Blauer Kämpfer gegen muslimisches "Wildgrillen"

Lukas Kapeller, 06. September 2010 06:57
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    FPÖ-Gemeinderat Toni Mahdalik, Retter der Wiener Donauinsel, ...

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    ... läuft mit seinen Vorschlägen beim Wirten Toni Chrapal offene Türen ein.

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    Kämpft nicht gegen Windmühlen, sondern gegen "Wildgrillen".

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    Mahdalik: Weitläufige Grillzonen sind ihm ein Dorn im Auge.

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    Insel-Wirt Chrapal am Fahrradweg: "Da stellen's ihre Griller auf."

FP-Bezirkspolitiker Mahdalik will die Grillzonen der Donauinsel abschaffen und berittene Polizei gegen Drogendealer einsetzen

Wien - Wenn Toni Mahdalik alles gerettet hätte, was er wollte, sähe Wien anders aus. Der FPÖ-Gemeinderat wollte die 21er-Linie in Leopoldstadt erhalten, das Döblinger Nobel-Grätzel Nussdorf vor gierigen Grundstücksspekulanten retten und seinen Heimatbezirk Donaustadt vor einer Che-Guevara-Statue bewahren.

Derzeit bläst Mahdalik zur Rettung der Donauinsel. "Man fährt mit dem Fahrrad durch die Rauchschwaden und wird beschimpft. Eigentlich bedroht", ärgert sich der geschäftsführende Bezirksobmann über "Grillexzesse". 70 bis 80 Prozent der illegalen Grillmeister - Mahdalik spricht vom "Wildgrillen" - seien Muslime. Keine Österreicher? "Vereinzelt vielleicht", sagt Mahdalik, "aber die fühlen sich dort dann auch nicht extrem wohl."

Gastronom umzingelt von Grillgelagen

Mahdalik nimmt gerade Platz in Tonis Inselgrill, einem urigen Wirtshaus, wo sich Sportler mit Schnitzel und Spare-Ribs belohnen können. Der Wirtshausbesitzer, Toni Chrapal, ist Mahdaliks Verbündeter gegen das Wildgrillen. "Jeder Jugo hat heute seinen Griller und seinen Hammel mit", zürnt Donauinsel-Wirt Chrapal, "die kommen ja zum Teil von Mödling und Eisenstadt rauf." Und eben diese weitgereisten Barbecue-Freunde mit Migrationshintergrund würden ihm die Parkplätze verstellen.

"Die Leute weichen großflächig aus", bestätigt Mahdalik. "Es kann doch nicht sein, dass ein Gastronom von Grillzonen eingekesselt wird."

Mahdalik: Schluss mit Grillzonen

Konkret sieht das so aus: Die zwei Grillzonen im anderthalb Kilometer langen Stück zwischen Ostbahnbrücke und Steinspornbrücke würden schamlos ignoriert werden. Geht es nach Mahdalik sollte es aber gar keine Grillzonen geben, sondern die zugelassenen öffentlichen Grillplätze - auf der Donauinsel derzeit 13 - könnten auf 20 oder 25 aufgestockt werden.

So würden Wirte wieder mehr Geschäft machen, und nicht-grillende Donauinsulaner könnten friedlich passieren. "Ich kenne Gäste, die vom Fahrrad herunter gerissen wurden", erzählt Chrapal.

Blauer Hundefreund

Die gemeinsame Petition von Mahdalik und Chrapal, "Rettet die Donauinsel", haben bis heute 7000 Wiener unterschrieben. Mahdalik will die Unterschriften am 17. September, bei der letzten Gemeinderatssitzung vor der Wahl, an Stadträtin Ulli Sima übergeben. "Na gut, es wird nicht viel nützen, weil die SPÖ ihre ganze Politik ja mit Kalkül macht. Braucht man sich nur den Herrn Al Rawi (muslimischer SPÖ-Gemeinderat, Anm.) anschauen."

So wundert es Mahdalik auch nicht, dass auf der Donauinsel Hundeverbote verhängt wurden. "Hunde sind für Muslime unreine Tiere", sagt Mahdalik, hinter vorgehaltener Hand würden ihm Magistratsbeamte das Schielen der SPÖ auf den muslimischen Wähler bestätigen. Aus der "Kronen Zeitung", die ihre mangelnde Xenophilie mit viel Tierliebe aufwiegt, bekam Hundfreund Mahdalik schön öfter Rückenwind für seine Aktionen.

