Bonobos

Niemals ohne Mama zur Paarung schreiten!

04. September 2010 12:00

Forscher beobachten: Die Anwesenheit der Mütter erhöht die Erfolgsaussichten ihrer Söhne

Leipzig - Was Menschenmännern eher unbehaglich erscheinen würde, ist für ihre Pendants unter den Bonobos nicht nur gang und gäbe, sondern sogar förderlich: mütterliche Begleitung auf der Brautschau. Entscheidend für den Paarungserfolg ist nicht nur der Rang des jeweiligen Männchens in der sozialen Hierarchie, sondern auch die mütterliche Unterstützung bei kämpferischen Auseinandersetzungen um die attraktivsten Bonobo-Weibchen - dieser Faktor kann den anderen offenbar sogar aufwiegen.

Über diese Entdeckung berichten die Forscher des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie im britischen Fachjournal "Proceedings of the Royal Society B". In zweijährigen Forschungen im Urwald-Camp der Max-Planck-Gesellschaft in der Demokratischen Republik Kongo zeigte sich, dass die Anwesenheit der jeweiligen Mütter den Erfolg ihrer Söhne verbessert sowie dass die Paarungen gleichmäßiger auf die Männchen einer Gruppe verteilt sind. Da die Männchen in der Gruppe bleiben, in der sie geboren wurden, haben die Mütter Einfluss auf sie bis ins Erwachsenenalter.

Parallelen

Martin Surbeck vom Leipziger Institut spricht von einem vergleichbaren Muster sowohl bei Menschen als auch unseren nächsten Verwandten: "Der Sohn bleibt zu Hause und übernimmt den Hof, die Tochter zieht dahin, wo der Mann wohnt", führte der Forscher als Beispiel an. "In unserer Studie wollten wir herausfinden, ob der Paarungserfolg der Söhne durch die Unterstützung der Mütter beeinflusst wird", erläuterte Surbeck.

Im Urwald beobachteten die Forscher neun Bonobo-Männchen aus einer freilebenden Gruppe. Mit genetischen Markern bestimmten sie die Verwandtschaftsverhältnisse. Die Ergebnisse zeigten, dass es unter den Männchen eine klare Hierarchie gibt und ihr Erfolg bei Frauen von ihrem Rang in der Hierarchie abhängt. Die Anwesenheit der Mütter verbesserte aber den Paarungserfolg ihrer Söhne und sorgte dafür, dass der Ranghöchste sich weniger paaren konnte.

Mütter und Söhne schienen unzertrennlich - und die Mütter helfen ihren Söhnen bis ins Erwachsenenalter. "Die Bonobos sind neben den Schimpansen unsere nächsten Verwandten - alles, was wir über sie lernen, zeigt uns, wie unsere Entwicklung verlaufen ist", sagte Surbeck. (APA/red)

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11 Postings
Jim de la Papaya
08.09.2010 17:24
Aus gegebenem Anlass zum Thema:

http://www.youtube.com/watch?v=-Rc4pR3n-Io

au contraire
07.09.2010 15:22

Also sind Bonobos schwule Muttersöhnchen. Hab ich das richtig verstanden?

pier paolo pasolini1
 
06.09.2010 09:05

also nein ich mag mir das gar nicht vorstellen -zumindest nicht bei Menschen, meine Mutter soll mich beobachten? Das führt dann zu 10 Jahren Psychoanalyse mit Prozac als ewiger Begleiter.

bei den Bonobos-BOBOS ist mir das allerdings egal.

nuts1
06.09.2010 00:11

omw .......... der vergelich mit dme bauern ist da sdämlichste was ich je gesehen bzw gehört habe usn sowas schimpft sich wissenschaftler benutzt die tierwelt um bestimmte situationen oder kulturelle bräuche rechtzufertigen

milizia fatale
05.09.2010 11:22

die bonobozukünftige kann sich durch die mutter vergewissern, dass diese dazwischensteigt, falls der bonobo-sohnemann mal ein bisschen über die strenge schlägt und nur faul unter den bäumen liegt.

iohui
05.09.2010 07:44
will sie nur zuschaun oder eventuell auch helfend eingreifen

bei der paarung?

ich mein, hut ab, das ist schon eine tolle leistung, dass mann unter diesen umständen überhaupt zur paarung imstand ist ...

JueZ
04.09.2010 15:13

Suchen eben die Eltern den Ehepartner aus ... wie affig.

Neuer Nick neues Glück
04.09.2010 13:45

Ha, wie die Italiener!

tablespace65
04.09.2010 13:41
Sind die Bonobos eigentlich die Vorläufer der Grünen Bobos?

Der Vergleich mit den Bauern ist schon recht deftig...

Bonopo
04.09.2010 17:21

Nö, deren Geschlechtspartner.

monella laputa
04.09.2010 12:53
...also Hotel-Mamma

auch bei den Bonobos. Na bravo.

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