Amerikaner auf Löwenjagd

31. August 2010, 17:00
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Im Hauptbewerb rittern unter anderem Kelly Reichardt, Monte Hellman und Multitalent Vincent Gallo um die Trophäen

Venedig - Marco Müller, inzwischen im siebten Jahr amtierender Direktor der Filmfestspiele von Venedig, hat angesichts von Budgetkürzungen schon im Vorfeld versichert, dass dies der künstlerischen Qualität keinen Abbruch tun werde. Mittwochabend gibt Darren Aronofskys Ballettthriller Black Swan nun den Startschuss zum Beweisantritt: Bis zur Preisverleihung bei der 67. Mostra Internazionale d' Arte Cinematografica am 11. September werden 84 Beiträge aufgeboten.

Im Hauptbewerb, dessen Jury Quentin Tarantino vorsitzt, rittern viele US-Amerikaner um die Trophäen in Löwengestalt - darunter Kelly Reichardt (Wendy & Lucy), New-Hollywood-Veteran Monte Hellman und Multitalent Vincent Gallo, der auch in Jerzy Skolimowskis Essential Killing mitwirkt. Weiters sind der Japaner Takashi Miike, der Vietnamese Tran Anh Hung (mit einer Murakami-Adaption) oder die Franzosen Abdellatif Kechiche und François Ozon vertreten.

Der Wettbewerb, den in diesem Jahr jüngere Filmschaffende dominieren, ist Spielfilmen vorbehalten. Die Reihe Orrizzonti präsentiert jene Arbeiten, die Gattungen und Formate offener bespielen. Hier sind 2010 die österreichischen (Ko-)Produktionen zu finden: neue Avantgardefilme von Martin Arnold, Harald Hund / Paul Horn, Sasha Pirker und Peter Tscherkassky sowie The Forgotten Space, eine dokumentarische Kollaboration zwischen dem Künstler und Fotografen Allan Sekula und dem Filmhistoriker Noel Burch. (Isabella Reicher, DER STANDARD - Printausgabe, 1. September 2010)

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