Hoch zu Ross auf der Copa Cagrana

Mahdalik, seit 2005 im Gemeinderat, spielte früher Fußball für den Wiener Sportclub und die Vienna. Schon damals, heißt es, sei er unermüdlich gelaufen. Und manchmal wird Mahdaliks Einsatz auch belohnt: Dass die Albert-Schultz-Halle im 22. Bezirk ausgebaut wird (statt eine Sporthalle in einem anderen Bezirk zu bauen) und dafür an der Alten Donau eine Strandbar für 150 Gäste nicht realisiert wurde, heftet sich der umtriebige 43-Jährige auf die blauen Fahnen.

Seine alte Forderung, gegen Drogendealer auf der Copa Cagrana mit berittener Polizei vorzugehen, verhallt hingegen schon seit 2005 ungehört. Warum er dafür ist? "Weil Pferde abschreckend wirken." Auch bei Demonstrationen könne er sich berittene Exekutive vorstellen. "Aber dann kommen's mir immer gleich mit dem 34er-Jahr." (Lukas Kapeller/derStandard.at, 5.9.2010)

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patrese ricardo
12.09.2010 12:13
ich würde mit dem feuerlöscher spazieren gehen

RobinBGH
10.09.2010 21:21

Tja wenn man sich "extrem unwohl" fuehlt, dann koennte man vielleicht einfach weniger extrem werden. Z.B. weniger rechtsextrem, dann fuehlt man sich schon besser!

Hundeverbot finde ich uebrigens super, dann weht einem beim essen wenigstes nicht immer der Geruch der Hinterlassenschaften um die Nase. Das sind einfach unreine Tiere, bzw. deren Halter - um das zu erkennen, braucht man kein Moslem sein (bin keiner).

Lustig finde ich das Bild, das von Hammelgrillenden Moslemjugo heraufbeschworen wird, der im Park Nenelschwaden erzeugt, in denen er dann auf der Lauer liegt, nur um vorbeifahrende Oesterreicher vom Fahrrad zu reissen (und vermutlich an Ort und Stelle zu verspeisen)!

stj911.org physics911.net
12.09.2010 21:05
Lustig finde ich das Bild, das von Hammelgrillenden Moslemjugo heraufbeschworen wird, der im Park Nenelschwaden erzeugt, in denen er dann auf der Lauer liegt, nur um vorbeifahrende Oesterreicher vom Fahrrad zu reissen (und vermutlich an Ort und Stell

quoted for awesomeness

Massimo Montanari
07.09.2010 23:53
Weil Pferde abschreckend wirken.

Abschreckend wirken die Hetzattacken dieser Effen. Die Ordnung, die sie sich wünschen, ist eine beklemmende.

Briefmarkenkleber
07.09.2010 21:29
Der ist selbst ein (Grill)würstel, pudelt sich wegen jedem und allem auf

...und was wurde aus dem mehrmals vollmundig angekündigtem Termin: Unterschriftenaktion gegen Islam-Zentrum? "Hunderte Unterschriften" will er in den letzten 8 Monaten gesammelt haben. Um die ist es ruhig geworden. Um das in Betrieb befindliche Zentrum auch.

MBR
07.09.2010 16:29
grillen!

warum ist mir das nicht früher eingefallen?
all unsere probleme ließen sich mit leichtigkeit lösen

einfach das grillen verbieten

Harry Y.
 
07.09.2010 17:08
Irgendwo müssen sie (oder wir) doch grillen dürfen. Die Donauinsel ist für jeden da, der danach Bedarf hat.

In Parks oder im Hof dürfen sie (oder wir) ja auch nicht grillen; und Gärten haben's (wir) ned.

Verträgt euch also.

peter schmidt
 
07.09.2010 14:27
Man muss es sich nur vor dem geistigen Auge als Video vorstellen

was da passiert.

Ist doch jederzeit glänzender Stoff für Little Britain oder eine der schwächeren Folgen von Monty Phytons.

Oder man könnte es für einen der practical Jokes halten für die Qualtinger immer bekannt war.

Gospod Sokol
07.09.2010 13:34
Naja... ehrenwerte Gesellschaft unter sich...

