Novomatic neuerlich mit starken Rückgängen

31. August 2010, 16:13
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Gumpoldskirchen - Die Novomatic AG hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wohl ihre Umsatzerlöse gesteigert, beim Betriebserfolg (Ebit) und beim Konzernergebnis jedoch neuerlich Rückgänge hinnehmen müssen. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Halbjahresfinanzbericht des Glücksspielkonzerns mit Sitz in Gumpoldskirchen/NÖ hervor. Demnach ging das Ebit von 145,8 auf 108,9 Mio. Euro zurück, das Konzernergebnis nach Steuern von 84,2 auf 56,9 Mio. Euro. Das EGT belief sich auf 92,7 Mio. Euro nach 142,6 Mio. Euro.

Die Umsatzerlöse wurden hingegen von 617,2 auf 660,2 Mio. Euro gesteigert. Einen "positiven Einfluss" habe dabei die Fußball-WM 2010 gehabt. Novomatic betreibt inzwischen 194 Admiral- Wettlokale in Österreich.

Die gesamtwirtschaftliche Situation der Märkte der Gruppe sei im ersten Halbjahr 2010 von den noch spürbaren Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise geprägt gewesen, heißt es in dem Bericht. Einzelne Staaten Osteuropas seien besonders betroffen gewesen. Die anhaltende gesunkene Investitionsbereitschaft der Glücksspielbetriebe, die Folgen der Schließung des ukrainischen bzw. die Neugestaltung des russischen Glücksspielmarktes sowie erschwerte volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen hätten weiterhin das Marktumfeld geprägt.

Während die Anzahl der vermieteten Glücksspielgeräte auch im ersten Halbjahr 2010 ausgeweitet worden sei, hätten die Erlöse aus dem Segment Verkauf weiterhin "unter der noch anhaltenden Investitionszurückhaltung der Glücksspielbetriebe" gelitten. Es sei im Vergleich zu 2009 jedoch bereits "ein positiver Trend erkennbar".

Fortgesetzt wurde laut Novomatic der Auf- und Ausbau von Glücksspielbetrieben. Das Unternehmen betrieb demnach per 30. Juni 2010 weltweit mehr als 900 Standorte. Die Expansion sei insbesondere "durch organisches Wachstum mit Investitionsfokus auf die Märkte Deutschland, Österreich und Südosteuropa vorangetrieben" worden.

Nach dem Bilanzstichtag hat die Novomatic-Gruppe den Markteintritt in Malta vollzogen. Am 1. Juli erfolgte die Wiedereröffnung der Spielbank Dragonara in San Julian. Der Anteil am Lizenznehmer Dragonara Gaming Ltd. beträgt 40 Prozent. Zusätzlich wurde über die Konzerngesellschaft Greentube I.E.S. GmbH das in browserbasierenden Geschicklichkeitsspielen tätige Unternehmen BeatYa Online Entertainment Ltd., ebenfalls mit Sitz in Malta, erworben. Im August 2010 wurde laut dem Bericht mit der Übernahme der Spielhallenkette Astra Albania Sh.A. die "führende Marktposition in Albanien weiter ausgebaut". (APA)

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