Mehr Privatkredite, Firmenkredite weiter rückläufig

31. August 2010, 12:21
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Wien - Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat im Juni bei der Neukreditvergabe durch österreichische an private Haushalte einen vorläufigen Höchststand (seit Beginn der "Kreditmonitor"-Erhebung 2009) verzeichnet: Die österreichischen Banken haben im Juni 1,882 Mrd. Euro neu verliehen, um 124 Mio. Euro mehr als im Mai. Hingegen verlangsamte sich der Rückgang bei den Unternehmenskrediten im Juni: Es wurden 6,561 Mrd. Euro (-109 Mio. Euro im Monatsvergleich) neu vergeben. Im Mai hatten die Unternehmen um 254 Mio. Euro weniger an neuen Krediten (6,671 Mrd. Euro) erhalten. Die Neukreditvergabe im Juni lag mit 8,443 Mrd. Euro in etwa auf dem Vormonatsniveau.

Der größte Teil der privaten Kreditaufnahmen entfiel im Juni mit 853 Mio. Euro auf Wohnbaukredite, gefolgt von sonstigen Krediten (595 Mio. Euro) und Konsumkrediten (303 Mio. Euro). Bei den Unternehmenskrediten ist zum vierten Mal in Folge der Anteil der kurzfristig vergebenen Kredite (bis 6 Monate) gesunken. Dieser belief sich im Juni auf 74 Prozent, was dem niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebung entspricht, so die OeNB. "Revolvierende Kredite", die von der Bank erneuert wurden, wurden im Juni mit 1,2 Mrd. Euro im selben Ausmaß wie im Vormonat neu vergeben.

Der Bestand der aushaftenden Euro-Kredite stieg bei Haushalten und Unternehmen an, der Gesamtumfang der Fremdwährungskredite verringerte sich hingegen. Der Bestand bei privaten Haushalten belief sich auf 127 Mrd. Euro. Der Euro-Kredit-Bestand ist dabei um 1 Mrd. Euro (+1,2 Prozent) gegenüber Mai gestiegen, Fremdwährungskredite sind zum 13. Mal in Folge zurückgangen - diesmal um 0,4 Mrd. Euro (-1,1 Prozent) auf 38,4 Mrd. Euro. Der Bestand bei Unternehmen steigerte sich leicht auf 135 Mrd. Euro. Hier wieder dasselbe Bild: Der Bestand an Euro-Krediten wies ein Plus von 0,8 Mrd. Euro auf, Fremdwährungskredite an inländische Unternehmen verringerten sich um 0,2 Mrd. Euro. (APA)

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