, kann ich mir auch gut vorstellen hunderte Tabs offen zu haben.

Soll jeder machen wie er will

Ich lese Zeitung auch so. Ich öffne alle Links die mich interessieren und gehe sie dann der Reihe nach durch. Ich komme so zwar selten auf mehr als 20 offene Tabs aber selbst bei 15 mag ich bereits Panorama. Meine neue lieblings Gruppierfunktion.

Ich dachte mir allerdings auch schon öfter, dass das das Betriebssystem erledigen sollte. Aber es ist ein Kompromiss, dass Word und Mediaplayer noch brav auf der Taskleiste des Betriebssystems liegen, während Webseiten im Browser zusammengefasst sind.

aha, bei der arbeitsweise brauchst du ja schon eine stunde um alle artikel zu öffnen.. und wieviel tage, um sie anschließend zu lesen?
glaubst nicht, dass es effizienter wäre, nur ca. 10 links zu öffnen, diese zu lesen und dann weiter zu schauen?

Auf einen Link zu klicken dauert nicht einmal eine Sekunde. Und wenn Links eines ganzen Bereichs geöffnet werden sollen mache ich das mit "Multi Links".
https://addons.mozilla.org/en-US/fir... ddon/13494

"glaubst nicht, dass es effizienter wäre, nur ca. 10 links zu öffnen, diese zu lesen und dann weiter zu schauen?"

Nicht, wenn ich sowieso alles durchgehen werde.

PS: Mit "Artikel" habe ich jetzt nicht nur unbedingt Artikel wie hier gemeint, sondern einfach beliebige Inhalte einer Site. So etwas kann dann auch pro Tab in nur wenigen Sekunden erledigt sein.

Interessant

ich schaue die hauptseite an und öffne möglicherweise interessante links in ein neues fenster (ok, tabs gingen auch); danach schliesse ich (ob nun fenster oder tab) und nehme den nächsten punkt - solange ich zeit und interesse habe.

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