Abzug kein Anlass zum Feiern

31. August 2010, 23:16
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"Wir werden nicht in Eigenlob verfallen" - Truppenbesuch in Fort Bliss

Washington - Der offizielle Abzug der US-Kampftruppen aus dem Irak ist laut Präsident Barack Obama kein Anlass zum Feiern. "Es wartet noch viel Arbeit auf uns, um sicherzustellen, dass der Irak ein echter Partner für uns sein kann", sagte der Präsident bei einem Truppenbesuch in Fort Bliss im US-Bundesstaat Texas. Er sei aber optimistisch, dass das Land sein Schicksal nun selbst bestimmen könne. "Der Irak hat die Chance, eine bessere Zukunft für sich selbst zu schaffen."

Wenige Stunden vor seiner geplanten Rede an die Nation machte Obama deutlich, dass er die Fernsehansprache nicht dazu nutzen werde, einen Sieg zu erklären. "Wir werden nicht in Eigenlob verfallen", sagte er. Vielmehr wolle sich die USA nun mehr auf den Krieg in Afghanistan konzentrieren, den Obama als harten Kampf bezeichnete. "Es wird eine große Schufterei", sagte er.

Obama wollte am Abend in der erst zweiten Rede seiner Amtszeit aus dem Oval Office zum Ende der Kampfmission auch den rund 1,5 Millionen Soldaten danken, die seit Beginn des Krieges 2003 im Irak dienten. Bereits vor zwei Wochen hatten alle regulären Kampftruppen das Land verlassen. Die dort weiterhin stationierten rund 50.000 US-Soldaten sollen die irakischen Sicherheitskräfte im Rahmen der Operation "New Dawn" (Morgendämmerung) militärisch ausbilden und ihnen bei der Terrorbekämpfung helfen. (APA/dpa)

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