31-Zoll-Bildschirm wird auf der IFA vorgestellt
Der Elektronikkonzern LG wird auf der am Donnerstag startenden Branchenmesse IFA in Berlin einen OLED-Fernseher mit 31 Zoll Bildschirmdiagonale vorstellen. Der Fernseher ist gerade einmal 2,9 Millimeter dick und soll durch eine besonders hohe Bildqualität überzeugen. Die physikalischen Eigenschaften des organischen Displays erlauben nicht nur deutlich bessere Kontraste und kräftigere Farben, als herkömmliche LCDs und Plasma-Bildschirme, sondern auch nicht mehr wahrnehmbare Schaltzeiten von 600 Hz bei der Bildfolge. Das macht die Technologie auch besonders attraktiv für die Betrachtung von 3D-Filmen mit Shutterbrillen. Auf der vergangenen CES im Jänner haben Samsung und Sony bereits ähnlich große Prototypen präsentiert.
In den Kinderschuhen
Bis derart alltagstaugliche Größen von OLED-TVs auch kommerziell Fuß fassen, dürfte es aber noch eine Weile dauern. Bisher bietet LG etwa nur einen 15-Zöller, Sony bot eine Zeit lang ein Modell mit 11 Zoll Diagonale an. Beide Geräte sind allerdings nur zu vergleichsweise sehr hohen Preisen erhältlich, da die Ausschussrate bei der Produktion noch sehr hoch ist. Die drei führenden TV-Hersteller Samsung, Sony und LG wollen künftig alle auf die OLED-Technologie setzen, da sie nicht nur fortschrittlicher sonder zumindest theoretisch auch günstiger in der Herstellung ist. So werden etwa keine Bauteile für die Hintergrundbeueuchtung benötigt. Entsprechende Fabriken für die Fertigung von OLED-Displays bis 52 Zoll sind bereits in Bau. Auf der Displaykonferenz SID 2010 hieß es von Seiten LGs, in fünf Jahren würden bis zu eine Milliarde große OLED-Fernseher verkauft werden. (zw)