Toni Chrapal: für die Verlängerung der neuen A22 verlangt er 650.00 Euro Ablöse UND einen neuen Standort auch noch dazu...
Siehe http://wien.orf.at/stories/45308/

Und die Phobien des echt wienblütigen Herrn Mahdalik betrifft: von Türken, "Jugos" oder sonstigen Grillern wurde ich beim Radfahren noch nie bedroht.
Hingegen haben schon einige freilaufende Hunde OHNE Beißkorb sowohl mein Fahrrad angegriffen als auch schon meine Waden beißen wollen. Meine Abwehr wurde grundsätzlich als Angriff auf das arme und friedliebende Tierchen interpretiert.

=> DAS ist die wirklich Gefahr dort.

Und auch die vielen Inline-Skater, von denen jeder beim Fahren ca 3/4 der Fahrbahnbreite für sich beansprucht.

mistvieh666
07.09.2010 15:23

stimmt.
ergaenzend:
rollerbladefahren und diese 15 meter langen hundeleinen. schon 2 leichte stuerze wegen dieser bloeden hundsvieher gehabt. einmal bin ich - sanft - in ein tuerkisches maedchen hineingerollt, ihr vater hat sich dann bei mir entschuldigt!

Wrunischka
07.09.2010 11:59
oder einfach nur Straches Kasperltheater

z.b.
http://www.youtube.com/user/hcka... mfVJJ31ubQ

Boots Mann
07.09.2010 11:29
Rote Stadtplaner

sollen die für ihre Wähler zusätzlichen vorgesehenen Grillplätze, auch auf der von ihr geschaffenen, Betoninsel freigeben,....

Die Grillplätze haben in den Bereichen ausserhalb der Donauinselbetonwüste, wo der Baumbestand und die Natur ist - eben auch NICHTS zu suchen.

d

au contraire
07.09.2010 14:18
Nur mal so nebenbei:

Wirkliche "Natur" ist auf der kompletten Donauinsel nix. Aber schon mal GAR nix. Kein Baum, kein Strauch, ja nicht einmal ein Grashalm.

Ehrlich.

Vielleicht "naturalisiert" oder so. Aber sicher nicht "Natur".

Archi
15.09.2010 15:19
noch ein nebenbei

bekanntlich ist ja nicht mal die insel selbst natürlich...

die naive
07.09.2010 11:50
Betonwüsten

Es ist wirklich sagenhaft; aber die Roten betonieren wirklich alles zu, was nur irgendwie möglich ist.

rapunzels frisör
06.09.2010 20:25
dazu

fällt mir nur folgendes ein:

http://www.youtube.com/watch?v=tLRtuy7-D3E

Fritz Wintersberger
06.09.2010 19:59
Einheitspartei

Die meisten die hier posten wollen anscheinend eine Einheitspartei und viele Scheuklappen.

Gospod Sokol
07.09.2010 13:17
Hmmm...

FPÖ und BZÖ sind schon erfunden worden... Immerhin ist das schon eine gewisse Auswahl.

galiontariaho
07.09.2010 10:16
warum?

weil man kritisiert, dass hier eine partei ernsthaft vorschlägt, den öffentlichen raum etwas weniger öffentlich zu machen?

dass die kritik sich häufig gegen die fpö richtet, ist wohl aufgrund der idiotie, die oft hinter fp-vorschlägen steckt.

fahrenheit 451
06.09.2010 19:20
"Ich kenne Gäste, die vom Fahrrad herunter gerissen wurden", erzählt Chrapal.

merkwürdig, mit skates, fahrrad und zu fuss des öfteren jahrelang an den grillplätzen vorbei und nichts passiert.

oder handelt es sich gar um ein schauermärchen?

Archi
15.09.2010 15:20
Gäste, die vom Fahrrad gerissen wurden?

ich bin mir ziemlich sicher, die waren so blunznfett, das sie vom radl gefallen sind...

die naive
07.09.2010 11:51

Wurde auch zB noch nicht zusammen geschlagen; halte es aber für möglich, dass dies schon andere erlebt haben.

Peter Hammer 06
07.09.2010 21:37
Bei Ihnen halte ich auch vieles für MÖGLICH!

die naive
08.09.2010 10:51

tja, und bei Ihnen weiß ich, was Sie für möglich halten.

e.ass
06.09.2010 19:01

warum soll man das grillen verbieten. die leute arbeiten die ganze woche hart und freuen sich darauf.
jeder hat kein eigenes haus mit grundstück. die donauinsel ist groß genug.

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